Soziales: Wandel und Politik – Die „Generation X“ und ihre Chancen die kommen werden

Interessant ist es wenn man in „progressiven Gruppen“ ist, wie weit sich die Leute gegenseitig gegeneinander agieren und die gemeinsamen Ziele dem eigenen Ego hinten anstellen. Dies sorgt dafür, dass oft dann die Gruppen am Ende anhand interner Probleme scheitern. In der Zeit wo ich in verschiedenen progressiven und liberalen Gruppen aktiv bin fallen mir immer wieder die gleichen Probleme und Situationen ein.

Wenn man den letzten LPT und das (zum Glück), misslungenen Antrag zur Abwahl des Vorstandes der LV NRW sich ansieht, dann sieht man wie einige im LV NRW versuchen ihre eigene schmutzige Wäsche zu waschen und dann am Ende, vergisst man das man am Ende nicht mehr weiß wie das gemeinsame Ziel ist was man als PIRATEN hat und dann am Ende doch leider scheitern könnte. Ich bin daneben beim BPE e.V. einem Lobbyverband für Psychiatrieerfahrene aktiv und ihre Ziele und Überzeugungen sind sicher wichtig und klar. Doch dabei sind da wenig junge Leute aktiv sind, so haben sich die älteren Mitglieder basierend auf ihrem sozialen und politischen Hintergrund in der 68iger Bewegung und dem Milieu welches nachher zur Gründung der GRÜNEN führte, bis heute vieles in Deutschland und seiner Gesellschaft bis heute prägt und (teilweise) schadet. Die Unterschiede im Aufwachsen der Generationen, sorgt immer wieder für Probleme im sozialen und politischen Handeln, sowie der Kommunikation innerhalb und außerhalb der politischen Gruppe die von der jeweiligen Generation geprägt wurde und wird.

Das Ego der einzlenen und das Spalterische welches sich sektierische Gruppen in Bewegungen schaffen können, füllt ganze Bücherregale linker politischer Literatur. In der Generation X ist im Gegensatz zu den Babyboomers und den Millenials verbreitete Interesse an Selbstmarketing und der Prefektionierung der eigenen Person und Meinung als alleinige Maxime persönlichen Handelns, etwas was diese mit Abstand begegnet. Forbes beschrieb in einem Artikel die Kernmerkmale der missachteten Generation X, die sich selbst als politisch und gesellschaftlich depressiv betrachteten. Aus der Maxime „nicht reden sondern handeln“, die ihnen zueigen ist – wuchs das politische Projekt der PIRATEN, weil ihnen durch die damaligen Möglichkeiten des Netz gegeben war, dass sie mit ihrem eigenen individuellen Denken nicht alleine war und dann daraus ähnlich wie Marx die Grundzüge des Wachsen einer politischen progressiven Bewegung aufzeigt, es zu Ideen für politisches Handeln und das Interesse am Wandel und an der Mitarbeit an Diesem kommt.

Das der „Hacker-Ethik“ erwachsene man schaut anhand der Fähigkeiten und Projekte und deren Ergebnisse was eine Person kann und wieweit man einem Individuum eine Autoriät auf einem Gebiet zuweisen kann. Dieser Faden, welcher in der „politischen DNA“ der PIRATEN inne ist, sollte einem einzelnen Mitglied und uns allen innerhalb der internationalen PIRATENBEWEGUNG ein Ansporn sein, dass man Spaß daran hat eben diese neuen Projekte zu starten und gemeinsam erfolgreich (!) umsetzen. Das Spannende an neuen Bewegungen und die PIRATENBEWEGUNG ist ähnlich wie die anti-psychartiebewegung eine neue, ist deren Dymanik. Im Gegensatz zur letzteren sind die PIRATEN kein Produkt der 1970iger Jahre und daher traditionell „undogmatisch“ in dem Sinne, dass sie ihre eigene politische Philosophie erst finden müssen und zu einem Gerüst, aus den Werten die den Mitgliedern zueigen sind verschriftlichen sollten. Dadurch gewinnen die PIRATEN an Profil und sind auch resistenter gegenüber neuen Mitgliedern und Besterbungen innerhalb der Bewegung welche die PIRATEN in eine Richtung bringen wollen, die deren „politischer DNA“ widerspricht.

Diese Schwäche innerhalb des politischen Handelns bedingt durch das individuelle Ego, wo es zum Schaden der gemeinsamen Ziele kommt und der Zwang junger Menschen „Karriere zu machen“ um das Leben zu gestalten, lässt junge progressive Bewegungen wie man bei den PIRATEN zu beobachten, „Talente“ die meist wie Christopher Lauer und andere die inhaltlich wenig zum Erfolg der Marke PIRATEN beitrungen und beitragen, dank ihres eigenen Erfolges in der Vermarktung ihrer Person, da sie kompatibler mit den Werten und Ideen der Babyboomers sind, eine größere Stimme im gesellschaftlichen Diskurs geben, als es ihren Fähigkeiten und Geist sonst möglich wäre. Sie entsprechen eher den Werten eines „Zeitgeistes“ und „Denken einer Generation“, die dabei ist durch die Dyanamik der Digitalisierung von der sie sich (zurecht) bedroht fühlen, und daher am Ende scheitern werden.

