Politik: Rückblick Zwei Papiere der EPU in Stadtschlaining an denen ich mitschrieb

Ich habe damals 2007 & 2008 bei der EPU in Stadtschlaining in Österreich zwei Papiere mit Adama Sow verfasst. Sie kursieren seitdem halt im Netz sind in einigen Stellen zitiert worden und im Internet Archieve gespiegelt, nachdem die EPU es nun nicht mehr gibt. Weiteres dazu findet sich im oben verlinkten Wikipedia Artikel.

Das eine Papier mit dem Titel: „The Political crisis of Pakistan in 2007“ dreht sich um die damalige Krise welche unter anderem zum Tod von Benazir Bhutto führte und die Verknüpfungen Pakistans mit den Nachbarländern und den entsprechenden Einflüssen.

Das andere Papier was mit dem Titel: „Democracy and Peace in Zimbabwe“ 2008 erschien beschäftigt sich mit der Rolle und einer Kritik an der Theorie des „Demokratischen Friedens“ und hat als Fallbeispiel die Situation zu dem Zeitpunkt im Zimbabwe genommen.

Beide Dateien sind natürlich auch im Internet Archive verlinkt doch ich dachte ich pack sie auch noch mal hier rein.

rp_0807ThePoliticalcrisisinPakistanin2007 Democracy_and_Peace_in_Zimbabwe_Issue_12_08

Advertisements
Veröffentlicht unter Außenpolitik, Iran | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Piraten: Die damalige Gamergate Kontroverse – Die Mythen und Legenden aus dieser Zeit pflegt man fälschlicherweise noch heute über PIRATEN zu verbreiten

Die Geschichte um den enttarnten Alt-Right „Twitter-Troll“ “Ricky Vaughn”,und seine Geschichte ließ mich etwas inne halten. Die Story die in der englisch sprachigen Huffington-Post veröffentlicht wurde und auch den Weg seiner Radikalisierung beschrieb war interessant und stimmten mich nachdenklich. Gerade die Rolle um die Gamergate Geschichte welche um die Rolle von Frauen in der Gaming Industrie ging war etwas was mich aus mehreren Gründen, einmal aus biographischen und einmal aus politischen Gründen einiges Revue passieren ließ.1  

Ich selbst hab einen Hintergrund in der Gaming-Szene im letzten Jahrzehnt gehabt. Das war auch die Zeit wo ich online begann meinen Account unter dem Namen „Al Davoodi“ (der heute mein Twitter Kürzel ist,) zu nutzen. Die meiste Zeit war ich bei Spielen der Gameforge wie OGame aktiv und hab auch da ich lange Jahre in irgendeinem Team der verschiedenen Spiele der Gameforge wie unter anderem Battleknight1 dabei war, hat so einige Sachen mitbekommen die einen Aspekt der Gamergate „Kontroverse“ betreffen. (Aus dem Hintergrund hatte ich für viele PIRATEN überraschend einen Bericht auf der Seite der PIRATEN zur „Wolfenstein II – The new Colossus“gemacht.)

Wieso ich nun auf Gamergate komme eine Geschichte die von war? – Weil es für uns PIRATEN dennoch sehr wichtig ist und in manchen Milieus das Verhalten von Gamer-Gate auf uns übertragen wird. So zog Mario Sixtus auf Twitter den Bezug von Gamergate zu dem Stil den wir PIRATEN haben1 ,(wie auch das wir damals gegen „die Antifa“ in Zeiten der Flügelkämpfe waren,) und sieht uns so kann man annehmen als quasi politisches Milieu, der Geschichte wie sie bei der Gamergate Kontroverse aufkam. Und das auch Jahre nach den Flügelkämpfen! Unser eigener Wikipedia Artikel unter „Piratenpartei Deutschland“ geht sehr detailliert auf diese Zeit ein, aber über den Stand wie es danach bei uns inhaltlich und Debatten technisch weiter ging, findet sich kein Wort mehr!1

Dieses damalige Bild scheinen wir PIRATEN wenn man Markus Kompa der damals die Geschichte verfolgt hatte, wohl  wie er es damals in seinem Blog ausdrückte wohl Annett Meiritz vom SPIEGEL zu „verdanken“.

Jedenfalls ist interessant das wir in einem breiten Spektrum mit dieser Sache in Verbindung gebracht werden und die Akteure die damals im Flügelkampf aktiv waren auch immer noch in der Außenwahrnehmung in manchen Kreisen immer noch mit ihrem Bild über uns bei manchen  Medienschaffenden und Meinungsprägenden Leuten (neudeutsch „Influencer“) diese Geschichten und Sichtweise über uns auch Jahre nach dem entscheidenden aBPT in Halle (medial) von sich geben.

Gamergate und die Folgen für das Image der PIRATEN

 

Interessanterweise sind viele Leute die über uns schreiben und eine Meinung zu uns PIRATEN haben mehr an „Mythen“ über uns interessiert. Das Image welches man uns „überstülpte“ wird von so manchen weitergesponnen und man redet lieber (auch medial) über uns als mit uns. Ideen von uns werden zwar, wie der Fahrscheinlose Nahverkehr kurz aufgegriffen, aber man macht selten politisch und medial einen Bezug zu uns. Interessanterweise schien bei der kürzlichen Debatte über den Fahrscheinfreien Nahverkehr die Süddeutsche Zeitung als eine der wenigen gewesen zu sein, die den Bezug zu den damaligen Anstrengungen der NRW Piratenfraktion Bezug nahm. (Das „Neue Deutschland“ hatte die Studie der Enquete Kommission, welche von den PIRATEN initiiert wurde, auf ihrer Homepage zum Download angeboten.) – Insgesamt waren die Anstrengungen der PIRATEN aber mehr so eine Fußnote in der gesamten Debatte.1

Insgesamt scheint so bekomme ich es viel in Gesprächen mit nehmen uns die Menschen vor allem über „die Netzthemen“ war. Für sie sind wir PIRATEN zentral „die Vertreter der Digital Natives“ auch wenn die Netzbewegung sich teils von uns abgewendet hat und typisch und parallel zu Debatten im Netz sich mehr zersplittert und parallel und nebeneinander isoliert alleine für die gleiche Themen streitet. Dabei handelt sie ähnlich wie damals die Linken Gruppen bevor Oskar Lafontaine sie erfolgreich die LINKE als Sammelbecken für sie etablierte, und sie vorher ziemlich erfolglos versuchten Einfluss auf die Politik Deutschlands zu nehmen.

Wie Ausgangsweise wieder zurückzukommen sind hat man durch diese frühen Debatten und als Abbild der Netzdebatten gerade um „Soft Themen“ wie halt Gamergate ein Image für uns „gebastelt“, welches (teils) manche auch gerne bereit waren anzunehmen. Andere Vertreter die damals auch in dieser Partei aktiv waren haben sich inzwischen verabschiedet und stricken die „Legende“ das sie damals von diesen Vertretern „heraus gemobbt“ wurden und wir immer noch so wie damals wären gerne weiter. Es klingt für die eigene (Selbst-)Vermarktung halt auch positiver als wenn man zugeben muss das man einen innerparteilichen Machtkampf krachend verloren hat und dabei ruhig in Kauf nahm für das eigene Ego die gesamte Partei lieber mit in den Untergang zu reißen. Danach macht man sich aus dem Staub um wo anders „Karriere zu machen.“ Dennoch wird man wie Christopher Lauer zum Beispiel den „Ruhm“ aus dieser Zeit nutzen um sich selbst als Vertreter einer Generation zu empfehlen, die selbst sicher nicht gerade das hat was er versucht medial zu vermarkten. Dafür ist sie selbst viel zu heterogen.1

Was dieses „überstülpen und projizieren“ gewisser Debatten im Netz und auf die Vertreter und Mitglieder der PIRATEN in machen Dingen ausmacht, ist das bei uns vielmehr auf das einzelne „normale Basismitglied“ geschaut wird wie es sich verhält und agiert da man wohl im Netzverhalten jedes einzelnen PIRATEN von uns eine gewisse Art wie wir als Partei als ganzes vom Ethos und Denken agieren versucht abzuleiten. Beispielsweise Die Artikel über das Mitglied PParzival und sein agieren auf Twitter, waren da das beste Beispiel. Auch wenn da sehr gut von Seiten der Partei als ganzes und dem Landesverband Berlin im speziellen agiert wurde.