Als Vertreter der „Generation X“ wie auch der nachfolgenden Generationen für welche das Digitale nur eine Erweiterung des „Real Lifes“ ist, wird es interessant sein wie man die Dynamik des Digitalen auf die Gesellschaft am Ende mit Abgang der Babyboomers gestalten wird und viele der „Dämme“ einreißen wird, welche die Boomers aus Angst gerade errichten. Ein Problem ist, dass viele der jungen Menschen das Digitale als selbstverständlich in ihrem Leben sehen. Dabei wird verkennt wie fragil diese Freiheiten des Netz sind. In einem Gespräch erlebte ich, wie eine Menge Leute die PIRATEN und deren Ziele als unverständlich sehen und nicht unterstützen, dabei nutzen dieseLeute selbstverständlich das Netz weiter in deren Freiheit und haben keinen Instinkt für die Gefahren, welche ein Ende des freien Netz am Ende für deren Gestaltung ihres individuellen Lebens bedeutet. Für viele Menschen muss das „Kind daher erst in den Brunnen fallen“, bis man am Ende einen Zaun um den Brunnen baut. Ein Dilemma für die PIRATEN, was aber der Menschlichen Psyche geschuldet ist und welches sie am Ende wenn „die Schlacht verloren ist“, ihnen ermöglicht den „Krieg zu gewinnen“.

Die Zeit der Generation X und auch der PIRATEN wird daher erst noch kommen, abgesänge auf diese Generation und das politische Projekt ihrer Zeit sind daher von unkenntnis gesellschaftlicher Dynamiken geprägt.

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Politik: Piraten ein Rück- und Ausblick

Was nun? – In keinem Landtag sind die PIRATEN mehr vertreten und viele singen den Abgesang auf die Partei. Doch in dieser Situation kann eine Chance liegen und die Möglichkeit auf ein von vielen (noch) nicht gesehenes Comeback.

Man muss überlegen wo lagen die Probleme des (vorersten) Scheiterns? – Es lag sicher daran, dass die politische Großwetterlage nun einmal etwas problematisch ist und man mit den aktuellen Themen erst in Zukunft gerade wenn auch mehr und mehr Leute von den Themen und dem Einfluss des Internets auf die „reale Welt“ eingenommen sind, diese Themen auch für die politische Agenda gewahr werden. Einige erste Schritte sieht man nun unter Donald Trump wo seine Tweets wichtiger Gegenstand des Gestalten von Politik geworden sind und welche sicher langsam auch in Deutschland in der hiesigen Politik und im Umgang miteinander gewinnen werden. Im Moment ist es noch so, dass man versucht alles in allem beizubehalten, doch dies wird scheitern.

Die Vertrauenskrise welche manche in „die Medien“ und ihre Vermittlung von Politik haben ist in Deutschland im Gegensatz zu den USA, wo die Medienlandschaft sich (schon) politisch polarisiert hat, noch nicht in dem Maße aufgetreten. Aber der Terminus Lügenpresse und manche ausländischen Berichte über die hiesige Presselandschaft, wie die NZZ in der Schweiz 2016 konstatierte zeichnen zukünftige Debatten schon vorweg. Die NZZ sieht in dem Sog der AfD, die politischen Stimmen am rechten Rand zu bündeln und in die Politik zu führen, als „stabilisierenden Faktor“ für die deutsche Demokratie an.

Doch darf man sich als Deutscher Leser fragen, ob die Beurteilung der Schweizer Journalisten da eventuell „zu positiv“ ist und wie weit die Frage gestellt werden kann, wenn man im 21. Jahrhundert nun verzögert auch in Deutschland eine rechtsextreme Partei ähnlich wie in anderen europäischen Staaten hat, ob dies am Ende wenn man die Situation in vielen europäischen Staaten wie Frankreich und Polen sieht, dann am Ende nicht doch es zu einem Ende der EU – über deren Fehler man zurecht streiten kann – und einem Rückfall ins 19. Jahrhundert uns droht. Der Nationalstaat scheint gerade wie man an Donald Trump sehen kann (vorerst) wieder eine wichtigere Rolle zu spielen und doch zeigen die USA gerade im Widerstand gegen ihren Präsidenten dass es zu einer starken zivilen Gegenbewegung gegen solch Bestrebungen kommt. Ein Erstarken der AfD und ihren Einfluss auf die UNION die nun viele der Themen der rechten übernimmt und übernehmen wird, auch im Bezug darauf innerhalb der UNION die Position von Angela Merkel und ihrer Ideen zu schwächen, wird die nächsten Jahre die deutsche Innenpolitik in jeder Form bestimmen.

Wo liegt nun die Chance der PIRATEN in dieser kommenden Zeit und bei den kommenden Konflikten? – Patrick Bauer hatte es in der Süddeutschen Zeitung unbeabsichtigt dargestellt. Dadurch dass die PIRATEN es geschafft hatten, einen positiven neuen Gegenentwurf zum Status Quo bei den Wählern zu erwecken, wurden sie in die Parlamente gespühlt. Diese Hoffnung ist bei vielen Leuten noch gegeben, doch wissen sie im Moment nicht welche Partei für sie in Frage kommt. Vielen ist die AfD keine Alternative, mögen es viele Leute dennoch behaupten. Die FAZ hatte in einem Vorabbericht zu einer Umfrage zur AfD geschrieben, dass die Mehrheit der Deutschen in der AfD keine Alternative sieht und die Partei zu eine am rechten Rand isolierten Kraft wird. Dieses Milieu würde so oder so für PIRATEN aufgrund der politischen DNA nicht in Frage kommen, doch ist in der Mitte im Liberalen Spektrum dort wo Menschen vom marktradikalen der FDP, wo viele Wähler nun von der zu erwartenden Politik in NRW enttäuscht sein werden und die Stärke der FDP verpuffen wird, wieder auf der neue politischen Suche nach Alternativen und einer politischen Heimat.

Gerade hier besteht für die PIRATEN eine Chance, wenn sie ihre „politischen Hausaufgaben“ richtig machen.

Dazu gehört einmal eine Möglichkeit wie man bei Parteitagen möglichst konsequent und dennoch transparent zu Entscheidungen kommt. Auch wie man Köpfe präsentiert, da Themen statt Köpfe mögen es viele Leute so gerne beschwören, in der Mediendemokratie nicht funktioniert. Daher müssen wir als PIRATEN die richtigen Köpfe in die Richtung bringen, da uns sonst in der Mediendemokratie Leute und Meinungen mit den PIRATEN verbunden werden, welche nicht mit der Mehrheit der Ideen und Meinungen übereinstimmen.