Gamergate welches in dieser Partei von „offizieller Seite“ keine Bedeutung hatte wird aber als eine Art Essenz in manchen Kreisen gesehen wie wir PIRATEN anscheinend „politisch Leben“ auch wenn man außer Acht lässt das die Vertreter beider damaligen „Flügel“ wohl weniger Lust an politischem Mitmachen in dieser Partei hatten, da sie gegangen sind anstatt sich aus dem Chaos heraus zu organisieren und dann inhaltlich und aus dem Denken heraus Debatten in der Partei anzustoßen und an den Lösungen mitzuarbeiten. – Was sie aber geschafft haben einen gewissen „Mythos“ über die PIRATEN in Deutschland in viele Köpfe zu bringen. Theorien und Meinungen wieso die PIRATEN (im Gegensatz zur AfD), ihre Chance (vorerst) nicht genutzt haben gibt es viele und wird es wohl immer geben.

Beispielsweise hat der Freiburger Politologe Ulrich Eith eine, wie auch der in der gleichen Branche arbeitende Göttinger Politikwissenschaftler Alexander Hensel der 2012 die Chance auf eine dauerhafte Etablierung der Partei sah und nun Stimmen der Zunft über Carsten Koschmieder (Ein Interview mit ihm gibt es auch in der Flaschenpost ), – der ein dennoch sehr auch für Piraten wichtiges weil lehrreiches und fundiertes Buch – was auch klar unsere eigenen Schwächen zeigt, (eine fachliche Besprechung gibt es hier nach Anmeldung) die sagen die PIRATEN spiegeln keine Rolle in der Bundestagswahl was selbst Piraten intern klar war, bis hin zum  Trierer Politologe Uwe Jung der im Deutschlandfunk sagt  das ganze Projekt PIRATEN ist in einen „spielerischem Dilettantismus“ gemündet.  

Für mich der diese Branche kennt, wundert es sehr aber trifft das was ich selbst an der Universität in diesem Fach  erlebt hatte das viele mehr Momentaufnahmen abgeben anstatt durch den Digitalen Wandel bedingt sich Möglichkeiten und Entwicklungen anzusehen. Zynisch könnte man sagen, dass mit gleichem Denken man der SPD, die eine Vereinigung verschiedener damaliger relativ neu entstandener Arbeiterparteien war die sich auf die damalige neue Theorie von Karl Marx berufen, nach ihren Problemen durch den damaligen deutschen Staat unter Bismarck nach ihrem (erzwungenen) Verschwinden keine Rolle mehr spielen werden. Die Geschichte ist dann jedoch wie wir alle wissen anders verlaufen. 

Man kann sagen die PIRATEN haben für viele als Projektion ihrer Wünsche, Ideen und Hoffnung gedient sei es Mitglieder, Journalisten oder teils des Führungspersonals aber man war nicht daran interessiert diese welche so verschieden waren wie es die Anzahl der Personen sind, teils wie man z.B. an Christopher Lauers damaligen innerparteilichen Verhalten sehen konnte in einen Konsens zu bringen und verhielt sich darauf wütend wie ein „enttäuschter Liebender“, sei es Ex-Pirat (mit und ohne Funktion/Mandat) oder eben von Seiten mancher aus Medien und Gesellschaft. Man kann es sehr gut an dem Artikel in der Stuttgarter Nachrichten erkennen, wo vermeidliche „prominente Kenner“ der Partei ihre eigene Rolle in ihrem Sinne darstellen und eine mediale Plattform kriegen. Über die damaligen Strippenzieher der Partei wurde auch 2012 in SPIEGEL-ONLINE von Annett Meiritz berichtet und wenn man die Namen aus heutiger Sicht liest – sind viele von ihnen die medialen „Kenner“ der Partei immer noch auch wenn heute sicher andere Personen an ihrer Stelle getreten sind, wovon so ziemlich zu 99% kaum öffentlich wahrgenommen werden, was den meisten wohl auch teils recht ist – nicht aus Intransparenz sondern da sie in der Partei intern bei vielen auch Gewicht, Gesicht und Namen haben – sondern vielmehr da man gewisse persönliche Erfahrungen anderer Personen gerne vermeiden will. Dabei sollte man das „Strippenzieher“ heute mehr mit Anführungszeichen verwenden. 

In der damaligen Debatte um Gamergate und die Rolle von Frauen im Netz und damit Spiegelbildlich bei den der Piraten welche eine lautstarke Gruppe im Netz betrieb, kann ich feststellen, aus meinen eigenen Erfahrungen gerade aus den Communities wo auch viele Frauen oft in Administrator Positionen waren und immer noch sind, das es für viele am Anfang erst einmal befremdlich war. Bei „Electra“  einer Administratorin in Battleknight, (die auch in der Frühzeit von Ogame1 – diese wurde damals von „Fans“ anderer Personen in der Community angegangen und wurde doch dann durch ihre gute und authentische Art und Arbeit – obwohl man ihr „prophezeite“ sie wird nie wirklich in der Community angenommen, nachher den „Ehrentitel“ „Board-Mama“ verliehen und viele weibliche User wenn man denn wusste das sie weiblich waren, viele was gerade in frühen Netzzeiten normal war und sicher auch den damaligen langsamen Internetgeschwindigkeiten geschuldet waren, ließen ihr Geschlecht generell „offen“ im Netz nahmen ein anderes für ihre „Netzidentität“ an und agierten so „freier als in der Gesellschaft“. Heute in Zeiten von Instagram haben sich sicher auch die Netzregeln teils mehr der Gesellschaft angepasst und auch den Umgang „modifiziert“. Man kann es sicher sehr gut auf Instagram beobachten wo viele Frauen sich in „erotischen Posen“ „präsentieren“ und man kann anhand der Quote der Kommentare gewisse Schlüsse ziehen. Teils ist es aber auch so das damals in den beginnenden 2000er es ähnlich war, doch hatte man sicher nicht die Möglichkeiten sich so „medial zu präsentieren“ und wurde das Netzgeschehen noch viel stärker getrennt vom „richtigen Leben“ wahrgenommen.

Seit Gamergate welches im Jahr 2014 statt fand hat sich das Netz weiter entwickelt. Es ist sicher im Moment mehr „weiblicher Dominierter“ in Bereichen die früher kaum eine Rolle gespielt haben teils sicher durch die bessere visuelle Präsenz die das Netz heute ermöglicht und welches man da ein gewisses Alter sich mehr gerade wie man bei Instagram sehen kann präsentiert, gleichzeitig typisch für den Altersschnitt medialer Präsenz der Geschlechter in den Medien nur widerspiegelt. Dabei haben in jungen Jahren Frauen die Überhand bevor sie je älter werden mehr und mehr in den Hintergrund treten. (Ein Schelm der böses dabei denkt! 😉 ) Ähnlich ist es sicher auch bei den Followerzahlen der Leute die sich im Netz präsentieren, wobei die Kohorteneffekte nun zeigen das halt immer neue Leute nachkommen und wenn auch die Plattformen einem stetigen Fluß unterworfen sind. Die Gamergate Debatte zeigte halt wie plötzlich vielen der angeblichen „Nerds“ klar wurde das sie „das Internet nicht für sich alleine“ haben – und doch ist es mehr eine gesellschaftliche Debatte gewesen, da auch sie dem damaligen Klischee erlegen waren, dass „nur Männer das Netz nutzen und „hinter „jedem hübschen Frauenavatar im Netz“ – ein dicker pickliger Typ steckt.“ Dies war nicht nur das Klischee der Leute im Netz sondern wurde auch Medial und von der Gesellschaft gerne verbreitet und medial aufgegriffen. Die Gamergate Debatte war ein Zeichen, dass sich das Netz wandelt und es war mehr ein Abbild eines Wandels auch im Gesellschaftlichen Sinne im Netz. Wie exotisch es generell aber auch für die Gesellschaft entgegen des eigenen Anspruchs ist, zeigt alleine die sexistische Schlagzeile über Marina Weisband als die „schöne Piratin“ auf N-TV 2012  zur Hochzeit der Piraten, welche dann die Partei verlassen hat. Und ganz klassisch die BILD welche über Marinas Heirat den Artikel über diese ähnlich betitelte. Damit verlangt eine Gesellschaft  von den PIRATEN  weiter und besser und anders zu sein, als sie es selbst gerne pflegt. Im Gegenzug aber  der Partei auch die Möglichkeit abspricht, sich immerwährend zu wandeln und weiterzuentwickeln.