Eine klare Plattform um Ideen zu erarbeiten auch im geschützten Rahmen und damit sind nicht Twitter und Mumble gemeint, sondern die Idee eine politische Stiftung wo man den politischen und fachlichen Unterbau zu Slogans sammelt und erarbeitet und so die Leute inhaltlich besser auf Debatten vorbereitet muss auch jetzt wo man erst einmal politisch von vielen nicht beobachtet wird, ebenso auf der Agenda stehen.

Kreativ sich zu vernetzen und das kann jeder PIRAT selbst, Leute im Netz und im RL für die Ideen der PIRATEN gewinnen und ihnen zu zeigen wieso gerade bei uns einen Chance für einen Wandel besteht und direkt an die Leute bringen, wo die Personen mit ihren Fähigkeiten und Talenten arbeiten können. Das heißt ein Straffung und klare Ansprechpartner die nun länger dabei sein werden, weil die Partei nun die Chance hat stabil und in ruhige Gewässern zu segeln.

Die Themen der PIRATEN werden mit der Zeit wichtig und daher sollte es uns Hoffnung auf die Zukunft geben. Dabei müssen wir aus den Fehlern der Vergangenheit lernen.

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Politik: Ein paar lose Gedanken zur “ Rolle der Theorie in der Politik“

Heute will ich mal teils innehalten und die Gedanken die mir zu den PIRATEN seit längerem durch den Kopf gehen zu Papier bringen. Es wird kein Rant sein und auch keine Abrechnung, es sind Gedanken die ich für mich ordnen will, die mir generell im Laufe der Zeit gekommen sind.

Nein, ich werde auch nicht austreten und weiter in diesem Projekt PIRATEN mit dem was ich kann und mit den Kräften die mir möglich sind weiter daran mitarbeiten und versuchen meinen kleinen unbedeutenden Beitrag zu leisten, dieses Projekt an das ich nach wie vor mit ganzem Herzen glaube und welchem meiner persönlichen Meinung die Zukunft gehört mitzuarbeiten und zu gestalten. Also wer sich etwas anderes von diesem Post erwartet hatte, mag sicher enttäuscht sein.

Für mich geht es in diesem Post um politische theoretische Gedanken und Ideen, etwas was sicher vielen PIRATEN teils befremdlich ist, weil es zu abstrakt ist doch gehört es teils zum politischen Geschäft dazu, weil es einem Hilft sich selbst gerade auch als internationale Bewegung und auch im Mediengeschäft da man so „besser einzuordnen ist“, weil es es das „Produkt Partei“ irgendwie besser greifbar für „Medien“ und „Wähler“ macht und man eine gewisse Sicherheit im theoretischen und argumentativen Umgang in der Politik hat. Das meiste wird einem sicher auf den ersten Blick so hab ich das Gefühl in dieser Partei ziemlich langweilig und unwichtig vorkommen, doch hilft es oft auch einen gewissen Rahmen irgendwie fester zu gestalten in dem man sich bewegt und dann auch sicherer wird. Alles in allem für die meisten sicher irgendwelcher Langweiliger Kram und dieser Post dient vor allem für mich um Gedanken zu ordnen und festzulegen um dann zu schauen ob sie ausgearbeitet werden sollten in welcher Form auch immer oder nicht. Soviel zur Intention dieses Posts in diesem Blog..

Ich hatte im letzten Jahr damals einen Beitrag gebracht der mir kam, als ich als jemand der einen Tag vor dem aBPT in Halle in die Partei eintrat und vorher über das Innenleben der Partei und Antifa Geschichten und all der ganze damalige Kram nichts mitbekommen hatte, mich verwundert hatte. Ich stellte mir damals die Frage wieso ist es möglich, dass so extreme Unterschiede sich in einer Partei einfinden und sie „teils lahmlegen“ konnten? Das einzuordnen hatte ich damals für mich in diesem Blogpost versucht und für mich eine Lösung vorgestellt, wie man es machen könnte.

Nun sind das was wir im kleinen in dieser Partei mit den verschiedenen Flügeln von ZUSE auf der einen bis zur damaligen anderen Seite mit der Antifa, was uns sehr beschäftigt hatte in der ganzen Bandbreite in der Gesellschaft und der Debatte der Medien und Politik als ganzes angekommen. Das was man damals bei uns von außen als „nicht den politischen Anstand“ sah und die Art wie man es im Netz jeder einzelne gestaltete, ist nun teils des politischen Umgangs und der Entwicklung in der Politik zu sehen. Kurz und prägnant Donald Trumps Tweets und damit Politik zu beeinflussen und zu gestalten und andere Formen im Netz Politik zu formen, haben wir teils als Pioniere vorweggenommen.

Wie gesagt ist das Thema nun politisch Theorie und wie kann man es im Rahmen der Politik nutzen und als Chance für die Gestaltung im digitalen Zeitalter zu nutzen. Im Economist einer der führenden englischsprachigen liberalen Wirtschaftszeitungen, war ein interessanter Artikel zu Labour und die Rolle von Karl Marx auf die heutige Zeit.

Wie gesagt Marx scheint heute wieder mehr an Relevanz zu gewinnen und dies sollte einen als PIRATEN etwas befremden, doch da wir Wissen und Ideen erst einmal vorurteilsfrei aufgeschlossen sein sollten und sie ohne ideologischen Überbau uns ansehen sollten, ist es interessant wenn gerade das Wirtschaftsblatt schlechthin im Westen plötzlich sagt, das Marx doch wieder relevant wird. Wie der Economist in dem Artikel schreibt, ist die Analyse von Marx richtig und man muss fragen da seine Lösungen des Problems, (natürlich auch den historischen Umständen geschuldet), viel schlimmer sind und eher die Probleme eskalieren lassen als sie zu beheben nicht geeignet. Der Economist gibt keine Lösung für dieses Problem vor und es ist interessant zu sehen, wie man sich fragt wie soll der Weg für die Zukunft sein?