Fazit

Als Fazit bleibt daher zu ziehen – gerade das solche Debatten sich in gewisser Abwandlung damals auch in der Frühzeit der PIRATEN widergespiegelt haben ist dabei nicht verwerflich und sollte ihnen nicht zur Schande gereicht werden. Es zeigt vielmehr das diese Partei welche eine „politische Verlängerung des Internets“ darstellt eben diese Debatten in gewisser Form aufgreift, ja aufgreifen muss! Dies zu missbilligen und ihnen zum Vorwurf zu machen, verkennt die politische Rolle von Parteien in der Politik an sich.

Mit Anja Hirschel als Spitzenkandidatin der PIRATEN im letzten Bundestagswahlkampf kann am Ende das Fazit für die PIRATEN stehen, das sie entgegen aller Klischees die über sie existieren sie sich eben allen „Mythen“ zum Trotz eben weiterentwickelt haben und damit genau den Wandel widerspiegeln den auch das Netz in den letzten 10 Jahren durchgemacht hat. Sie sind weiblicher und doch sich in gewisser Weise treu geblieben, etwas was man ihnen (immer noch) abspricht und lieber seine „alten Mythen“ pflegt.Wenn gewisse Debatten die aktuell (zurecht und verständlicherweise) innerparteilich kamen, die sich am reinen Männerlandesvorstand der PIRATEN NRW entzündeten, verkennt dabei die Situation die damals beim Parteitag 2017 herrschte.

Wie auch, die unterschiedliche Situation wie sie der aktuelle Bundesvorstand der PIRATEN widerspiegelt und auch in anderen Landesvorständen der PIRATEN der Fall ist. Und klar bilden sie da die PIRATEN eben auch ein Kind der Gesellschaft sind in der sie leben und in einem Alter sind wo gewisse gesellschaftliche Zwänge sich anders auf die „Freizeitpolitiker“ auswirken, als auf anderen größeren Parteien die im Bundestag sind. Auch wenn man die Gesellschaft ändern will ist man dennoch und gerade  und auch manchmal leider ein Produkt ihrer Mechanismen.

 

 

1Ogame war damals Anfang der 2000er eines der größten Browserspiele welche damals sehr beliebt waren im deutschsprachigen Raum. Es bekam ab einer gewissen Größe der Nutzerzahlen damals eine für damalige Verhältnisse hohe mediale Aufmerksamkeit.

 

 

1Lustigerweise schienen bei Battleknight einige der damaligen User auch viele Jahre danach sich noch an mich zu erinnern & anscheined wenn nach 6 Jahren nach meinem Abschied nen Thread auftaucht wo man sagt wo ich selbst schon lange nicht mehr aktiv im Board war das man „mich liebt“ und kein Flame-War ausbricht, dann hat man doch so einiges richtig gemacht 😉 http://board.de.battleknight.gameforge.com/board119-archive/board128-archiv-für-battleknight-im-schatten-des-rittertums/board217-archiv-fun-spam/48934-ich-liebe-al-davoodi/

1Interessant ist auch der Artikel über „Gamergate und die Folgen“ von

Yasmina Banaszczuk http://dasnetz.online/gamergate-und-die-folgen/

1Man sieht die Sache wenn man den Twitterverlauf sich kurz ansieht wo er dies dann im Bezug auf die Piraten tweetete

1Eine Betrachtung zur allgemeinen Medienbetrachtung der Piraten hatte „der Sperling“ in der Piraten nahen Online Zeitung „Flaschenpost“ gebracht. https://flaschenpost.piratenpartei.de/2016/04/05/presseberichterstattung-in-deutschland-beispiel-piratenpartei/

1Ein weiteres Beispiel ist sicher im Blog den Beiträgen: „Die verlachten Pioniere“ des digitalen Wandels“ & „Willkommen im Zeitalter der digitalen Defizite“.

1Stand 7.4.2018 13:38 Uhr (!)

Veröffentlicht unter Piraten | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | 4 Kommentare

Soziales: Mehr Schein als Sein – Eine Gefahr für uns alle

Der Plagiats-Skandal um „den Poeten“ Deno Licina der eine Menge „seiner Sprüche“ durch Copy und Paste von anderen Internetquellen abschreibt und sich einfach zu Vermarkten weiß, passt gut in diese Zeit. Sei es durch Karl-Theodor zu Guttenberg und seine „Plagiatsaffäre 2011“ was ein perfektes Beispiel für diese Zeit war und ist. Aber auch die „Verehrung“ die einem Christopher Lauer entgegengebracht wird und der damals bei den PIRATEN die Partei als Plattform für seinen „persönlichen Ruhm“ nutze. Das er nun dabei ist Positionen zu vertreten die so alles andere zu seinen Wurzeln passen, und der kurz nach den PIRATEN zu Springer AG wechselte zeigt es es mehr auf den Schein als auf das Sein ankommt.

Heute denken viele (junge) Frauen das sie durch Posts auf Instagram wo sie nur leicht bekleidet posieren und dann dabei Produkte „bewerben“ sie dadurch berühmt werden und ein Einkommen bekommen. Aber es ist nicht nur dort ein Problem. Man sieht es quer durch die Bereiche der Gesellschaft. So schrieb Prof. em. Richard Münch unter „der Schein ist wichtiger als das Sein“, über die Exzellenzinitative der deutschen Universitäten. Er kritisiert im Kern das gerade das Fokussieren auf den Markt unter Opferung des eigentlichen Zwecks die Universitäten bestimmt. Die Auswirkungen durch mehr als 10 Jahre Bologna-Prozess auf das Denken auch im sozialen und politischen Sinne für die Millenials welche primär davon betroffen sind hatte ich in einem Beitrag für die PIRATEN beschrieben.

Was kann man stattdessen tun? – Was bedeutet es für „uns“?

 

Erst einmal das „uns“ gibt es wohl so nicht. Die sogenannten „Digital Natives“ sind wohl (was nicht wirklich überrascht,) unterschiedlicher und heterogener als man bisher dachte. Man konnte einen Vorgeschmack sicher darauf damals bei den „Flügelkämpfen“ der PIRATEN bekommen wo viele der damaligen Akteure die abgewandert sind nicht gerade daran interessiert waren am Ende ein gemeinsames Ziel im Auge zu behalten. Es ging den meisten wohl nur um das eigene Ziel und den eigenen Erfolg. Dabei war es egal ob man das „Schiff auf dem man gemeinsam segelte“ am Ende doch „versenkt“. Man kann wie es für viele „normal“ ist und auch durch Studien belegt dann schnell die Gruppe bzw Partei wechseln. Für alles bereit sein und alles sich offen halten ist auch dort in unserer Generation die gewünschte Devise.

Was man früher gemacht hat ist eigentlich egal, ebenso die Konsequenzen des Handelns daraus. Man ist unter dem Druck sich ständig selbst zu „optimieren“ was man daran sieht, das man Parteien, Vereine, Jobs, Freundschaften und Partnerschaften wechselt wie es gerade in den Kram passt. Man ist unter dem Druck sich immer wieder neu zu erfinden und doch suchen viele Leute nach „dem Echten“ und den Dingen die einen das Leben begleiten und Konstant bleiben. Vielleicht macht gerade diese Sehnsucht die Stärke vom Angela Merkel aus.

Man kann schnell der Verführung erliegen das man durch den schönen Schein man sich eine Fassade aufbaut und in dieser „Welt“ lebt. Gerade Instagram hat da vielen Menschen die passenden Möglichkeiten gebracht. Was es für die eigene Psyche ausmacht wenn man weiß das es alles nur eine Fassade ist, hatte Essena O’Neil berichtet. Über diese Scheinwelt auf Instagram hatte die Brigitte einen Artikel gebracht.

Natürlich ist alles im Netz „unreal“ und doch ist es nicht. Es beginnt sich gerade zu Verändern. Wenn ein Donald Trump twittert ist es doch etwas was man heute mit politischen realen Konsequenzen zu tun hat. Die Washington Post brachte in einem Artikel im Jahr 2015 wie „trollen“ durch das Netz zu einer „neuen Form der Diplomatie“ werden könnte.

Daher ist es wichtig wenn wir uns als Gesellschaft in Deutschland und dem Westen nicht vor der Digitalisierung und den Konsequenzen verstecken. Auch wenn viel medial darüber berichtet wird in Deutschland so sehen es viele Wähler gerade unter den Babyboomern aber auch andere Gruppierungen im jüngeren Alter es als etwas Irreales an.

Das Netz verstärkt klar unsere Tendenzen welche wir in der Gesellschaft haben. Man verfällt gerne dem Schein und es ist für jeden einfacher einen Schein aufzubauen. Am Ende hat dies alles aber in jeglicher Form reale Konsequenzen. Auch wenn man oft behauptet das Netz und der Schein zählt nicht,so muss man sagen das es ein fataler Irrglaube ist.

Authentisch und Real sein ist sicher da die bessere Antwort auch wenn der Weg ein schwerer und langer ist. Das gilt ebenso für das Netz wie außerhalb des Netz. – Die Sehnsucht nach etwas authentischen hat zu Donald Trump geführt und man durfte dann feststellen das es alles doch nur Schein war.

Veröffentlicht unter Soziales | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Politik: Mein Beitrag auf der Pirate Security Conference 2018

Ich hatte auf der diesjährigen Pirate Security Conference einen Vortrag über den Iran gehalten.

Man findet den Vortrag und die Diskussion mit mir und Enno Lenze auf der Website der Konferenz.

Ich dachte ich stelle die Slides und das Skript zum Vortrag mal hier in den Blog. Vielleicht macht es der einen oder anderen Person Freude.

Anhänge:

.Vortrag Secon Iran ar work1  Schoresch

Veröffentlicht unter Außenpolitik, Iran, Leben, Politik | Verschlagwortet mit , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Soziales: Das Abtreten des Kleinbürgers sei er links-alternativ oder rechtskonservativ bis – extrem wird nicht ohne Konflikte sein – Eine Einordnung für die nahe Zukunft und Warnung an uns Digital-Natives

 

Ich bin es echt so leid, das ich mich mit jedem „Netz-Noob“ im „RL“ herumschlagen muss. Ich hatte mich dazu schon letztens geäußert, aber es ärgert mich immer noch. Es kann echt nicht sein das diese Leute auch wenn ich sie aus ihrer Perspektive verstehe den Leute die im Netz aktiv sind „ihre Wahrheit“ vorschreiben wollen.

Es kann doch nicht sein, dass sie meinen wir sind die „Exoten“ und sie wüssten wie die Welt die immer so sei wie sie ist immer bestehen möge. Man sieht wenn man die Berichte in den Medien liest und auch Fachberichte wie sich die Welt durch die Digitalisierung verändert und wie sie auch auf soziale Regeln und Normen Einfluss nimmt. Soziale Grenzen und Milieus entstehen so neu und die Grenzen sind dabei zwischen den Menschen anders zu verlaufen. Alles fließt und ist im Umbruch. Wenn ich mich so umschaue und sehe wie Sozialarbeiter jungen Menschen erklären wollen, dass das Netz eine Bedrohung für sie ist vor der man sie abschirme muss ohne Bereit zu sein ihnen die Fähigkeiten zu geben sich mit der „kommenden neuen Welt“ einzulassen und sich in ihr zu behaupten wird mir traurig ums Herz.

Wenn ich im Familienleben sehe wie die Grenzen auch hier verlaufen und Leute aus der „analogen Welt“ vieles der digitalen Errungenschaften und Dynamiken ablehnen und behaupten und durchsetzen wollen anhand von Ideen die mehr und mehr Relikte anderer Zeiten sind und dabei auch nicht bereit sind Dinge im Zusammenhang zu sehen, weil es nicht deren Fasson entspricht muss ich innerlich traurig lachen aber es vorerst akzeptieren. Es ist in Ordnung und ich verstehe diese Perspektive. Doch es ist so das die Welt und auf vielen Gesellschaftlichen Ebenen gerade die Karten neu gemischt werden. Es ist wie zur Zeiten der beginnenden industriellen Revolution welche alte Werte und Normen ablöste von etwas neuem und die bisherige Standesgesellschaft neu mischte. Leute die damals in der Mittelschicht waren wie Handwerker und andere fanden sich plötzlich in neuen Gegebenheiten wieder und ja es waren die Händler und kleinen Adligen die plötzlich Industrielle wurden und die Gesellschaft und die Geschicke des Landes bestimmten.

Wandel  hat es  immer gegeben – damals wie heute

 

Heute hat man in gewisser Maßen eine ähnlich Ausgangslage. Debatten die auf Twitter entstehen bekommen ein Echo durch „klassische Medien“ für die Leute die außerhalb von Twitter sind. Man erkennt es gerade sehr gut an Donald Trump in den USA: Doch für die meisten Leute ist es ein Mysterium und sie denken das die sozialen Schranken ihrer bekannten Welt auch im Digitalen existieren. Für sie wäre es unvorstellbar das Leute gerade auf Twitter sich wenn sie gewisse Fähigkeiten und eine Art des Wissens haben sich selbstverständlich mit Fachleuten und anderen Menschen die sie sonst nie durch die sozialen Gegebenheiten in der Welt da draußen erreichen können und in der Lage sind sich auf gleicher Augenhöhe auszutauschen.

Für diese Menschen klingt es alles wie eine „Spinnerei“ weil es mit ihren kleinbürgerlichen Welten nicht zusammenpasst. Diese Menschen sind vor allem mit Leuten in Kontakt die sie über ihre persönliche Ebene kennen und man fürchtet sich vor dem Neuen. Was bei ihnen zu beobachten ist, ist der Druck den sie ausüben um andere Menschen in die ihnen bekannte und in ihren Augen bewährte Form der Konformität zu bringen. Für uns „Digital Natives“ ist es lehrreich wenn auch anstrengend mit solchen Menschen (zwangsweise) zu tun zu haben. Man kennt sie von Verwandten und Bekannten und doch wird sich die Schnittmenge die jetzt noch existiert in einigen Jahren und Jahrzehnten auflösen. Die Digitalen Gewinner werden sich mehr ihre eigene Welt in der „realen Welt“ aufbauen. Man kann es beispielsweise sehr gut im Silicon Valley erkennen, was ein eigener Mikrokosmos mit eigenen Werten und Normen ist. Man berichtet darüber wie wenn man in eine ferne exotische Welt fährt, doch wird sich ähnliches auch an anderen Orten breit machen. Berlin welches eine sehr gute Start Up Szene hat wird sicher ähnliche Mikrokosmen hervorbringen, die die bisherigen ergänzen und teils ersetzen wird. In diesem kommenden Digitalen Takt werden sich die Menschen bewegen welche über das nötige intellektuelle und soziale Kapital verfügen und sie werden sicher auch mehr und mehr die nötigen Finanziellen Mittel verfügen. Sie werden an die Seite der bisherigen Eliten treten und sie teils absorbieren.

Für diejenigen die sich aufgrund ihres Weltbildes welches oft des wie die neu erstandene Rechte als Feindbild sieht, wird dadurch kein Platz sein. Es ist ein Kampf zweier Milieus die beide doch am Ende als Verlierer dastehen lässt. Es erinnert an das 7. Jahrhundert um eine Parallele zu ziehen, als Byzanz und das persische Sassaniden Reich beide verbittert um die Vorherrschaft kämpften und dadurch so ermattet waren, das sie dem neu entstandenen Islam keine Kraft mehr entgegen bringe konnten. Die bis heute die Welt bestimmenden Konsequenzen sehen wir.

Ähnlich wird es mit der Digitalisierung und den sich langsam anbahnenden und in ihrer Konsequenz in Zukunft immer stärker werdenden Auswirkungen sein. Es bringen sich heute spielerisch und chaotisch Leute in Stellung die in Zukunft davon profitieren werden. Sie werden von den anbahnenden Verteilungskämpfen verschont bleiben.

Es muss daher eine Debatte in diesem Land stattfinden was man machen soll. Wie sind die Werte und Normen und gerade das Milieu welches dem kritisch entgegensteht das kleinbürgerliche welches sich vom Abstieg teils bedroht sieht und wenn nur in ihrer ideologischen Überlegenheit in der Fähigkeit, allen die Werte und Normen zu diktieren.