Im Moment herrscht eine große politische und soziale Unsicherheit und man kann es sehen, dass de rechten Parteien im Moment stark werden und die Wucht des Internets sehr stark nutzen. Die Gegenbewegung unterstützt gerade die „klassischen Konservativen“ Parteien und Kandidaten,, wie man es in Frankreich, Österreich aber auch in Deutschland sehen kann. Aber all dies ist nur eine Atempause die uns durch das Chaos welches Donald Trump seiner USA beibringt zugesteht. Man wird schnell vergessen und dann werden die Konflikte und Bedrohungen in einer neuen und heftigeren Stärke unserer Demokratie wieder bevorstehen.

Ich hatte vor einiger Zeit mal das Gespräch mit einem politischen Theoretiker der LINKEN, der sehr unzufrieden mit der LINKE ist. Er sagte, was sie in den 1990iger für Ideen und Konzepte basierend auf Adorno und anderen Denkern erarbeitet hatten und ins Netz gestellt hatten. Interessant war was er da sagte, war wenn man die Bezüge auf die Philosophen und so weg lässt 1:1 das was wir PIRATEN auch von den Inhalten uns auf die Fahnen schreiben. Es war interessant zu sehen, jemanden zu treffen und für ihn war es ein Schock, weil die linken Theoretiker die in der radikalen und dogmatischen LINKE sich nicht zuhause fühlen und uns weil sie auch basierend auf ihrer Sozialisation das Internet nicht wirklich auf dem Radar haben und hatten, plötzlich ihre Ideen weiterentwickelt bei uns wiederfanden.

Klar nun mögen manche sagen, dass zeigt dass die PIRATEN noch radikal links sind als die LINKE, was aber quatsch ist. Das alte Denken sollte man überwinden und gerade weil wir in einer Zeitenwende hin zu einer neuen Zeit leben, ist es schwer Sachen einzuschätzen und eine Orientierung zu finden. Die Ausdrücke der Extreme im Netz und das klassisch Libertäre, was damals Teil der PIRATEN war ist sicher ebenso Vergangenheit wie andere Gedanken. Dennoch lässt sich auch da innehalten und zu überlegen, macht es teil Sinn teile dieser Vergangenheit sich mit dem Abstand der Akteure und der Zeit sich noch mal genau anzusehen. Was aus unserer Vergangenheit im Denken haben wir vielleicht zu vorschnell angelegt und welche anderen Ideen und Einflüsse wären für uns nicht nur in Deutschland sondern generell im Denken der PIRATENBEWEGUNG interessant und gerade auch der Vermehrte Austausch mit anderen PIRATEN in anderen Ländern kann uns neue Ideen und Gedanken bringen, die wir kopieren und adaptieren können?

Mein erster Impuls nach der NRW Wahl war um gerade eine Chance des Innehaltens zu haben und sich diesen Fragen all diese Fäden der Ideen und Geister zu einem „Pullover weben zu lassen“, erst mal Wahlkampf sein zu lassen. Einen Tag später nach einer Nacht und Schlaf, stellte ich fest dass dies den Sachzwängen der Politik geschuldet nicht gehen wird. Dennoch müssen wir uns überlegen wie wir uns diesen Fragen die ich hier in diesem Post angerissen habe und die uns die Frage stellen, was sind die politik-theoretischen Grundlagen und wie können wir unsere eignen Fußabdruck in Denkschriften und Beiträgen als PIRATEN leisten um dann auch sicher zu sein, dass andere uns nicht Labels geben können die wir nicht haben wollen? Wie kann man all dieses organische Wachstum was ich an dieser Partei national und international liebe und schätze und all die Menschen, was auf der Gefühlsebene klar ist in Gedankenstrukturen und Ideen auf Theoretischer Ebene niederschreiben damit unsere Gegner des Wandels uns nicht so leicht abtun können, weil sie dann schwerer haben gegen uns zu reden?

Ich denke die vieles bei uns PIRATEN und in der Welt da draußen ist in einer Findungsphase und gerade wie wenn man wie ich im Blog schrieb, sich 1848 ansah und wie aus den Ideen die im Raum schwebten Marx sie niederschrieb und ihnen versuchte eine Ordnung zu geben und wenn man sich die Entwicklung bis 1917 ansah, kann man sagen haben sie die herrschende Ordnung sehr herausgefordert. Und wie gesagt wir sollen nicht Marx nehmen und den Weg den er nahm gehen, sondern darauf schauen was ist damals passiert und was sagt es aus über die Möglichkeiten für uns PIRATEN, wenn wir unsere eigenen Gedanken strukturiert zu einem Schwert schmieden und dann den Kampf neu aufnehmen werden in Deutschland und anderswo um unsere eigenen Ideen und Vorstellungen stärker in die politische Arena und im 21. Jahrhundert zu erstreiten.

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Soziales: Dem digitalen Zeitalter gewappnet sein

Etwas was mir heute wieder einmal klar gemacht hatte, wie die Zeiten sind in denen wir heute leben ist mir auf Facebook passiert. Eine sehr gute Freundin, die mir sehr am Herzen liegt wurde massiv angegangen weil ihr Schicksal und ihr Denken einer Person nicht gepasst hatte, die ihr eigenes Schicksal für massiver hielt und ihr ihre Meinung und ihre eigene Wahrnehmung mit Gewalt um Netz unterbinden wollte. Ich habe dann dagegen geschrieben und mich an ihrer Seite gestellt und ihr Mut zugesprochen. Es machte mir aber auch wieder klar, in welchen Zeiten wir heute virtuell und auch in der Welt außerhalb der Internets leben und die daraus folgenden politischen Konsequenzen aus diesem Denken, welches (leider) viele Menschen heute haben.

Mitgefühl und Empathie sind heute in einer Zeit immer weniger gefragt. Man bereitet die Kinder schon im Kindergarten auf Leistung vor in einer Zeit wo eigentlich andere Skills gefragt sein werden. Die Selbstoptimierung und das Funktionieren wird von einer Gesellschaft an jeden einzelnen gefordert um für eine Welt angepasst zu sein, die jedoch faktisch durch den immer größeren Einfluss des Digitalen und den Eintritt in eine neue „industrielle Epoche“ dahinschwindet. Dr. Steffi Burkhart hatte es in einem Text sehr gut beschrieben, was man für die Zukunft an Fähigkeiten braucht. Aber dies wird in den Kindergärten und Schulen bisher wenn man die Debatte in Politik und Medien verfolgt ignoriert. Stattdessen will man alte Konzepte und Ideen ins digitale Zeitalter bringen. Humor, Kreativität und andere Kernkompetenzen des digitalen Zeitalters werden ignoriert und man kann es am Austoben vieler Menschen im Internet live jeden Tag beobachten. Wenn Leute in Debatten schnell persönlich und beleidigend werden und ihr eigenes Ego das Maß aller Dinge ist und Fakten nur gesehen werden, wenn sie der eigenen Meinung passen ist es schon fraglich ob wir für die Zukunft gerüstet sind und wie weit wir unseren Kindern da ein Beispiel geben welche Fähigkeiten sie in der Zukunft brauchen werden.

Die Fokussierung auf das eigen Schicksal und die bisherige Lebenswirklichkeit und die Abwehr der neue Post-Post Moderne wird am Ende zu Spannungen führen, wie man sie schon aus der Geschichte kennt. Die Vorboten dieser Entwicklung sieht man jetzt schon und Leute welche aktuell über die Gefragten Fähigkeiten verfügen werden oft als naive Problemfälle gesehen, die man bisher sinnvoll nicht in die Wirtschaft einbringen kann und deswegen von der Gesellschaft oft als psychische Sonderfälle sieht, die störrisch sind und die sich dem alten Status Quo anzupassen haben. Deren Lebenswirklichkeit und deren Erfolge im Internet und Ausblick auf ihren Erfolg im kommenden Digitalen Zeitalter zählen für viele Institutionen und Menschen die in ihnen arbeiten nicht, weil man sie nicht versteht und doch insgeheim fürchtet. Man ist an einem Epochenwechsel und die Pioniere des Digitalen Zeitalters, werden erst später auch selbst merken was in ihnen steckt. Gerade nun werden Leute sich selbst Fähigkeiten aneignen und das unter großen Widerständen von der Gesellschaft und Wirtschaft weil man die Beschäftigung und das Training dieser Fähigkeiten als vermeidlich sinnlos und schädlich sieht. Man kann es in der aktuellen Debatte wie man mit der Digitalen Welt und dem Verhalten der Nutzer darin gerade zu exemplarisch sehen.

Leute die im Digitalen mit dem gleichen aggressiven Verhalten „Trollen“ was ihnen bisher als Weg zum Erfolg wichtig erschien, da man es ihnen in Medien und Gesellschaft vorlebt scheitern in der Digitalen Welt. Wenn man Leute sieht, die mir VIPS und Stars der Digitalen Welt, wie auch der Realen Welt Kontakt haben wollen um ihr Ansehen im Netz und der Gesellschaft zu steigern, scheitern sie natürlicherweise während die Leute welche nun schon über die nötigen Skills der Zukunft verfügen dabei Erfolg haben und auch entgegen ihres vermeidlichen sozialen Status schaffen mit Leute zu reden, die sie sonst nicht aufgrund sozialer Schranken erreicht hätten und ein wichtiger Teil von gesellschaftlicher und politischer Debatten werden, die man ihnen von Seiten der Leute für welche das digitale Zeitalter ein Fremdwort ist nicht zuschreibt und zuschreiben will. Man hinterfragt nicht ob das eigene persönliche und gesellschaftliche Verhalten eventuell zu überdenken ist und begegnet der „zukünftigen Digitalen Elite“mit Abscheu und Unverständnis welches „auf Linie“ – da sie (noch) Exoten gebracht werden müssen. Ein Extrembeispiel dieses Konfliktes wo „Welten aufeinander treffen“ findet sich im Umgang von jungen Leuten in Sozialen Einrichtungen. Dort wo Macht vergleichsweise Absolut auf sie ausgeübt wird, treffen Leute die schon im Digitalen Zeitalter zuhause sind massiv auf Ablehnung und werden extremer bekämpft als es überhaupt sonst möglich wäre.

Insgesamt zeigt sich gerade im Netz und in der Debatte um Facebook, wie sich die Gesellschaft beginnt anhand der neuen kommenden Werte in verschiedene Gruppen und Milieus wieder einzuordnen und zu entwickeln, welche in der Zukunft über verschiedene Chancen auf sozialen und Beruflichen Erfolg haben werden. Das Ignorieren dieser Entwicklung in Politik, Medien und Gesellschaft lässt viele zu Verlieren werden und wird gesellschaftliche und soziale Konflikte massiv anheizen. Gerade wenn alte Eliten absteigen werden und der Umgang mit den PIRATEN zeigt, wie man sich davor fürchtet wird zu Spannungen in der Gesellschaft beitragen. Die Vorboten sieht man aktuell und im Aufkommen und Umgang mit der AfD.

Als PIRATEN bietet sich als Lösung in diesem Dilemma nur Wege und politische Möglichkeiten in diesem immer stärker werdenden Konflikt aufzuzeigen und Leute zu motivieren und zu versammeln diesen Übergang so geordnet wie es nur geht zu begleiten und Politik und Gesellschaft zu helfen, sich den neuen Zeiten entgegenzustellen und dafür gewappnet zu sein. Gerade der Wandel und dass dadurch wie die aktuellen Auswirkungen um den Hackingangriff heute zeigen, zeigt dass die PIRATEN als einzige die Zeichen der Zeit schon erkannt haben.