Den „digitalen Vorreitern“ wird es sicher schwer fallen die da wo sie überall entstehen wie die „Exoten und Verrückten“ wahrgenommen werden, die man wenn sie in den Medien und  sind wie die „Zootiere“ begegnet und gesellschaftlich wahrnimmt und die  aktuell anfangen müssen zu kämpfen um sich wirklich  zu behaupten. In Deutschland sind (leider) viele stolz auf ihre „digitalen Defizite„. Viele Menschen (auch wenn es nicht gedacht wird jüngere Menschen) sehen es als Auszeichnung, das man damit „besser ist“ weil man sich auf die „realen Dinge“ fokussiert. Für viele ist das Internet und die Auswirkungen des Internets nicht „real“, allen Debatten und Erkenntnisse um die Wahl von Donald Trump zum US Präsidenten zum trotz, weil man das Gefühl hat „dieses Internet“  welches von vielen  auch im Jahr 2018 immer noch ganz im Sinne der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel als „Neuland“ empfunden wird – in „der Realität des „guten (Klein-)Bürgers“ keine Auswirkungen hat. Man muss sich wenn davor schützen da es mehr eine Gefahr ist. Es wird so durch die Politik kommuniziert und man nimmt die Berichte um den Einfluss von Facebook was die meisten „nur zum lesen von Nachrichten von Freunden und Bekannten die man aus dem „RL“ kennt“. Dabei machen sie sich nicht bewusst wie sehr sie selbst dadurch in die digitalen Strukturen und Prozesse eingebunden sind. Wenn man jemanden auf digitale Themen anspricht, bekommt man oft als Antwort, „das man eh nicht auf Facebook ist“ und damit glauben viele Menschen die digitalen Umwälzungen würden ihr (Klein-)Bürgerliches Leben und die Ordnung in der sie aufgewachsen sind nicht tangieren.  Es dient aber auch, als Abgrenzungsmerkmal gegenüber den Digital-Natives , (wahrscheinlich sind wir weniger und eine kleinere Minderheit als wir selbst meinen, was der Soziologe Antonio Casilli  in dem verlinkten Beitrag sagt, erlebe ich massiv im Privatleben und sorgt für massive Konflikte. Für mich hat die immer währende Auseinandersetzung mit diesen Menschen  und ihrer gerade zu missionarischen Überzeugung ihre „Wahrheit“ mit fast schon arroganter verbaler Gewalt durchzusetzen,  zu diesem und dem Blogpost davor geführt) und man versucht diese (vermeidliche) Tugend, da man merkt sie ist wenig attraktiv mit verbaler und publizistischer Gewalt, ähnlich wie bei der Verteidigung des geozentrischen Weltbildes durchzusetzen.

Der „deutsche Michel“ fürchtet & bekämpft alles was er nicht kennt – Wandel wird als widernatürlich gesehen

 

Es ist der Deutsche vor allem Kleinbürger, der auch wenn er oder sie jung ist das Versprechen glaubt, dass wenn er oder sie angepasst sind, für sie die damalige „Heilsversprechen“ durch die deutsche (Klein-)Bürgerliche Gesellschaft erfüllt werden. So wird wenn sie den Werten und Normen folgen und das gewünschte Verhalten zeigen, ihnen soziale und finanzielle Sicherheit, auch in Zeiten der globalen Veränderungen sei es durch Globalisierung oder Digitalisierung garantiert sein. Die immer währende Gefahr des soziale Abstiegs wie sie in Deutschland gerade durch Hartz IV gegeben ist lässt sie daher fügsam und Neuerungen und Experimenten weniger aufgeschlossen sein.  Diese Überzeugungen  zeigen sich in den  der Digitalisierung „kritischen“ Aussagen der SPD und CDU wie auch der GRÜNEN und LINKEN. Sie alle haben gemein, das sie de facto die Digitalisierung nicht als Chance zu sehen die Zukunft und die Herausforderungen zu gestalten – sondern vielmehr als „undeutsche Tugend“ welche abzulehnen und einzudämmen ist. Dies kann vielfach gesehen, sei es gesetzlich wie es Heiko Maas mit seinem Hate-Speech Gesetzen letzte Legislaturperiode versucht hatte.

Damit steht er klar in der deutschen Tradition des väterlichen Obrigkeitsstaat steht und die damaligen Reaktionen am Aufstieg der PIRATEN  sehen wurden publizistisch wie sich gerade  Anett Meiritz vom SPIEGEL hervor getan hatte, als eine Gefahr für die vermeidlich progressive doch in Wahrheit restriktive (Klein-)Bürgerliche Ordnung und Denkweise gesehen. Hier zeigt sich, auch gerade dem angeblich alternativen –  doch in seinem Wesen auch dort der „Kleinbürgerlichen Spießbürger“auch in der jüngeren Generation das Denken und Handeln prägt. Der Kampf um den Wandel ist kein Generationenkonflikt (!) sondern es ist mehr ein Konflikt der personellen Präferenzen und Persönlichkeitsstrukturen quer durch alle Altersgruppen und sozialer Milieus wie er immer in Zeiten des Wandels war. Es ist ein Zeichen, dass sich die sozialen Milieus neu organisieren und Wandeln und ihre Hierarchie und die Möglichkeit über gesellschaftliche Mittel in all ihrer Formen neu ermitteln und erstreiten. Die Personen welche neugierig dabei sind neue Wege zu gehen, werden spöttisch betrachtet und ab einem gewissen Zeitpunkt versucht man sie sei es in der  bürgerlichen Kleinfamilie oder durch die Institutionen wenn man auf sie angewiesen ist auf die gewünschte sozial akzeptierte Linie zu bringen. Trotz aller angeblichen Versprechen, dass „jeder nach seiner Fasson“ sich persönlich entfalten kann ist die soziologische Literatur voll davon, das dem Individuum in seinem Streben durch gesellschaftliche Normen und Werte enge Grenzen gesetzt sind. Die Digital-Natives sind jeden Tag aufs neue dabei diese Grenzen zu überschreiten und neu zu definieren und da man merkt, dass diese inzwischen eine (vermeidliche) Sogkraft auf andere Entwickeln versucht man auf diese den Druck sei es allgemein oder in der Kleinfamilie auf die gewünschte Linie zu bringen.

Der Wunsch nach Sicherheit und Stabilität lässt niemanden mehr atmen – Er sorgt für eine Welt der Unfreiheit in Denken und Leben

Dies ist nur natürlich was man auch daran ablesen kann, dass in der jüngeren Generation der Trend hin zur Ehe wieder stärker wird, da sie für die Personen die Hoffnung verbindet durch das Adaptieren traditioneller Lebensformen und Werte so das (vermeidliche) Versprechen Stabilität in unsicheren Zeiten, welche durch die weiter voranschreitende Globalisierung, sozialen Umbau und der sich immer allgegenwärtigen Digitalisierung welche beginnt langsam ihre Auswirkungen anzudeuten, schützen soll- Dieses (vermeidliche) Gefühl durch die Wahl in Leben und Denken nach „traditionellen Werten“ wird daher mit allen Mitteln auch geistig verteidigt. Vertreter andrer Ideen und Lebensweisen werden als Gefahr gesehen, wie man auch an Untersuchungen sehen kann, das man in Deutschland gesellschaftlich zwischen den Milieus intoleranter wird und andere Lebensformen ablehnt. Das „Erblühen der AfD“ ist da nur ein radikales „klassisches Beispiel“ dieser Entwicklung man findet sie aber in anderen Facetten gerade auf die Digitalisierung gemünzt bei den GRÜNEN wieder. Auch die LINKE versucht mit der Abgrenzung zur Mehrheitsgesellschaft und dem kultivieren (vermeidlicher) Sozialromantik weniger den Wandel zu gestalten sondern ihn mehr einzudämmen. Allgemein sieht man in der deutschen Politik quer durch alle Parteien einen Trend zur Abwehr des Wandels.