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Politik: Frust überwinden und darauf konzentrieren was auf dem Spiel steht

John Oliver hatte in seiner Show zu den Plänen der Trump Administration die Netzneutralität einzuschränken ein paar klare Worte. Auch sein Statement, dass sich viele Kräfte des Netzes zusammentun müssen von 4Chan bis hin zu den Instagram Stars um diese Sache zu verhindern, hatte mir zu denken gegeben. Wieso wird in den USA so klar gesagt, was auf dem Spiel steht nicht nur in Sachen des Internets sondern auch in den Sachen wie die Demokratie insgesamt auf dem Spiel steht. Man sieht wie die „dunklen Seiten des Internets und der Geschichte“ wieder dabei sind die Oberhand zu gewinnen. Nun ist dank der Ergebnisse in Frankreich und auch in den Niederlanden und Österreich der ganz große GAU ausgeblieben, doch darf man nicht zu früh verlocken. Wenn man sich die Zahlen für Le Pen in Frankreich ansieht, so hat sie ihre Zustimmung gegenüber dem Ergebnis ihres Vaters damals gesteigert.

Man darf nicht vergessen, die Freiheit geht nicht über Nacht und auch der Faschismus lässt sich die Gelegenheit nicht einfach wieder zu verschwinden nehmen und wird wieder sein Gift versprühen. Viele ehemalige PIRATEN sind sauer, weil die Partei sich nicht in die Richtung entwickelt hatte wie sie sie gerne sehen wollten. Es sind verletzte Eitelkeiten und Konflikte wie zum Beispiel bei Ali Utlu der sich nun sehr stark mit der Regierung von Erdogan anlegt und dabei bedroht wird und ihm kaum so wenn man seine Berichte liest, beigestanden wird. Er hatte in einigen Tweets in Rahmen der Wahlen in Schleswig Holstein gesagt, dass wie sehr er ein Problem mit den PIRATEN hat und wie sehr er die damalige Denkweise mit „Themen statt Köpfe“ in seiner Zeit als PIRAT Probleme bereitet hatte, weil er seiner Aussage auf Twitter nach Themen auch nach außen „in die Medien“ gebracht hatte und dabei Parteiintern massiv angegangen wurde.

Nun hat sich die Partei gewandelt. Man hat Spitzenkandidaten für die kommende Bundestagswahl und es ist doch erstaunlich wie sehr die Leute die durch die PIRATEN teils es geschafft haben eine Prominenz zu erlangen nun alles daran setzen, dieser Partei von der sie sich abgewendet haben Steine in den Weg zu legen und mit Gehässigkeit alles kommentieren, was sie macht. Das Problem ist doch wo gibt es eine Alternative im politischen Spektrum zu ihren Ideen und Themen? – Da findet man wenig und diejenigen die nun den Abgesang und das Ende aufgrund von „Verschmähter Liebe“ den PIRATEN wünschen sehen nicht, dass in dem Vakuum welches die Partei im Moment hinterlässt erst das Feld geschaffen wurde in welcher die AfD erst einmal blühen konnte. Wenn man Videos zu Adam Freelands 2003 geschaffenen Song „We want your Soul“, sich ansieht so findet man eine Menge Konzern und Gesellschaftskritik in den Videos passend zu der Botschaft dieses Liedes. Sie sollen die Leute welche diese Videos sehen aufrütteln und doch sind diese dann auf der Gefühlsebene mit dem Status Quo nicht einverstanden und suchen im Internet nach Antworten. Wenn man googelt landet man auf der Suche nach diesen dann schnell bei „Alternativen Fakten“ die genau auf diese Verunsicherung zugeschnitten sind. Die Fake-Seite von Anonymous auf Facebook hatte gezielt damit gespielt und hat damit der Botschaft von Anonymous wahrscheinlich in Deutschland bei vielen mehr geschadet, als vieles andere.

Die Frage ist wie geht man mit diesen Leuten um bevor sie ganz auf den Zug einer neuen faschistischen Partei wie der AfD aufspringen und für unsere Demokratie verloren gehen? – Man versucht im Moment den Status Quo zu fahren und hofft, dass Fake News, Brexit und die Wahl von Donald Trump schon den Leuten klar machen, dass es kein Heil in Putins Russland und seinen Ideen gibt. Doch dies ist falsch. Die Leute werden wieder viel vergessen und wie man an dem Video von John Oliver sehen kann über das Vice berichtete, sind gerade in den USA Pläne von Donald Trump da die Netzneutralität und die Freiheit des Internets einzuschränken und eigentlich müssten alle „von 4Chan über Youtuber und Instagramstars“ auf die Barrikaden gehen. In Deutschland und Europa war dagegen bei den meisten als man diese Pläne vorhatte ein Schweigen im Walde zu sehen. Es war eher mehr Glück dass diese Pläne (vorerst) gescheitert sind und nun werden im Rahmen von Fake-News zusammen mit NGO Pläne erarbeitet die in der Intention vielleicht gut gemeint sind und im Rahmen der „wehrhaften Demokratie“ gegen „Subversion“ und Versuche von Russland Deutschland und die EU zu schwächen vorzugehen, dass Problem ist wer kontrolliert die Kontrolleure? Wie Brigitta Jornsdottar auf der Münchener Sicherheitskonferenz letztes Jahr warnte, was ist wenn man die NSA und all die Überwachung hat und dann wird Donald Trump Präsident? – Man muss sich es auch in der EU und in Deutschland fragen, was macht man wenn der politische GAU Morgen da ist?

Daher braucht es eine starke Liberale Kraft in der EU und Deutschland und die Frage ist dabei, dass man den Menschen nicht außer Acht lässt wie es die FDP tut denn am Ende schadet es der Gesellschaft und der Demokratie und ist Wasser auf den Mühlen der Extremen von Links und Rechts die sich in AfD und LINKE (teils) tummeln.