Die FDP  versucht da eine liberale Ausnahme zu bilden, konzentriert sich dabei aber vor allem auf die wirtschaftlichen Möglichkeiten und Chancen, während einzig die PIRATEN von Anfang an bereit waren und sind die Veränderungen in ihrer Gesamtheit politisch und gesellschaftlich zu begegnen. Gerade deswegen wird den PIRATEN auch von Seiten junger Menschen entgegen der allgemeinen Vorstellung mit fast schon Hass und Feindseligkeit begegnet, sieht man sie doch als Gehilfen eines Wandels an, der die kleinbürgerliche Sicherheit bedroht nach der man sich sehnt und welche die meisten in ihrem Elternhaus kennengelernt haben. Aus den gleichen Motiven wird oft von den gleichen Leuten die Ideen und Forderungen des Feminismus trotz Lippenbekenntnisse abgelehnt oder man hält sich an den Irrglauben, dass man als junge Frau heute keinen Feminismus mehr braucht. Das Beispiel der Jungen Alternative für Deutschland die eine Kampagne starteten wieso man als junge Frau keinen Feminismus mehr braucht und welches für das linke und liberale Spektrum ein (vermeidliches) Paradebeispiel für die Vertreter der jungen Generation ist, welche den Wandel ablehnt aufzeigt. Ironischerweise lehnen diese Gruppen einen Wandel welcher ihrer eigene Komfortzone betrifft, wie es der digitale Wandel tut diesen ebenso energisch ab wie die rechtskonservative bis rechtsextreme Junge Alternative. Beide Seiten verkennen in ihrem mit unterschiedlichen Anstrich festhalten an der traditionellen (Klein-)Bürgerlichen Welt und ihrem Heilsversprechen, den Druck nach Anpassung in Leben und Denken.

Natürlich sobald man gezwungen ist, aus der (Klein-)Bürgerlichen Idylle wieder aussteigen, ist man vor allem als Frau dann massiv mit den Schattenseiten der (Klein-)Bürgerlichen Welt konfrontiert. Jedoch hofft jede/r das es einen selbst nicht treffen wird. Genau diese Angst vor dem Verlust der (Klein-)Bürgerlichen Idylle lässt das Individuum aggressiv gerade im persönlichen und familiären Umfeld agieren, weil man hier die Bedrohung durch den Wandel am schmerzhaftesten wahrnimmt. Abweichler die man „schätzt“ und „kennt“ werden hier als Verirrte gesehen, die man auf einem ketzerischen Irrweg zum versprochenen Seelenheil wahrnimmt und wo man Inquisitor und weltlicher Richter in Personalunion zu sein hat.

In einem extremen Beispiel kann man es im Umgang in sozialen und psychischen Einrichtungen sehen, wo man den „vermeidlich Abgehängten und Ausgesetzten der Gesellschaft“ die eigene Beurteilung wie diese mit dem Wandel umzugehen verwehrt. Ganz im Sinne des (Klein-)Bürgers sieht man für die Bewohner dieses „speziellen Milieus“ sich in der Verantwortung die Leute vor Konsequenzen und „einer Welt“ zu schützen von welcher man in seiner in den in den Sozial- und Pflegeeinrichtungen von Seiten des Personals annimmt diese wie man als (Klein-)Bürger selbst überfordert ist. Die Möglichkeit die das Internet gerade in seiner „Geburts-DNA“ als (vermeidliches oder reales) Heilsversprechen hat allen Menschen egal welcher Herkunft und sozialer Schicht und Milieu Chancen und Möglichkeiten zu geben, wird dort ganz im Sinne des (Klein-)Bürgers als „fauler Zauber“ begriffen.

 

Digital Natives – Unser bisheriges Verhalten schwächt uns, wir müssen aus den Fehlern der Anderen und aus unseren eigenen lernen

Wir Digital Natives müssen uns klar über die sozialen Grenzen und Milieus hinaus stärker vernetzen und aufbauen um die Vorherrschaft in der Gesellschaft eines Tages einfordern zu können. Es wird ein weiter Weg sein aber am Ende wird es an ihnen und ihren Ideen und neu entwickelten Werten liegen dieses Land nach vorne zu bringen, damit das bestehende sich entwickeln kann um nicht im Strudel des Wandels doch unterzugehen. Die Gefahren entwickeln sich und die aktuelle Reaktion in Politik und Gesellschaft erinnert an die Schlafwandler die in den ersten Weltkrieg gingen um am Ende ihre Welt damit beerdigten.

Ebenso sollten wir  Digital Natives zusammen arbeiten und aufhören das jeder für sich kleine Projekte macht die gut gemeint sind, uns aber zersplittern. Ebenso sollten wir den Fehler den linken Gruppierungen des 20. Jahrhunderts vermeiden, uns gegenseitig weil man nicht 100% die gleichen Ideen und Meinungen hat zu teilen zu bekämpfen. Sonst können wir den anstehenden Wandel und die Herausforderungen national und international nicht gestalten. Am Ende wird sonst die kleinbürgerliche Welt im alles gleich machenden Nationalismus und Sozialismus versuchen alles mit Gewalt zu bewahren, was sich nicht mehr bewahren lässt. Diese Situation kennen wir aus dem 20. Jahrhundert wo die Realität mit Gewalt der (vermeidlichen) Idee angepasst werden soll. Die Kleinbürger die um ihre Sicherheit und Macht fürchten sammeln sich deswegen ja nicht umsonst in den Parteien welche den Wandel verhindern wollen sei es AfD, LINKE oder GRÜNE.

Der Kleinbürger und seine Strukturen haben uns Digital-Natives vom Anfang an den Fehdehandschuh hingeworfen. Ihre ersten Schläge konnte man in den Flügelkämpfen und Agieren bei den deutschen PIRATEN sehen und sie setzen es auf allen Ebenen fort. Es wird Zeit das wir wie man an dem typischen Beispiel bei Netzpolitik.org zur Bundestagswahl sehen konnte  nicht machen  und uns sektenhaft gegenseitig bekämpfen, sondern dass wir stattdessen trotz aller Unterschiede im Detail, zusammen arbeiten. Alleine werden sie uns besiegen und still kriegen und ohne Kurs in den Malstrom der digitalen Veränderungen untergehen und aus Trotz uns mitreißen wollen.

Wir Digital-Natives müssen daher wach werden, wir müssen aufhören nebeneinander und getrennt kämpfen. Wir müssen laut werden und auch bereit sein die gesellschaftliche Führungsrolle von den Kleinbürgern anzugreifen – sie herausfordern damit nicht am Ende alles in einer historischen Katastrophe endet. Der Kleinbürger und seine alte Welt muss zwar nicht auf den „Müllhaufen der Geschichte“ doch wir sollten ihn von seinem Platz auf der historischen Bühne hinausbegleiten.

Veröffentlicht unter Politik, Soziales | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Leben: Leute die das Netz atmen und welche die Außerhalb stehen – Ein Konflikt und RANT

Ich lege meinen Facebook Account still. Vielleicht kommt noch bald mein Instagram Account dran weil ich da nicht so agieren kann wie ich will. Einfach mal aus Spaß posten und selbstironisch sein wird von Teilen meiner Familie nicht gerne gesehen. Sie scheinen mich regelmäßig zu googeln und zu schauen was ich im Netz so mache und es dann mir per Facebook zu schreiben. Ich kriege oft auf Familienfeiern oder Treffen gesagt, dass das was ich im Netz mache nur Murks ist und sie wissen wie man es besser macht obwohl sie nie wirklich aktiv sind und es für sie de facto „Neuland“ ist.

An meinem Geburtstag wurde ich letztes Jahr massiv angegangen und beschimpft für das was ich im Netz mache und man hätte meine Tweets gesehen und als ich versuchen wollte es zu erklären wurde mir gesagt, dass ich „eh nur mit Spinnern und komischen Leuten im Netz zu tun hätte und man eh nicht sich für meinen Scheiß interessiert.“ Na ja, ich hab mir dann mal meine Follower auf Twitter angesehen und mir meinen Teil gedacht. Ich wollte es erklären doch kam ich nicht dazu. Man hatte seine Festgelegte Meinung und ich hätte mich dem zu Fügen.