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Politik: Die Widersprüche der politschen Debatte bei manchen jungen Menschen

Interessant ist es wenn junge Menschen plötzlich weil sie Googlen und die Überschriften in Zeitungsartikeln lesen, nun sagen es ist eine „seriöse Debatte“ in Deutschland im Gange, ob wir ein souveränes Land sein könnten. Dabei wird der 2+4 Vertrag ignoriert welchen viele nicht kennen und wenn behaupten sie, da er keinen „schicken Namen“ trägt nicht ein Friedensvertrag ist. Dabei muss man genau reinschauen, denn wenn man die Londoner Konferenz nach dem Krieg kennt, weiß man dass eigentlich nach dem Friedensvertrag in klassischer Sicht Deutschland dann mit Reperationsansprüchen nach dem zweiten Weltkrieg konfrontiert werden würde. Da man dies 1990 vermeiden wollte nannte man den 2+4 Vertrag anders, obwohl er völkerrechtlich als Friedensvertrag für den zweiten Weltkrieg gesehen wird.

Interessant war auch wie dieser junge Mann dann argumentierte, dass er im Internet gelesen hat dass man viel zu „schlimm mit Russland umgeht“. Klar man muss überlegen ob der Weg der Konfrontation mit Russland so die Lösung ist. Man kann zurecht auf der einen Seite streiten ob man nach 1989 mit der NATO Osterweiterung in Russland ein Gefühl der Bedrohung ausgelöst hat und Russland zu sehr „demütigte“ weil man Moskau und seiner Bevölkerung erst mal in den 1990igern klar machte, dass es außenpolitisch die „zweite Geige“ sei. Dennoch sind viele Völker wie die Tschechen oder die Polen auch in Sorge vor einem neuen und starken Russland gewesen, mit dem sie historisch schlechte Erfahrungen gemacht hatten. Und wieso sollte man wenn man fair ist, die russischen Gefühle einem wichtiger sein als die der Tschechen, Polen und auch die Ukrainer – die ebenfalls gerne in die EU und NATO wollen?

Wer sagt es uns Bürger als „Salonpolitiker“ und Kommentatoren die in einem freien Land leben, denn in Putins Russland wäre man für die Triaden im Netz nicht nur mit einer milde Geldstrafe davon gekommen sondern, säße für viele Jahre im Gefängnis oder es passiert ein „Unfall“. Wenn die Opposition im Gefängnis sitzt was man auch in der Türkei sehen kann, dann wundert man sich wenn manche über eine „Merkel-Diktatur“ reden. Angela Merkel hat jedenfalls nicht angefangen nun die AfD zu verbieten und Razzien durchzuführen und alle diejenigen die im Netz ihren Hass von sich geben massenweise für Jahre wegzusperren. Es sind nicht in der Türkei binnen kurzer Zeit zehntausende Deutsche hinter Gittern verschwunden. Auch haben wir in Deutschland einen Rechtsstaat, dass heißt bei uns kann man unabhängig von Ansehen und Einkommen sein Recht bekommen. Man wundert sich auch wie wenig man doch in Deutschland heute unter jungen Menschen weiß wie politisch dieses Land funktioniert und wie wenig man über die politischen Prozesse und Entwicklungen die zum heute führen Bescheid weiß. Aber wenn wundert es, wenn man in der Schule wenig über die politische Kultur und Struktur dieses Landes mitbekommt und wie sehr man lieber wirtschaftsfreundliche Themen und Paradigmen dran nimmt. Wenn in Geschichte der Schwerpunkt (leider) zu sehr auf der NS Zeit liegt, aber dann nicht die kritischen Entwicklungen wie es historisch dazu kommen konnte und in der nötigen Tiefe damit man es als Mahnung verstehen kann, sondern mehr so in einer oberflächlichen moralisierenden Betrachtung herangegangen wird. Da bleibt leider die Mahnung und die Sensibilität wieso man den „Anfängen sich entgegenstellen muss“ und wie sehr diese Zeit auch heute wieder in Deutschland und in der Welt passieren kann nicht beim Schüler hängen.

Gerade diese Mischung aus Empörung und Halbwissen sorgt dafür, dass man im Internet sich jeden Unsinn durchliest und da man kaum in der Schule lernt kritisch mit Quellen umzugehen nimmt man schnell vermeidliche seriöse Quellen für bare Münze. Wenn man sich nun daran macht und genau schaut was es Bedeutet was so die „Kritiker“ von sich geben und auf der einen Seite von einer Diktatur sprechen auf der anderen Seite andersdenkenden alle Rechte absprechen, dann weiß man das am Ende es nicht um Freiheit geht. Freiheit ist auch immer die des Andersdenkenden und das was sie für sich einfordern gestehen sie anderen nicht zu.

Dieses Denken findet man nicht nur bei der AfD und den jungen Menschen die er AfD oder in den USA Donald Trump nahestehen. Damit macht man es sich hier viel zu leicht. Gerade die Linksdenkeden Leute sollten sich nicht moralisch besser sehen und als eine Gruppe die diesen Sachen nicht erliegen können. Wenn man sich nun einmal viele junge Leute ansieht, welche der LINKE nachrennen und sie wählen, so argumentieren viele dass man ja das Soziale Programm ganz gut findet. Aber die Vollbeschäftigung und die vielen Arbeitsjahre wird es auch technisch bedingt und wie die Entwicklungen in der Wirtschaft selbst im positiven Sinne sein werden, für uns nicht mehr geben. Die LINKE plädiert für eine Utopie welche den technischen Fortschritt und das digitale Leben welches gerade die jungen Menschen lieben und im Netz propagieren, gerade zuwider. Es ist verrückt wie man manche Parolen und Parteien unterstützt und wählt und dabei die Positionen die einem persönlich nahestehen dem Dogma zuliebe ignoriert. In der Demokratie ging man davon aus, dass der Bürger anhand seiner Interessen die Partei und die Leute wählt die sie am besten vertreten werden. Dabei werben die verschiedenen Gruppen und Kandidaten um die Stimme des Bürgers. Wenn ich mir den NRW Wahlkampf im Netz ansehe wundern mich die Debatten wie manche Leute fordern, da man als Partei eh keine Chance hat dass man dann ganz mit dem Wahlkampf aufhören soll, weil man sich belästigt fühlt und dann dies noch mit einer gewissen Häme sieht. Ist dieses Verhalten nicht gerade undemokratisch und hilft nicht gerade den politischen Wettbewerb zu nutzen und gerade die Pluralität unserer Demokratie, die wir doch alle in Sonntagsreden beschwören zu leben.

Ich bin sehr erschüttert, dass in der Heutigen Welt und gerade wo ein Donald Trump in den USA, wie auch ein Herr Erdogan in der Türkei zeigen wie fragil die Demokratie sein kann man lieber diese Demokratie in Deutschland verhöhnt und mit ihr im Alltag und in Debatten spielt und ein radikales demokratiefeindliches Denken mehr und mehr in den Köpfen Einzug hält. Leider auch bei uns jungen Menschen, was ich vor 10 Jahren nicht für Möglich hielt und was mich erschüttert.

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Leben: Wieso ich ein Problem mit der LINKEN habe

Es ist schon interessant wie die Mitglieder der LINKE reagieren wenn man ihnen Kritik gegenüber äußert. Sie selbst sind darin gut andere zu kritisieren, doch wenn man auch was im politischen Geschäft üblich ist zuspitzt und Kritik an Verhalten und Angriffen auf einen pariert, dann ziehen sich die meisten mit denen ich in Kontakt war schnell in die Schmollecke zurück und werfen einem vor, man würde etwas gegen einen haben.

 

Ich habe nichts gegen die einzelnen Mitglieder der LINKE. Es ist gut wenn sie sich politisch engagieren, auch wenn ich die Wahl der Partei mit dem was viele von ihnen gerne erreichen wollen nicht nachvollziehen kann. Die LINKE ist eben nicht nur die süße Partei die utopische Ideale einer Zeit die untergegangen ist im 21. Jahrhundert wiederbeleben will, sondern eben auch eine Gefahr für die Demokratie wie es auch die AfD ist. Wenn Mitglieder der AfD erschrocken sind, was „ihr Partei“ da genau im sozialen Bereich umsetzen will und ins Zweifeln geraten, kommt gerade auch von Seiten der Mitglieder der LINKE Applaus. Wenn LINKE Mitglieder gezielt ihre ehemalige Mitgliedschaft bei den PIRATEN nutzen um ihre „pseudo-Eindrücke“ über die PIRATEN zu verbreiten ist es zwar schäbig aber gehört zum politischen Geschäft was halt keine Liebe kennt (leider) mit dazu.

 

Man darf aber sich bei der LINKEN dann nicht wundern, wenn man auch die Leichen welche sie gerne hinter dem Süßen Gewand der vermeidlichen geplanten sozialen Gerechtigkeit parken, ebenfalls hervor zerrt. Die Mitglieder gerade unter den jüngeren Menschen scheinen dies nicht wahr haben zu wollen. Sie reagieren beleidigt und werfen mir vor, wieso ich denn „ihre ach so tolle Partei“ kritisieren würde. Auch finden sie es „Gemein“, weil sie denken dass ich sie persönlich angreifen würde. Nein das tue ich nicht, aber davor was an dreckigen und gefährlichen Sachen hinter der Fassade in dieser Partei abgeht und die dann bekannt werden muss man warnen. Davor, dass es Kräfte in dieser Partei gibt welche der Demokratie in diesem Land den Krieg erklärt haben muss man warnen. Dass diese Kräfte in wichtigen Stellen der Partei sitzen macht es nicht besser und wenn diesen Leuten innerhalb der LINKE nicht widersprochen wird, dann ist dies die eigentliche Tragödie und Gefahr.

 

Man kann nicht nur einen vergifteten Kuchen essen, nur weil er von außen mit Schokolade überzogen ist. Dennoch erwarten diese Leute dass man ihnen zugesteht, wenn sie diesen Kuchen an die Menschen verteilen. Natürlich wird dieser Post nichts bringen und es soll hier nur klar machen, wieso ich gestern auf Facebook und auf Twitter zur Empörung dieser Mitglieder die früher zum Teil bei den PIRATEN waren und nun gegen ihre alte Partei aus verletztem Ego nachtreten, scharf widersprochen habe. Diese und viele anderen jungen Menschen sind sicher (teils) aus hehren Motiven in der LINKE, doch denke ich dass es gerade ihre Aufgabe ist sich von den radikalen und demokratiefeindlichen Kräften und ihrer Agenda mit Putins Russland,  in dieser Partei zu distanzieren. Auch sollte ihnen Gewahr werden was manche offen auf internen Treffen und Ebenen wirklich skizzieren für dieses Land.

 

Ich werde sicher nicht schweigen und meine Meinung offen äußern, etwas was sie gerne nur für sich in Anspruch nehmen. Ich werde aber auch nicht zulassen, dass sie es nutzen werden um sich als „arme Märtyrer“ hinzustellen, welche von de Mehrheit im Lande unmissverstanden verfolgt werden. Vielleicht wird es einen Wandel in der LINKE geben und ich wünsche den Idealisten welche sich ihr gerade anschließen, dass sie dazu beitragen werden. Sonst werden sie bitter enttäuscht werden, spätestens dann wenn die LINKE mit ihren Verbindungen zu Putin und ihren dunklen anti-demokratischen Seiten eines Tages wirklich diese Demokratie herausfordern wagt und dann zu Recht eine hoffentlich harte und klare Reaktion bekommen wird.

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