Klar mit dem was ich im Netz mache und wo ich mich bewege, gehöre ich mit meiner langjährigen Erfahrung auch aus den frühen 2000ern stammende Erfahrung im führen von Netzcommunitys wie damals bei Ogame und Battleknight zwei Spiele von der Gameforge, welche damals sehr aktiv waren und die Teils einige Medienberichte damals bekommen haben, war ich obwohl ich es kaum aktiv spielte in der Community und auch bei den damaligen Leuten der Firma auch im RL bekannt und man schätzt sich teils bis heute. Es sind viele Freundschaften damals entstanden und mache dauern bis heute an. Diese Erfahrung aus der Zeit helfen mir heute sicher vor allem auf Twitter die Sachen zu machen die ich mache.

Was mache ich da? – Ich bin halt politisch bei den Piraten aktiv ich schreibe Berichte die Teils auf der Homepage der Piraten erschienen (wie hier, hier, und hier) sind und teils woanders.

Ich habe auf der Pirate Security Conference 2018 einen Vortrag unter anderem gehalten was man auf der Homepage sich ansehen kann. Und ja weil es die wenigsten Leute in der Außenwelt sehen muss ich mir wenn ich über mein Leben rede immer allen nötigen Scheiß anhören und jeder meint zu wissen, dass das was ich mache eh nicht existiert und man meistens zu doof (!) ist google zu verwenden und sich von seinen festen Weltbildern wie Menschen zu sein haben zu bewegen.

Wenn ich mal selten mir Leuten wenn sie mich fragen mit was für Menschen ich so zu tun habe im Netz dann schweig ich meistens weil es eh nicht den Erwartungen entspricht und man da man meinr zu Wissen wie Netzwerken im Netz und aktiv über das Netz in Debatten einzusteigen und sich auszutauschen so leicht ist, kann man ja eh nicht mit „VIP“ über das Netz reden.

Dabei was sind „VIP“ im Netz? Für die meisten Leute sind es Menschen die eh viele Follower haben und wenn irgendwie in den Medien sind. Ist ja ganz nett aber wenn man lange im Netz unterwegs ist weiß man wie leicht es ist Follower zu kaufen. Ich krieg jede Woche mindestens 5 Mails von Agenturen die meinen ich soll mir mit Fakefollowern die auch interagieren mein Instagram Profil „verbessern“ Schön aber auf so etwas hab ich keine Lust und es ist mir zu doof. Dann würden die Leute denken man ist „wichtig“ im Netz,

Was für ein Schwachsinn! – Es zeigt wie die Welt immer mehr in zwei Lager zerfällt einmal die Leute die aktiv im Netz etwas gestalten und sich darin wie ein „Fisch im Wasser“ bewegen und einmal die Leute welche es nur konsumieren und meinen die Mechanismen des RL und die sozialen Regeln und Normen gelten 1:1 im Netz wieder.

Ja und Nein kann man dazu nur sagen, Es isr so, dass wenn man ein gewisses Wissen hat und Authentisch ist was ich ja schon einmal hier ansprach dann auch mit Gewissen „wichtigen Accounts“ sich besser unterhalten kann und mehr aktiv ist. Einem ermöglichen dann andere Möglichkeiten durch das Netz auch im Beruflichen und anderen Ebene als anderen Menschen. Aber dies ist für die meisten Menschen fremd weil sie es nie erleben. Es ist halt eine Welt für sich und man braucht gewisse Fähigkeiten um sich in ihr gekonnt zu bewegen.

Es wird sicher so sein, dass die Menschen die sich gekonnt in dieser Welt bewegen werden und es jetzt schon tun von Menschen außerhalb dieser Welt angegriffen und verspottet werden und man sich anschauen muss wie diese Spaltung am Ende dieser Gesellschaft gut tun wird. Weil im Netz wird in nächster Zeit die Debatten stattfinden die dann als Echo in den Zeitungen stehen werden, woran die meisten Menschen die die Fähigkeiten nicht haben ausgeschlossen sein werden und man ihnen die Regeln dann vorgibt weil sie an dieser Debatte nicht beteiligt sind.

Dies sollte uns allen dennoch eine Warnung sein!

 

Veröffentlicht unter Leben | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , | 2 Kommentare

Politik: Ihre Authentizität ist ihre Stärke – Die Piraten haben ein Ass für die Zukunft

Wenn man nun in die USA schaut und sich den „March for our lives“ ansieht, zeigt es wohl das die Millenials wieder politisiert worden sind. SPIEGEL ONLINE  vergleicht es wie damals als die Babyboomer gegen den Vietnam Krieg demonstriert haben und damit in den USA eine Veränderung für die nächsten Jahre auslösten und die US Amerikanische Gesellschaft vorerst verändert hatten.  Politikwissenschaftler Christian Hacke sagt dazu im Deutschlandfunk, dass die Zivilgesellschaft in den USA weiterhin funktioniert. Er nennt es gar „ein Armutszeugnis für die politische Klasse“ des Landes.

Veränderungen sind also möglich und auch einen Wandel wird es immer wieder geben. Nichts auch in der Politik ist in Stein geschrieben. Alles kann sich ändern und wenn kann man nur sich an den Spruch eines antiken griechischen Philosophen halten, das „alles fließt“.

Politik ist die Gestaltung des Wandels und auch wenn die konservative Politik versucht möglichst viel des alten zu Bewahren ist sie doch auch immer dem Denken wie man den Wandel in ihrem Sinne minimal mitgestalten kann. Wenn nun viele in Deutschland mehr Zyniker sind und sagen, dass man eh nichts gestalten kann und dabei gerne „den Lauten“ im Netz die Debatte überlassen so ist es doch eine Gefahr. Viele Menschen die anders Denken haben sich aus Facebook zurückgezogen was mehr und mehr zu einem Spielfeld derjenigen wird, welche im Zeitalter der kommenden Digitalisierung mehr als passive Besucher denn als Gestalter des Wandels sich begreifen. Facebook wird mehr zu einem Spiegelbild einer Zeit welche gerade sich darauf ausmacht das Internet zu begreifen, während viele andere auf anderen Netzwerken und da gerade auf Twitter sich daran versuchen die Spielregeln des neuen digitalen Zeitalters zu gestalten.

Eine Studie des Pew Research Centers von 2015(!) kommt zu dem Schluss das vor allem Jugendliche deren Eltern ein höheres Einkommen haben Instagram nutzen, während in Europa vor allem gut gebildete Facebook nutzen, während es gerade für Deutschland und der Schweiz nicht zutrifft, so ein Bericht auf der Huffington Post.

Wie gesagt es geht gerade um junge Menschen und daher ist es so, dass viele da (noch) nicht einen höheren Bildungsabschluss haben und die Zahlen sind von 2015 was in der schnellen Welt der Internets nichts heißt. Einen Demografischen Überblick von 2017 hat das Handelsblatt versucht, wobei dabei sich zeigt, dass man für Twitter gerade kaum gesicherte Aussagen treffen kann. Facebook ist in Deutschland für die Politik sicher das Zentrale Medium im Internet da man hier die meisten Leute gerade im Bereich der Baby-Boomer die eine etablierte politische Haltung haben und welche die meisten Menschen in Deutschland stellen gewinnen kann. So setzen die meisten Parteien in kommenden bayrischen Landtagswahlkampf ganz auf Facebook.

Twitter hat sicher die „Hemmschwelle“ das man schwer längere Texte verfassen kann und man sich kurz und gezielt mit einer Botschaft an die Leute wenden muss. Auch ist es so, dass man sicher sich hier leichter in ein Milieu hineinkommen kann wenn man über ein gewisses Wissen auf einem Gebiet verfügt und dann seinen Content entsprechend über einen präferierten Kanal gestaltet.

Das Netz und das Wirken jedes Einzelnen im Netz wird also die Debatten der Zukunft gestalten und abbilden und auch dann wie man in den USA sehen kann es einzelnen und Gruppen ermöglichen solange sie authentisch in ihrer Botschaft sind die Leute für ihre Themen gewinnen.

Authentizität in der Politik ist das Ah und Oh in diesen Zeiten

In der Politik der ersten Hälfte des 21. Jahrhunderts wird es mehr und mehr darauf ankommen, das die Person des Politikers mehr und mehr authentisch ist. Die Leute wollen das der Politiker der eine Botschaft an die Leute bringt und dafür wirbt für ihre Interessen zu stehen dieses auch lebt. Ein Paradebeispiel dieses Handelns und Lebens ist sicher der damalige Präsident von Uruguay José Mujica.

Donald Trumps überraschende Erfolg bei den letzten US Präsidentschaftswahlen war klar auch dem geschuldet das er bei den Wählern damit überzeugte, das er genau das sagte was er denkt und dies in irgendeiner Form auch lebt.

Der Blog „Psychologie Welt“ sagt dazu, dass „Marketing-Experten werden Ihnen sagen, dass Marken, um authentisch zu sein, konsistent und ehrlich gegenüber ihrer eigenen Identität bleiben müssen und ihren Zielkunden treu bleiben müssen. Sie sollten Anspruch auf ein Bündel bedeutungsvoller Attribute und Werte erheben. Und dann sollten sie diese Attribute und Werte immer und immer wieder aufrichtig vermitteln und übermitteln. Eine Studie nach der anderen zeigt, dass Verbraucher auf authentische Marken vertrauen und ihnen treu sind. Wie Marketingberater James Gilmore betonte, liegt dies daran, dass „wir in einer zunehmend inszenierten, konstruierten, vermittelten Welt“ nach Dingen und Menschen hungern, die aufrichtig und aufrichtig sind.“

Diese (vermeidliche) Authentizität macht sich gerade die AfD zur Nutze welche mehr und mehr nicht verheimlicht das sie der bisherigen Form der Politik auf vielen Ebenen kritisch bis feindseelig gegenüber steht. Das sie dabei in ihren Inhalten wie den Einschnitten ins soziale Netz in diesem Land ihren Wählern nur schaden wird ist auf der einen Seite klar von Katharina Nocun in einem Blogpost hingewiesen worden. Sie geht auch ferner auf den „Source-Code“ der AfD ein. Man kann sich aber sicher Fragen wie weit die AfD welche jemanden wie Alice Weidel an der Spitze hat und die als Steuerflüchtling in der Schweiz lebt in einer eingetragenen Partnerschaft lebt von ihrem Leben her die Werte der AfD lebt, weist nicht umsonst der promovierte Historiker Stefan Hemler in seinem Blog hin.

Dennoch zeigt auch gerade dieses Beispiel das man jemanden dem man vermeidlich eine Authentizität und wenn es nur durch einen gewissen (selbsterstellten) „Mythos“ der Partei ist wünscht das diese Person und die dazugehörige Partei die Politik verändert. Die damalige Stärke der SPD war gerade darin das sie authentisch in den sozialen Fragen war und auch die Politiker die ihr entstammten dem entsprachen. Das die SPD zurecht (!) stolz auf Otto Wels ist der sich den Nazis selbst 1933 entgegenstellte und viele Sozialdemokraten lieber ins KZ gingen als sich den Nazis anzupassen und dann auch dem Stalinismus entgegenstanden machte viel ihrer damaligen (moralischen) Stärke in der Bundesrepublik aus. Gerhard Schröder hat mit seiner Inszenierung als „Genosse der Bosse“ und seinem Wechsel zu Gasprom dem massiv geschadet und ohne einen personellen und inhaltlichen Wechsel wie es Labour in Großbritannien gelang wird die SPD ihre Talfahrt nicht beenden können.

 

Sind sich die PIRATEN in Deutschland ihrere Authentizität bewusst?

Die PIRATEN in Deutschland scheinen angeblich aus dem Blickfeld des Bürgers als vermeidliches „One-Hit Wonder“ der deutschen Politik verschwunden zu sein. Viele sind sich nicht bewusst ob es die PIRATEN noch gibt und wenn sie es merken, sind sie doch klar bereit dieser Partei als einer der Wenigen die Kompetenz in den Digitalen Fragen zuzusprechen. In diesen Kernfragen haben die PIRATEN bei den Leuten wenn man immer wieder es hört eine klare authentische Botschaft auch wenn sich viele nicht vorstellen können wie weit diese digitalen Sachen einen klaren Einfluss auf ihre persönliches Leben haben trotz der ganzen Berichte in den Medien über die Auswirkungen des digitalen Wandels auf die Menschen und die Gesellschaft als Ganzes.

Doch sollte die Partei dies als Chance begreifen und sich langsam mit ihren Themen wieder aufbauen um nachhaltig die deutsche Politik gestalten zu können. „Die Medien“ liebten Personen die gerade damals den Streit suchten um dann so für Berichte zu sorgen. Christopher Lauer zehrt beispielsweise noch heute medial von diesem damaligen Ruhm auch wenn er politisch de facto in dieser Republik keine Rolle spielt und in der SPD innerpolitisch mehr ein Nischendasein fristet. Ob er als authentisch mit seiner damaligen Rolle bei den PIRATEN und deren Werte zu gelten hat, wenn er im TAGESSPIEGEL fordert das Facebook verstaatlicht werden muss und in der ZEIT die Forderung aufstellt das man wegen des Feinstaubs etwas gegen „die Freiheit andere zu gefährden“ etwas unternehmen müsse, mag bezweifeln wieso er sich damals als politische Heimat ausgerechnet eine Partei suchte welche die Freiheit und individuelle Selbstbestimmung sich auf die Fahnen geschrieben hat. Das er sich medial als Sprachrohr der „jungen Generation“ der ab den 1980iger aufschwingen möchte und im TAGESSPIEGEL meint das die „junge Generation streiken sollte weil sie so sehr von den Alten verarscht“ wird, ist schon seltsam da es ihm de facto ja einen kurzen Job bei Springer einbrachte und er in einer privilegierten Position kaum als Rebell und Anführer für einen Wandel stehen kann. Jemand der schnell die Partei wechselt nachdem es da nichts mehr selbstverschuldet zu holen gibt und dann mit einem Zwischenspiel in der Wirtschaft eher genau den alten Typus Politiker entspricht und man sich Fragt wieso er so viel Zeit und Energie im damaligen Kampf bei den PIRATEN investiert hat, wenn er nun solche Positionen vertritt zeigt wie schnell junge Politiker im verkennen des Kapitals des politischen Handelns sich de facto längerfristig auch im Auge des Wählers verbrennen.

Genau aus diesen Fehlern und dem Scheitern der damaligen bei vielen Medien als vermeidliche „Stars“ und „Hoffnungsträger“ der PIRATEN für die deutsche Politik kann man eine Menge lernen. Gerade nun wo die PIRATEN die vermeidliche Ruhe vor dem Sturm haben, kann man arbeiten und gestalten. Wie es geht und wie man authentisch als neue Kraft die Politik gestalten kann zeigen die PIRATEN ja gerade in Tschechien, wo sie ins nationale Parlament gewählt wurden. An dem Markenkern als Freiheitspartei zu arbeiten und auch ehrlich und ohne Angst bisherige soziale Strukturen und Normen in Frage zu stellen wie es seinerzeit die GRÜNEN gemacht haben, wird sich am Ende für die PIRATEN auszahlen. Auch ein Blick in die damalige frühe SPD zeigt wieso die PIRATEN wenn sie das damalige „authentische Erbe“ der SPD  und sich als Motor für diese neue industrielle Revolution mit all ihren Facetten weiter etablieren und daran arbeiten diesen Wandel zu gestalten sie am Ende auch als authentischer Ideengeber wahrgenommen werden und damit Erfolge haben. Ferner geht es auch darum das man langfristig authentische Personen aufbaut wie Anja Hirschel oder Hélder Aguiar und andere die in der Partei bekannt sind und die für die Ideen brennen, gerade jetzt in Zeiten wo es nichts zu holen gibt. Diese Chance welche die PIRATEN nun haben ist, dass sie gerade mit den Leuten die mit Herzblut und Ideen an den Themen der Partei arbeiten die authentischen Köpfe von morgen haben werden und dies ihr nutzen wird.

Man sollte daher als Mitglied der deutschen Piratenpartei nicht fatalistisch sein sondern gerade die Chancen begreifen die sich der Partei bereiten. Viele der großen Parteien haben ihre Wurzeln im 19. und frühen 20. Jahrhundert, wo hingegen die PIRATEN in Deutschland gerade einmal etwas über 10 Jahre alt sind. Als PIRATEN hat man also gut Zeit weiter seine Marke „unter dem Radar“ zu etablieren gerade da man nun ungestört ist um dann wenn die Zeit reif ist wie „ein Phönix aus der Asche“ mit eben diesen authentischen Ideen und Personen wieder aufzusteigen.

 

Veröffentlicht unter Piraten | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen