Politik: Mein Beitrag auf der Pirate Security Conference 2018

Ich hatte auf der diesjährigen Pirate Security Conference einen Vortrag über den Iran gehalten.

Man findet den Vortrag und die Diskussion mit mir und Enno Lenze auf der Website der Konferenz.

Ich dachte ich stelle die Slides und das Skript zum Vortrag mal hier in den Blog. Vielleicht macht es der einen oder anderen Person Freude.

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Soziales: Das Abtreten des Kleinbürgers sei er links-alternativ oder rechtskonservativ bis – extrem wird nicht ohne Konflikte sein – Eine Einordnung für die nahe Zukunft und Warnung an uns Digital-Natives

 

Ich bin es echt so leid, das ich mich mit jedem „Netz-Noob“ im „RL“ herumschlagen muss. Ich hatte mich dazu schon letztens geäußert, aber es ärgert mich immer noch. Es kann echt nicht sein das diese Leute auch wenn ich sie aus ihrer Perspektive verstehe den Leute die im Netz aktiv sind „ihre Wahrheit“ vorschreiben wollen.

Es kann doch nicht sein, dass sie meinen wir sind die „Exoten“ und sie wüssten wie die Welt die immer so sei wie sie ist immer bestehen möge. Man sieht wenn man die Berichte in den Medien liest und auch Fachberichte wie sich die Welt durch die Digitalisierung verändert und wie sie auch auf soziale Regeln und Normen Einfluss nimmt. Soziale Grenzen und Milieus entstehen so neu und die Grenzen sind dabei zwischen den Menschen anders zu verlaufen. Alles fließt und ist im Umbruch. Wenn ich mich so umschaue und sehe wie Sozialarbeiter jungen Menschen erklären wollen, dass das Netz eine Bedrohung für sie ist vor der man sie abschirme muss ohne Bereit zu sein ihnen die Fähigkeiten zu geben sich mit der „kommenden neuen Welt“ einzulassen und sich in ihr zu behaupten wird mir traurig ums Herz.

Wenn ich im Familienleben sehe wie die Grenzen auch hier verlaufen und Leute aus der „analogen Welt“ vieles der digitalen Errungenschaften und Dynamiken ablehnen und behaupten und durchsetzen wollen anhand von Ideen die mehr und mehr Relikte anderer Zeiten sind und dabei auch nicht bereit sind Dinge im Zusammenhang zu sehen, weil es nicht deren Fasson entspricht muss ich innerlich traurig lachen aber es vorerst akzeptieren. Es ist in Ordnung und ich verstehe diese Perspektive. Doch es ist so das die Welt und auf vielen Gesellschaftlichen Ebenen gerade die Karten neu gemischt werden. Es ist wie zur Zeiten der beginnenden industriellen Revolution welche alte Werte und Normen ablöste von etwas neuem und die bisherige Standesgesellschaft neu mischte. Leute die damals in der Mittelschicht waren wie Handwerker und andere fanden sich plötzlich in neuen Gegebenheiten wieder und ja es waren die Händler und kleinen Adligen die plötzlich Industrielle wurden und die Gesellschaft und die Geschicke des Landes bestimmten.

Wandel  hat es  immer gegeben – damals wie heute

 

Heute hat man in gewisser Maßen eine ähnlich Ausgangslage. Debatten die auf Twitter entstehen bekommen ein Echo durch „klassische Medien“ für die Leute die außerhalb von Twitter sind. Man erkennt es gerade sehr gut an Donald Trump in den USA: Doch für die meisten Leute ist es ein Mysterium und sie denken das die sozialen Schranken ihrer bekannten Welt auch im Digitalen existieren. Für sie wäre es unvorstellbar das Leute gerade auf Twitter sich wenn sie gewisse Fähigkeiten und eine Art des Wissens haben sich selbstverständlich mit Fachleuten und anderen Menschen die sie sonst nie durch die sozialen Gegebenheiten in der Welt da draußen erreichen können und in der Lage sind sich auf gleicher Augenhöhe auszutauschen.

Für diese Menschen klingt es alles wie eine „Spinnerei“ weil es mit ihren kleinbürgerlichen Welten nicht zusammenpasst. Diese Menschen sind vor allem mit Leuten in Kontakt die sie über ihre persönliche Ebene kennen und man fürchtet sich vor dem Neuen. Was bei ihnen zu beobachten ist, ist der Druck den sie ausüben um andere Menschen in die ihnen bekannte und in ihren Augen bewährte Form der Konformität zu bringen. Für uns „Digital Natives“ ist es lehrreich wenn auch anstrengend mit solchen Menschen (zwangsweise) zu tun zu haben. Man kennt sie von Verwandten und Bekannten und doch wird sich die Schnittmenge die jetzt noch existiert in einigen Jahren und Jahrzehnten auflösen. Die Digitalen Gewinner werden sich mehr ihre eigene Welt in der „realen Welt“ aufbauen. Man kann es beispielsweise sehr gut im Silicon Valley erkennen, was ein eigener Mikrokosmos mit eigenen Werten und Normen ist. Man berichtet darüber wie wenn man in eine ferne exotische Welt fährt, doch wird sich ähnliches auch an anderen Orten breit machen. Berlin welches eine sehr gute Start Up Szene hat wird sicher ähnliche Mikrokosmen hervorbringen, die die bisherigen ergänzen und teils ersetzen wird. In diesem kommenden Digitalen Takt werden sich die Menschen bewegen welche über das nötige intellektuelle und soziale Kapital verfügen und sie werden sicher auch mehr und mehr die nötigen Finanziellen Mittel verfügen. Sie werden an die Seite der bisherigen Eliten treten und sie teils absorbieren.

Für diejenigen die sich aufgrund ihres Weltbildes welches oft des wie die neu erstandene Rechte als Feindbild sieht, wird dadurch kein Platz sein. Es ist ein Kampf zweier Milieus die beide doch am Ende als Verlierer dastehen lässt. Es erinnert an das 7. Jahrhundert um eine Parallele zu ziehen, als Byzanz und das persische Sassaniden Reich beide verbittert um die Vorherrschaft kämpften und dadurch so ermattet waren, das sie dem neu entstandenen Islam keine Kraft mehr entgegen bringe konnten. Die bis heute die Welt bestimmenden Konsequenzen sehen wir.

Ähnlich wird es mit der Digitalisierung und den sich langsam anbahnenden und in ihrer Konsequenz in Zukunft immer stärker werdenden Auswirkungen sein. Es bringen sich heute spielerisch und chaotisch Leute in Stellung die in Zukunft davon profitieren werden. Sie werden von den anbahnenden Verteilungskämpfen verschont bleiben.

Es muss daher eine Debatte in diesem Land stattfinden was man machen soll. Wie sind die Werte und Normen und gerade das Milieu welches dem kritisch entgegensteht das kleinbürgerliche welches sich vom Abstieg teils bedroht sieht und wenn nur in ihrer ideologischen Überlegenheit in der Fähigkeit, allen die Werte und Normen zu diktieren.

Den „digitalen Vorreitern“ wird es sicher schwer fallen die da wo sie überall entstehen wie die „Exoten und Verrückten“ wahrgenommen werden, die man wenn sie in den Medien und  sind wie die „Zootiere“ begegnet und gesellschaftlich wahrnimmt und die  aktuell anfangen müssen zu kämpfen um sich wirklich  zu behaupten. In Deutschland sind (leider) viele stolz auf ihre „digitalen Defizite„. Viele Menschen (auch wenn es nicht gedacht wird jüngere Menschen) sehen es als Auszeichnung, das man damit „besser ist“ weil man sich auf die „realen Dinge“ fokussiert. Für viele ist das Internet und die Auswirkungen des Internets nicht „real“, allen Debatten und Erkenntnisse um die Wahl von Donald Trump zum US Präsidenten zum trotz, weil man das Gefühl hat „dieses Internet“  welches von vielen  auch im Jahr 2018 immer noch ganz im Sinne der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel als „Neuland“ empfunden wird – in „der Realität des „guten (Klein-)Bürgers“ keine Auswirkungen hat. Man muss sich wenn davor schützen da es mehr eine Gefahr ist. Es wird so durch die Politik kommuniziert und man nimmt die Berichte um den Einfluss von Facebook was die meisten „nur zum lesen von Nachrichten von Freunden und Bekannten die man aus dem „RL“ kennt“. Dabei machen sie sich nicht bewusst wie sehr sie selbst dadurch in die digitalen Strukturen und Prozesse eingebunden sind. Wenn man jemanden auf digitale Themen anspricht, bekommt man oft als Antwort, „das man eh nicht auf Facebook ist“ und damit glauben viele Menschen die digitalen Umwälzungen würden ihr (Klein-)Bürgerliches Leben und die Ordnung in der sie aufgewachsen sind nicht tangieren.  Es dient aber auch, als Abgrenzungsmerkmal gegenüber den Digital-Natives , (wahrscheinlich sind wir weniger und eine kleinere Minderheit als wir selbst meinen, was der Soziologe Antonio Casilli  in dem verlinkten Beitrag sagt, erlebe ich massiv im Privatleben und sorgt für massive Konflikte. Für mich hat die immer währende Auseinandersetzung mit diesen Menschen  und ihrer gerade zu missionarischen Überzeugung ihre „Wahrheit“ mit fast schon arroganter verbaler Gewalt durchzusetzen,  zu diesem und dem Blogpost davor geführt) und man versucht diese (vermeidliche) Tugend, da man merkt sie ist wenig attraktiv mit verbaler und publizistischer Gewalt, ähnlich wie bei der Verteidigung des geozentrischen Weltbildes durchzusetzen.

Der „deutsche Michel“ fürchtet & bekämpft alles was er nicht kennt – Wandel wird als widernatürlich gesehen

 

Es ist der Deutsche vor allem Kleinbürger, der auch wenn er oder sie jung ist das Versprechen glaubt, dass wenn er oder sie angepasst sind, für sie die damalige „Heilsversprechen“ durch die deutsche (Klein-)Bürgerliche Gesellschaft erfüllt werden. So wird wenn sie den Werten und Normen folgen und das gewünschte Verhalten zeigen, ihnen soziale und finanzielle Sicherheit, auch in Zeiten der globalen Veränderungen sei es durch Globalisierung oder Digitalisierung garantiert sein. Die immer währende Gefahr des soziale Abstiegs wie sie in Deutschland gerade durch Hartz IV gegeben ist lässt sie daher fügsam und Neuerungen und Experimenten weniger aufgeschlossen sein.  Diese Überzeugungen  zeigen sich in den  der Digitalisierung „kritischen“ Aussagen der SPD und CDU wie auch der GRÜNEN und LINKEN. Sie alle haben gemein, das sie de facto die Digitalisierung nicht als Chance zu sehen die Zukunft und die Herausforderungen zu gestalten – sondern vielmehr als „undeutsche Tugend“ welche abzulehnen und einzudämmen ist. Dies kann vielfach gesehen, sei es gesetzlich wie es Heiko Maas mit seinem Hate-Speech Gesetzen letzte Legislaturperiode versucht hatte.

Damit steht er klar in der deutschen Tradition des väterlichen Obrigkeitsstaat steht und die damaligen Reaktionen am Aufstieg der PIRATEN  sehen wurden publizistisch wie sich gerade  Anett Meiritz vom SPIEGEL hervor getan hatte, als eine Gefahr für die vermeidlich progressive doch in Wahrheit restriktive (Klein-)Bürgerliche Ordnung und Denkweise gesehen. Hier zeigt sich, auch gerade dem angeblich alternativen –  doch in seinem Wesen auch dort der „Kleinbürgerlichen Spießbürger“auch in der jüngeren Generation das Denken und Handeln prägt. Der Kampf um den Wandel ist kein Generationenkonflikt (!) sondern es ist mehr ein Konflikt der personellen Präferenzen und Persönlichkeitsstrukturen quer durch alle Altersgruppen und sozialer Milieus wie er immer in Zeiten des Wandels war. Es ist ein Zeichen, dass sich die sozialen Milieus neu organisieren und Wandeln und ihre Hierarchie und die Möglichkeit über gesellschaftliche Mittel in all ihrer Formen neu ermitteln und erstreiten. Die Personen welche neugierig dabei sind neue Wege zu gehen, werden spöttisch betrachtet und ab einem gewissen Zeitpunkt versucht man sie sei es in der  bürgerlichen Kleinfamilie oder durch die Institutionen wenn man auf sie angewiesen ist auf die gewünschte sozial akzeptierte Linie zu bringen. Trotz aller angeblichen Versprechen, dass „jeder nach seiner Fasson“ sich persönlich entfalten kann ist die soziologische Literatur voll davon, das dem Individuum in seinem Streben durch gesellschaftliche Normen und Werte enge Grenzen gesetzt sind. Die Digital-Natives sind jeden Tag aufs neue dabei diese Grenzen zu überschreiten und neu zu definieren und da man merkt, dass diese inzwischen eine (vermeidliche) Sogkraft auf andere Entwickeln versucht man auf diese den Druck sei es allgemein oder in der Kleinfamilie auf die gewünschte Linie zu bringen.

Der Wunsch nach Sicherheit und Stabilität lässt niemanden mehr atmen – Er sorgt für eine Welt der Unfreiheit in Denken und Leben

Dies ist nur natürlich was man auch daran ablesen kann, dass in der jüngeren Generation der Trend hin zur Ehe wieder stärker wird, da sie für die Personen die Hoffnung verbindet durch das Adaptieren traditioneller Lebensformen und Werte so das (vermeidliche) Versprechen Stabilität in unsicheren Zeiten, welche durch die weiter voranschreitende Globalisierung, sozialen Umbau und der sich immer allgegenwärtigen Digitalisierung welche beginnt langsam ihre Auswirkungen anzudeuten, schützen soll- Dieses (vermeidliche) Gefühl durch die Wahl in Leben und Denken nach „traditionellen Werten“ wird daher mit allen Mitteln auch geistig verteidigt. Vertreter andrer Ideen und Lebensweisen werden als Gefahr gesehen, wie man auch an Untersuchungen sehen kann, das man in Deutschland gesellschaftlich zwischen den Milieus intoleranter wird und andere Lebensformen ablehnt. Das „Erblühen der AfD“ ist da nur ein radikales „klassisches Beispiel“ dieser Entwicklung man findet sie aber in anderen Facetten gerade auf die Digitalisierung gemünzt bei den GRÜNEN wieder. Auch die LINKE versucht mit der Abgrenzung zur Mehrheitsgesellschaft und dem kultivieren (vermeidlicher) Sozialromantik weniger den Wandel zu gestalten sondern ihn mehr einzudämmen. Allgemein sieht man in der deutschen Politik quer durch alle Parteien einen Trend zur Abwehr des Wandels.

Die FDP  versucht da eine liberale Ausnahme zu bilden, konzentriert sich dabei aber vor allem auf die wirtschaftlichen Möglichkeiten und Chancen, während einzig die PIRATEN von Anfang an bereit waren und sind die Veränderungen in ihrer Gesamtheit politisch und gesellschaftlich zu begegnen. Gerade deswegen wird den PIRATEN auch von Seiten junger Menschen entgegen der allgemeinen Vorstellung mit fast schon Hass und Feindseligkeit begegnet, sieht man sie doch als Gehilfen eines Wandels an, der die kleinbürgerliche Sicherheit bedroht nach der man sich sehnt und welche die meisten in ihrem Elternhaus kennengelernt haben. Aus den gleichen Motiven wird oft von den gleichen Leuten die Ideen und Forderungen des Feminismus trotz Lippenbekenntnisse abgelehnt oder man hält sich an den Irrglauben, dass man als junge Frau heute keinen Feminismus mehr braucht. Das Beispiel der Jungen Alternative für Deutschland die eine Kampagne starteten wieso man als junge Frau keinen Feminismus mehr braucht und welches für das linke und liberale Spektrum ein (vermeidliches) Paradebeispiel für die Vertreter der jungen Generation ist, welche den Wandel ablehnt aufzeigt. Ironischerweise lehnen diese Gruppen einen Wandel welcher ihrer eigene Komfortzone betrifft, wie es der digitale Wandel tut diesen ebenso energisch ab wie die rechtskonservative bis rechtsextreme Junge Alternative. Beide Seiten verkennen in ihrem mit unterschiedlichen Anstrich festhalten an der traditionellen (Klein-)Bürgerlichen Welt und ihrem Heilsversprechen, den Druck nach Anpassung in Leben und Denken.

Natürlich sobald man gezwungen ist, aus der (Klein-)Bürgerlichen Idylle wieder aussteigen, ist man vor allem als Frau dann massiv mit den Schattenseiten der (Klein-)Bürgerlichen Welt konfrontiert. Jedoch hofft jede/r das es einen selbst nicht treffen wird. Genau diese Angst vor dem Verlust der (Klein-)Bürgerlichen Idylle lässt das Individuum aggressiv gerade im persönlichen und familiären Umfeld agieren, weil man hier die Bedrohung durch den Wandel am schmerzhaftesten wahrnimmt. Abweichler die man „schätzt“ und „kennt“ werden hier als Verirrte gesehen, die man auf einem ketzerischen Irrweg zum versprochenen Seelenheil wahrnimmt und wo man Inquisitor und weltlicher Richter in Personalunion zu sein hat.

In einem extremen Beispiel kann man es im Umgang in sozialen und psychischen Einrichtungen sehen, wo man den „vermeidlich Abgehängten und Ausgesetzten der Gesellschaft“ die eigene Beurteilung wie diese mit dem Wandel umzugehen verwehrt. Ganz im Sinne des (Klein-)Bürgers sieht man für die Bewohner dieses „speziellen Milieus“ sich in der Verantwortung die Leute vor Konsequenzen und „einer Welt“ zu schützen von welcher man in seiner in den in den Sozial- und Pflegeeinrichtungen von Seiten des Personals annimmt diese wie man als (Klein-)Bürger selbst überfordert ist. Die Möglichkeit die das Internet gerade in seiner „Geburts-DNA“ als (vermeidliches oder reales) Heilsversprechen hat allen Menschen egal welcher Herkunft und sozialer Schicht und Milieu Chancen und Möglichkeiten zu geben, wird dort ganz im Sinne des (Klein-)Bürgers als „fauler Zauber“ begriffen.

 

Digital Natives – Unser bisheriges Verhalten schwächt uns, wir müssen aus den Fehlern der Anderen und aus unseren eigenen lernen

Wir Digital Natives müssen uns klar über die sozialen Grenzen und Milieus hinaus stärker vernetzen und aufbauen um die Vorherrschaft in der Gesellschaft eines Tages einfordern zu können. Es wird ein weiter Weg sein aber am Ende wird es an ihnen und ihren Ideen und neu entwickelten Werten liegen dieses Land nach vorne zu bringen, damit das bestehende sich entwickeln kann um nicht im Strudel des Wandels doch unterzugehen. Die Gefahren entwickeln sich und die aktuelle Reaktion in Politik und Gesellschaft erinnert an die Schlafwandler die in den ersten Weltkrieg gingen um am Ende ihre Welt damit beerdigten.

Ebenso sollten wir  Digital Natives zusammen arbeiten und aufhören das jeder für sich kleine Projekte macht die gut gemeint sind, uns aber zersplittern. Ebenso sollten wir den Fehler den linken Gruppierungen des 20. Jahrhunderts vermeiden, uns gegenseitig weil man nicht 100% die gleichen Ideen und Meinungen hat zu teilen zu bekämpfen. Sonst können wir den anstehenden Wandel und die Herausforderungen national und international nicht gestalten. Am Ende wird sonst die kleinbürgerliche Welt im alles gleich machenden Nationalismus und Sozialismus versuchen alles mit Gewalt zu bewahren, was sich nicht mehr bewahren lässt. Diese Situation kennen wir aus dem 20. Jahrhundert wo die Realität mit Gewalt der (vermeidlichen) Idee angepasst werden soll. Die Kleinbürger die um ihre Sicherheit und Macht fürchten sammeln sich deswegen ja nicht umsonst in den Parteien welche den Wandel verhindern wollen sei es AfD, LINKE oder GRÜNE.

Der Kleinbürger und seine Strukturen haben uns Digital-Natives vom Anfang an den Fehdehandschuh hingeworfen. Ihre ersten Schläge konnte man in den Flügelkämpfen und Agieren bei den deutschen PIRATEN sehen und sie setzen es auf allen Ebenen fort. Es wird Zeit das wir wie man an dem typischen Beispiel bei Netzpolitik.org zur Bundestagswahl sehen konnte  nicht machen  und uns sektenhaft gegenseitig bekämpfen, sondern dass wir stattdessen trotz aller Unterschiede im Detail, zusammen arbeiten. Alleine werden sie uns besiegen und still kriegen und ohne Kurs in den Malstrom der digitalen Veränderungen untergehen und aus Trotz uns mitreißen wollen.

Wir Digital-Natives müssen daher wach werden, wir müssen aufhören nebeneinander und getrennt kämpfen. Wir müssen laut werden und auch bereit sein die gesellschaftliche Führungsrolle von den Kleinbürgern anzugreifen – sie herausfordern damit nicht am Ende alles in einer historischen Katastrophe endet. Der Kleinbürger und seine alte Welt muss zwar nicht auf den „Müllhaufen der Geschichte“ doch wir sollten ihn von seinem Platz auf der historischen Bühne hinausbegleiten.

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Leben: Leute die das Netz atmen und welche die Außerhalb stehen – Ein Konflikt und RANT

Ich lege meinen Facebook Account still. Vielleicht kommt noch bald mein Instagram Account dran weil ich da nicht so agieren kann wie ich will. Einfach mal aus Spaß posten und selbstironisch sein wird von Teilen meiner Familie nicht gerne gesehen. Sie scheinen mich regelmäßig zu googeln und zu schauen was ich im Netz so mache und es dann mir per Facebook zu schreiben. Ich kriege oft auf Familienfeiern oder Treffen gesagt, dass das was ich im Netz mache nur Murks ist und sie wissen wie man es besser macht obwohl sie nie wirklich aktiv sind und es für sie de facto „Neuland“ ist.

An meinem Geburtstag wurde ich letztes Jahr massiv angegangen und beschimpft für das was ich im Netz mache und man hätte meine Tweets gesehen und als ich versuchen wollte es zu erklären wurde mir gesagt, dass ich „eh nur mit Spinnern und komischen Leuten im Netz zu tun hätte und man eh nicht sich für meinen Scheiß interessiert.“ Na ja, ich hab mir dann mal meine Follower auf Twitter angesehen und mir meinen Teil gedacht. Ich wollte es erklären doch kam ich nicht dazu. Man hatte seine Festgelegte Meinung und ich hätte mich dem zu Fügen.

Klar mit dem was ich im Netz mache und wo ich mich bewege, gehöre ich mit meiner langjährigen Erfahrung auch aus den frühen 2000ern stammende Erfahrung im führen von Netzcommunitys wie damals bei Ogame und Battleknight zwei Spiele von der Gameforge, welche damals sehr aktiv waren und die Teils einige Medienberichte damals bekommen haben, war ich obwohl ich es kaum aktiv spielte in der Community und auch bei den damaligen Leuten der Firma auch im RL bekannt und man schätzt sich teils bis heute. Es sind viele Freundschaften damals entstanden und mache dauern bis heute an. Diese Erfahrung aus der Zeit helfen mir heute sicher vor allem auf Twitter die Sachen zu machen die ich mache.

Was mache ich da? – Ich bin halt politisch bei den Piraten aktiv ich schreibe Berichte die Teils auf der Homepage der Piraten erschienen (wie hier, hier, und hier) sind und teils woanders.

Ich habe auf der Pirate Security Conference 2018 einen Vortrag unter anderem gehalten was man auf der Homepage sich ansehen kann. Und ja weil es die wenigsten Leute in der Außenwelt sehen muss ich mir wenn ich über mein Leben rede immer allen nötigen Scheiß anhören und jeder meint zu wissen, dass das was ich mache eh nicht existiert und man meistens zu doof (!) ist google zu verwenden und sich von seinen festen Weltbildern wie Menschen zu sein haben zu bewegen.

Wenn ich mal selten mir Leuten wenn sie mich fragen mit was für Menschen ich so zu tun habe im Netz dann schweig ich meistens weil es eh nicht den Erwartungen entspricht und man da man meinr zu Wissen wie Netzwerken im Netz und aktiv über das Netz in Debatten einzusteigen und sich auszutauschen so leicht ist, kann man ja eh nicht mit „VIP“ über das Netz reden.

Dabei was sind „VIP“ im Netz? Für die meisten Leute sind es Menschen die eh viele Follower haben und wenn irgendwie in den Medien sind. Ist ja ganz nett aber wenn man lange im Netz unterwegs ist weiß man wie leicht es ist Follower zu kaufen. Ich krieg jede Woche mindestens 5 Mails von Agenturen die meinen ich soll mir mit Fakefollowern die auch interagieren mein Instagram Profil „verbessern“ Schön aber auf so etwas hab ich keine Lust und es ist mir zu doof. Dann würden die Leute denken man ist „wichtig“ im Netz,

Was für ein Schwachsinn! – Es zeigt wie die Welt immer mehr in zwei Lager zerfällt einmal die Leute die aktiv im Netz etwas gestalten und sich darin wie ein „Fisch im Wasser“ bewegen und einmal die Leute welche es nur konsumieren und meinen die Mechanismen des RL und die sozialen Regeln und Normen gelten 1:1 im Netz wieder.

Ja und Nein kann man dazu nur sagen, Es isr so, dass wenn man ein gewisses Wissen hat und Authentisch ist was ich ja schon einmal hier ansprach dann auch mit Gewissen „wichtigen Accounts“ sich besser unterhalten kann und mehr aktiv ist. Einem ermöglichen dann andere Möglichkeiten durch das Netz auch im Beruflichen und anderen Ebene als anderen Menschen. Aber dies ist für die meisten Menschen fremd weil sie es nie erleben. Es ist halt eine Welt für sich und man braucht gewisse Fähigkeiten um sich in ihr gekonnt zu bewegen.

Es wird sicher so sein, dass die Menschen die sich gekonnt in dieser Welt bewegen werden und es jetzt schon tun von Menschen außerhalb dieser Welt angegriffen und verspottet werden und man sich anschauen muss wie diese Spaltung am Ende dieser Gesellschaft gut tun wird. Weil im Netz wird in nächster Zeit die Debatten stattfinden die dann als Echo in den Zeitungen stehen werden, woran die meisten Menschen die die Fähigkeiten nicht haben ausgeschlossen sein werden und man ihnen die Regeln dann vorgibt weil sie an dieser Debatte nicht beteiligt sind.

Dies sollte uns allen dennoch eine Warnung sein!

 

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Politik: Ihre Authentizität ist ihre Stärke – Die Piraten haben ein Ass für die Zukunft

Wenn man nun in die USA schaut und sich den „March for our lives“ ansieht, zeigt es wohl das die Millenials wieder politisiert worden sind. SPIEGEL ONLINE  vergleicht es wie damals als die Babyboomer gegen den Vietnam Krieg demonstriert haben und damit in den USA eine Veränderung für die nächsten Jahre auslösten und die US Amerikanische Gesellschaft vorerst verändert hatten.  Politikwissenschaftler Christian Hacke sagt dazu im Deutschlandfunk, dass die Zivilgesellschaft in den USA weiterhin funktioniert. Er nennt es gar „ein Armutszeugnis für die politische Klasse“ des Landes.

Veränderungen sind also möglich und auch einen Wandel wird es immer wieder geben. Nichts auch in der Politik ist in Stein geschrieben. Alles kann sich ändern und wenn kann man nur sich an den Spruch eines antiken griechischen Philosophen halten, das „alles fließt“.

Politik ist die Gestaltung des Wandels und auch wenn die konservative Politik versucht möglichst viel des alten zu Bewahren ist sie doch auch immer dem Denken wie man den Wandel in ihrem Sinne minimal mitgestalten kann. Wenn nun viele in Deutschland mehr Zyniker sind und sagen, dass man eh nichts gestalten kann und dabei gerne „den Lauten“ im Netz die Debatte überlassen so ist es doch eine Gefahr. Viele Menschen die anders Denken haben sich aus Facebook zurückgezogen was mehr und mehr zu einem Spielfeld derjenigen wird, welche im Zeitalter der kommenden Digitalisierung mehr als passive Besucher denn als Gestalter des Wandels sich begreifen. Facebook wird mehr zu einem Spiegelbild einer Zeit welche gerade sich darauf ausmacht das Internet zu begreifen, während viele andere auf anderen Netzwerken und da gerade auf Twitter sich daran versuchen die Spielregeln des neuen digitalen Zeitalters zu gestalten.

Eine Studie des Pew Research Centers von 2015(!) kommt zu dem Schluss das vor allem Jugendliche deren Eltern ein höheres Einkommen haben Instagram nutzen, während in Europa vor allem gut gebildete Facebook nutzen, während es gerade für Deutschland und der Schweiz nicht zutrifft, so ein Bericht auf der Huffington Post.

Wie gesagt es geht gerade um junge Menschen und daher ist es so, dass viele da (noch) nicht einen höheren Bildungsabschluss haben und die Zahlen sind von 2015 was in der schnellen Welt der Internets nichts heißt. Einen Demografischen Überblick von 2017 hat das Handelsblatt versucht, wobei dabei sich zeigt, dass man für Twitter gerade kaum gesicherte Aussagen treffen kann. Facebook ist in Deutschland für die Politik sicher das Zentrale Medium im Internet da man hier die meisten Leute gerade im Bereich der Baby-Boomer die eine etablierte politische Haltung haben und welche die meisten Menschen in Deutschland stellen gewinnen kann. So setzen die meisten Parteien in kommenden bayrischen Landtagswahlkampf ganz auf Facebook.

Twitter hat sicher die „Hemmschwelle“ das man schwer längere Texte verfassen kann und man sich kurz und gezielt mit einer Botschaft an die Leute wenden muss. Auch ist es so, dass man sicher sich hier leichter in ein Milieu hineinkommen kann wenn man über ein gewisses Wissen auf einem Gebiet verfügt und dann seinen Content entsprechend über einen präferierten Kanal gestaltet.

Das Netz und das Wirken jedes Einzelnen im Netz wird also die Debatten der Zukunft gestalten und abbilden und auch dann wie man in den USA sehen kann es einzelnen und Gruppen ermöglichen solange sie authentisch in ihrer Botschaft sind die Leute für ihre Themen gewinnen.

Authentizität in der Politik ist das Ah und Oh in diesen Zeiten

In der Politik der ersten Hälfte des 21. Jahrhunderts wird es mehr und mehr darauf ankommen, das die Person des Politikers mehr und mehr authentisch ist. Die Leute wollen das der Politiker der eine Botschaft an die Leute bringt und dafür wirbt für ihre Interessen zu stehen dieses auch lebt. Ein Paradebeispiel dieses Handelns und Lebens ist sicher der damalige Präsident von Uruguay José Mujica.

Donald Trumps überraschende Erfolg bei den letzten US Präsidentschaftswahlen war klar auch dem geschuldet das er bei den Wählern damit überzeugte, das er genau das sagte was er denkt und dies in irgendeiner Form auch lebt.

Der Blog „Psychologie Welt“ sagt dazu, dass „Marketing-Experten werden Ihnen sagen, dass Marken, um authentisch zu sein, konsistent und ehrlich gegenüber ihrer eigenen Identität bleiben müssen und ihren Zielkunden treu bleiben müssen. Sie sollten Anspruch auf ein Bündel bedeutungsvoller Attribute und Werte erheben. Und dann sollten sie diese Attribute und Werte immer und immer wieder aufrichtig vermitteln und übermitteln. Eine Studie nach der anderen zeigt, dass Verbraucher auf authentische Marken vertrauen und ihnen treu sind. Wie Marketingberater James Gilmore betonte, liegt dies daran, dass „wir in einer zunehmend inszenierten, konstruierten, vermittelten Welt“ nach Dingen und Menschen hungern, die aufrichtig und aufrichtig sind.“

Diese (vermeidliche) Authentizität macht sich gerade die AfD zur Nutze welche mehr und mehr nicht verheimlicht das sie der bisherigen Form der Politik auf vielen Ebenen kritisch bis feindseelig gegenüber steht. Das sie dabei in ihren Inhalten wie den Einschnitten ins soziale Netz in diesem Land ihren Wählern nur schaden wird ist auf der einen Seite klar von Katharina Nocun in einem Blogpost hingewiesen worden. Sie geht auch ferner auf den „Source-Code“ der AfD ein. Man kann sich aber sicher Fragen wie weit die AfD welche jemanden wie Alice Weidel an der Spitze hat und die als Steuerflüchtling in der Schweiz lebt in einer eingetragenen Partnerschaft lebt von ihrem Leben her die Werte der AfD lebt, weist nicht umsonst der promovierte Historiker Stefan Hemler in seinem Blog hin.

Dennoch zeigt auch gerade dieses Beispiel das man jemanden dem man vermeidlich eine Authentizität und wenn es nur durch einen gewissen (selbsterstellten) „Mythos“ der Partei ist wünscht das diese Person und die dazugehörige Partei die Politik verändert. Die damalige Stärke der SPD war gerade darin das sie authentisch in den sozialen Fragen war und auch die Politiker die ihr entstammten dem entsprachen. Das die SPD zurecht (!) stolz auf Otto Wels ist der sich den Nazis selbst 1933 entgegenstellte und viele Sozialdemokraten lieber ins KZ gingen als sich den Nazis anzupassen und dann auch dem Stalinismus entgegenstanden machte viel ihrer damaligen (moralischen) Stärke in der Bundesrepublik aus. Gerhard Schröder hat mit seiner Inszenierung als „Genosse der Bosse“ und seinem Wechsel zu Gasprom dem massiv geschadet und ohne einen personellen und inhaltlichen Wechsel wie es Labour in Großbritannien gelang wird die SPD ihre Talfahrt nicht beenden können.

 

Sind sich die PIRATEN in Deutschland ihrere Authentizität bewusst?

Die PIRATEN in Deutschland scheinen angeblich aus dem Blickfeld des Bürgers als vermeidliches „One-Hit Wonder“ der deutschen Politik verschwunden zu sein. Viele sind sich nicht bewusst ob es die PIRATEN noch gibt und wenn sie es merken, sind sie doch klar bereit dieser Partei als einer der Wenigen die Kompetenz in den Digitalen Fragen zuzusprechen. In diesen Kernfragen haben die PIRATEN bei den Leuten wenn man immer wieder es hört eine klare authentische Botschaft auch wenn sich viele nicht vorstellen können wie weit diese digitalen Sachen einen klaren Einfluss auf ihre persönliches Leben haben trotz der ganzen Berichte in den Medien über die Auswirkungen des digitalen Wandels auf die Menschen und die Gesellschaft als Ganzes.

Doch sollte die Partei dies als Chance begreifen und sich langsam mit ihren Themen wieder aufbauen um nachhaltig die deutsche Politik gestalten zu können. „Die Medien“ liebten Personen die gerade damals den Streit suchten um dann so für Berichte zu sorgen. Christopher Lauer zehrt beispielsweise noch heute medial von diesem damaligen Ruhm auch wenn er politisch de facto in dieser Republik keine Rolle spielt und in der SPD innerpolitisch mehr ein Nischendasein fristet. Ob er als authentisch mit seiner damaligen Rolle bei den PIRATEN und deren Werte zu gelten hat, wenn er im TAGESSPIEGEL fordert das Facebook verstaatlicht werden muss und in der ZEIT die Forderung aufstellt das man wegen des Feinstaubs etwas gegen „die Freiheit andere zu gefährden“ etwas unternehmen müsse, mag bezweifeln wieso er sich damals als politische Heimat ausgerechnet eine Partei suchte welche die Freiheit und individuelle Selbstbestimmung sich auf die Fahnen geschrieben hat. Das er sich medial als Sprachrohr der „jungen Generation“ der ab den 1980iger aufschwingen möchte und im TAGESSPIEGEL meint das die „junge Generation streiken sollte weil sie so sehr von den Alten verarscht“ wird, ist schon seltsam da es ihm de facto ja einen kurzen Job bei Springer einbrachte und er in einer privilegierten Position kaum als Rebell und Anführer für einen Wandel stehen kann. Jemand der schnell die Partei wechselt nachdem es da nichts mehr selbstverschuldet zu holen gibt und dann mit einem Zwischenspiel in der Wirtschaft eher genau den alten Typus Politiker entspricht und man sich Fragt wieso er so viel Zeit und Energie im damaligen Kampf bei den PIRATEN investiert hat, wenn er nun solche Positionen vertritt zeigt wie schnell junge Politiker im verkennen des Kapitals des politischen Handelns sich de facto längerfristig auch im Auge des Wählers verbrennen.

Genau aus diesen Fehlern und dem Scheitern der damaligen bei vielen Medien als vermeidliche „Stars“ und „Hoffnungsträger“ der PIRATEN für die deutsche Politik kann man eine Menge lernen. Gerade nun wo die PIRATEN die vermeidliche Ruhe vor dem Sturm haben, kann man arbeiten und gestalten. Wie es geht und wie man authentisch als neue Kraft die Politik gestalten kann zeigen die PIRATEN ja gerade in Tschechien, wo sie ins nationale Parlament gewählt wurden. An dem Markenkern als Freiheitspartei zu arbeiten und auch ehrlich und ohne Angst bisherige soziale Strukturen und Normen in Frage zu stellen wie es seinerzeit die GRÜNEN gemacht haben, wird sich am Ende für die PIRATEN auszahlen. Auch ein Blick in die damalige frühe SPD zeigt wieso die PIRATEN wenn sie das damalige „authentische Erbe“ der SPD  und sich als Motor für diese neue industrielle Revolution mit all ihren Facetten weiter etablieren und daran arbeiten diesen Wandel zu gestalten sie am Ende auch als authentischer Ideengeber wahrgenommen werden und damit Erfolge haben. Ferner geht es auch darum das man langfristig authentische Personen aufbaut wie Anja Hirschel oder Hélder Aguiar und andere die in der Partei bekannt sind und die für die Ideen brennen, gerade jetzt in Zeiten wo es nichts zu holen gibt. Diese Chance welche die PIRATEN nun haben ist, dass sie gerade mit den Leuten die mit Herzblut und Ideen an den Themen der Partei arbeiten die authentischen Köpfe von morgen haben werden und dies ihr nutzen wird.

Man sollte daher als Mitglied der deutschen Piratenpartei nicht fatalistisch sein sondern gerade die Chancen begreifen die sich der Partei bereiten. Viele der großen Parteien haben ihre Wurzeln im 19. und frühen 20. Jahrhundert, wo hingegen die PIRATEN in Deutschland gerade einmal etwas über 10 Jahre alt sind. Als PIRATEN hat man also gut Zeit weiter seine Marke „unter dem Radar“ zu etablieren gerade da man nun ungestört ist um dann wenn die Zeit reif ist wie „ein Phönix aus der Asche“ mit eben diesen authentischen Ideen und Personen wieder aufzusteigen.

 

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Politik: Wir müssen über die Bundeswehr reden – Den Fragen der Zukunft will man sich nicht stellen

Im Bundestag haben gestern verschiedene Fraktionen den türkischen Militäreinsatz in Syrien kritisiert. Zwar gab es keine Kritik von den Regierungsfraktionen doch ist der Einsatz der Türkei gegen die syrischen Kurden bei vielen heiß umstritten.

Es ist so das wenn man Elijjah folgt der Krieg in Syrien sich mehr und mehr zu einem Stellvertreterkrieg zwischen den USA und ihren Verbündeten auf der einen Seite und Russland und seinen Verbündeten auf der anderen Seite entwickelt.

Der Zwischenfall bei dem russische Söldner eines russischen Militärunternehmens von den USA getötet wurden, ließ in Moskau und Washington die Alarmglocken schrillen und keine Seite war daran interessiert, diesen ersten direkten ernsteren Zwischenfall zu einem Konflikt zwischen beiden Seiten eskalieren zu lassen. Dennoch ist die Lage in Syrien unübersichtlich und die USA sind jedoch dabei diesen Konflikt gegenüber der russisch-syrisch-iranischen Achse zu verlieren, folgt man den Ausführungen von Elijjah. Insgesamt zeigt sich aber wenn man sich den Nahen Osten ansieht, das Qatar durch die Bemühungen von schiitischen Milizen im Irak entführte einflussreiche Mitglieder zu befreien und dadurch dem Iran einen Faustpfand gaben, dazu geführt hatte das der Iran einige Ziele in Syrien erreichen konnte und Qatar, so den Zorn von Saudi-Arabien sich zuzog was laut New York Times zu den Konflikten zwischen Saudi-Arabien und seinen Verbündeten am Golf auf der einen Seite und dem in Verdacht mit dem Iran zu sympathisierenden Qatar führte.

Deutschland hat in all dieser Ereignisse, am 15.3.2018 im Bundestag mehrere Einsätze für die Bundeswehr beschlossen. Darunter einen in Darfur, eine Mission im Südsudan, wie auch die Verlängerung des Mandates in Afghanistan, wo es nach dem Willen der Bundesregierung von bisher 980 Soldaten eine Erhöhung auf 1.300 Soldaten geben soll. Die Bundesregierung hat in einem Bericht an den Bundestag zu diesem Einsatz geschrieben, dass die Rahmenbedingungen des Einsatzes sich geändert haben. So hat das Aufkommen des IS in Afghanistan unter anderem gezeigt, dass der Westen weiterhin in dem Land präsent sein muss.

Auch soll die Bundeswehr weiter im Irak nach Willen der Bundesregierung ihren Aufgaben nachkommen. So behandelte gestern der Bundestag ebenso den Einsatz der Bundeswehr in dem Land welches sich nun nach dem Ende des IS dabei ist neu zu sortieren. Man will das Ausbildungsmandat für die kurdischen Peshmerga daher beenden. Im Irak selbst ist man von der Dauer der Präsenz der ausländischen Truppen eher kritisch eingestellt. Viele wünschen sich ein Ende der Anwesenheit des ausländischen Truppen im Irak.

Die Frage ist allerdings wie soll die Bundeswehr all diese Aufgaben bewältigen? – Die WELT berichtete über die Debatte das man den Wehretat, welchen man eh durch die NATO Verpflichtungen anheben muss und vor dem sich Berlin auch gerade aufgrund des Drucks von Seiten der Bevölkerung davor weg duckt darüber das eine Erhöhung des Etats nur zu einer Hilfe für die deutsche Rüstungsindustrie wird.

Gerade da die Medien in Deutschland viel darüber schreiben, was alles in Sachen Sicherheitspolitik nicht gehen soll und man lieber in Deutschland sich in einer „Insel der Seeligen“ einigeln will, ist zwar aufgrund der Ressentiments in großen Teilen der Bevölkerung zu verstehen, aber verkennt die neuen Herausforderungen in Europa und der Welt für die Sicherheitspolitik in Deutschland und der EU. Gerade wo die USA unter der Trump Administration darauf hinarbeiten, dass die NATO Verbündeten einen (verständlicherweise) größeren eigenen Beitrag zu leisten haben. Auch ist es so, dass die USA sich mehr mit China und dem pazifischen Raum befassen werden, was man unter dem Schlagwort des „Pazifischen Jahrhunderts“ schon vor einigen Jahren lesen konnte ist die Weigerung Berlins endlich Taten folgen zu lassen naiv und gefährlich. Man kann der Bundeswehr nicht immer wieder neue Aufgaben übertragen und dabei die Frage wie man die Soldaten ausstattet damit sie den Auftrag sicher und erfolgreich erledigen können nicht beantworten. Von anderen Punkten wie man die Herausforderungen durch Russland und die Veränderungen des Konfliktes durch den technologischen Wandel, mal ausgeklammert. Dabei hat der technologische Wandel durchaus eine Chance für die Bundeswehr. Wie T. X. Hammes auf „War on the Rocks“ darstellte ermöglichen Drohnen militärischen Aufgaben billiger und besser hinzubekommen als klassische Mittel.

Ja sie sind denen sogar überlegen und man befindet sich an einem Punkt wie damals im Zweiten Weltkrieg als Flugzeugträger zeigten wie sie Schlachtschiffen überlegen waren und dabei noch billiger oder das beliebte Beispiel der Schlacht von Crecy im Hundertjährigen Krieg, welches das Ende der Ritter besiegelte. Gerade wenn die Bundeswehr sich den neuen Technologischen Herausforderungen nicht anpasst und dann am Ende effizienter und preiswerter ihre Aufgaben erledigen kann, aber dafür erst einmal die notwendigen Systeme entwickeln muss wird sie am Ende statt Sicherheit nur eine Gefahr sein, weil sie einem potentiellen Gegner zeigt wie schwach und verwundbar sie ist. Dies kann nicht gewollt sein und auch wenn die Gesellschaft und Politik sich aus Bequemlichkeit diesen Fragen nicht stellen will, kann es am Ende zu einem bösen Erwachen kommen.

 

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Politik: Die Proteste im Iran – Gibt es einen Ausweg?

Der Iran ist wieder mal in aller Munde. Genau wie Nordkorea dominiert es seit dem Amtsantritt von Donald Trump wieder die Schlagzeilen der Welt.

Aktuell sind Proteste im Iran ausgebrochen welche medial und in den sozialen Netzwerken aufgegriffen werden. Im Iran richten sich die Proteste vor allem gegen die schlechten Lebensbedingungen im Land und waren in erster Linie soziale Proteste. Inzwischen haben sie sich auch gegen die iranische militärische Beteiligung des Irans in Syrien und Jemen sowie in anderen Staaten gerichtet. Elijah hat einen Einblick in die aktuelle Lage der Proteste und Hintergründe in seinem Blog dargestellt wo er auf diese Entwicklungen hinweist, wie auch die Reaktionen und Motive der iranischen Regierung in dieser Frage darstellt.

Doch was bedeuten die Proteste für einen Wandel im Iran? – Die Frage ist sicher zu erläutern, genauso was kann „der Westen“ in dieser Frage machen?

Medial wird gerade in Deutschland im Gegensatz zur Bundesregierung die Proteste im Iran meistens mit Sympathie begegnet. Da der iranische Hardliner Ayatollah Mahmoud Hashemi Shahroudi  in einem deutschen Krankenhaus behandelt wird, was medial in Deutschland zu Protesten führte.

Derweil ist die EU Gastgeberin eines Gipfels mit dem Iran wo es um die Zukunft des Atomabkommens mit dem Iran geht, welches von den USA unter der Trump Administration in Frage gestellt wird.

Die EU und die USA sind sich über die Zukunft des Irans uneinig. Diesen Konflikt gab es schon in der Vergangenheit, während die EU einen Pragmatischeren Umgang mit dem Iran für Angebracht sieht sehen die USA und der Iran sich gegenseitig als Feinde. Deswegen haben die meisten EU Staaten die Proteste im Iran nicht so massiv begrüßt wie es die USA oder Israel taten. Doch trotz aller öffentlichen Sympathien im Westen für die Proteste im Iran sind die Möglichkeiten direkt einen Wandel herbei zu führen gering.

Saudi-Arabien versucht schon seit längerem die Unruhe und die Spannungen im Iran für seine Zwecke auszunutzen. Dabei hat das arabische Land ähnliche Probleme wie der Iran zu bewältigenEin Wandel im Iran hin zu  einem demokratischen Iran am Ende, würde aber Saudi-Arabien langfristig mehr Schaden als Nutzen.

Seit dem arabischen Frühling weiß man, dass das Internet zu einem wichtigen Medium in der Frage ist wie sich Oppositionsgruppen organisieren können und Aktivisten sich in repressiven Staaten koordinieren um dann den Protest auf die Straße zu bringen. Die USA haben da sicher mit ihren Konzernen und dem versteckten Einfluss der NSA auf diese Möglichkeiten der iranischen Opposition zu helfen. Doch das Fachmagazin Foreign Policy sieht gar mit der Kontrolle des Internets wie es die USA machen und der Wiedereinführung der Sanktionen, eine Hilfe der USA für den Iran, welche entgegen der Rhetorik der USA in der Frage steht. Der Iran hat zwar alle Sozialen Netzwerke und Messenger gesperrt wie Telegram doch dennoch weiß die Regierung das die Nutzer die Sperre (meistens) umgehen und so verbreiten sie laut einem Bericht in der WELT dennoch ihre Botschaften dort, um auf die Bevölkerung einzuwirken. Laut dem Bericht ist es auch so, dass ältere Menschen die die Revolution von 1979 unterstützt haben inzwischen diese Bedauern. Man kann dennoch sagen, das die Proteste im Iran eine Niederlage für die liberalen Kräfte im Iran sind die das System reformieren wollen.

Die Proteste zeigen, dass der Bevölkerung der Wandel , wenn er denn was die Protestierenden bestreiten, stattfindet nicht schnell genug geht. Der Iran hat nun das Problem das er zwar seinen Einfluss in der Region erweitern will doch langsam da die ökonomische Kraft begrenzt ist es für Unruhe im eigenen Land sorgt. Ein Rückzug des Iran und eine Konzentrierung auf die Innenpolitik wie es die Demonstranten fordern, würde Saudi-Arabien und den USA die Möglichkeit geben den Einfluss des Irans der seit dem Irakkrieg immer weiter wuchs, wieder zurückzudrängen.

Abschließend kann man nur sagen, dass aktuell kann man schwer sagen wohin die Reise des Iran gehen wird. Der Iran hat Spannungen die jedoch schnell wie die Proteste im arabischen Frühling zeigten neben dem Iran auch andere Staaten in der Region betreffen könnte. Der einzige Ausweg ist ein Wandel und ein Ende des Ringens der Staaten Saudi-Arabien und Iran um Vorherrschaft und stattdessen Kooperation wie es die EU und die europäische Geschichte vormachen. Da jedoch es autokratische Staaten sind, wobei der Iran mehr eine Mischform aus Demokratie und Autokratie ist, wird das Misstrauen und der Zwang sich nach innen zu legitimieren es verhindern. So gesehen würde nur ein demokratischer Wandel und Ende der autokratischen Strukturen von innen heraus ein langfristiger Ausweg aus der Krise sein. Jedoch wenn es in einem Staat beginnt, intervenieren meist die anderen Staaten um ihre Macht zu sichern und auszubauen. Verlierer ist am Ende immer die Bevölkerung und der Westen musste seit dem Irakkrieg einsehen, dass er nicht wie erhofft von Außen den Wandel erzwingen kann.

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Politik: NetzDG der erste Schritt in eine Dystopie?

Wenn man sich mit der aktuellen Lage um NetzDG von Heiko Maas beschäftigt, hat man das Gefühl, das es gut gemeint aber schlecht ausgeführt war. Hier zeigt sich wieder das die Politik fälschlicherweise versucht eine Vorreiterrolle zu übernehmen, was aber Aufgabe der Gesellschaft ist. Man versucht den Hass der sich im Netz breit macht wieder zu verstecken dabei ist der Genie längst aus der Flasche und das NetzDG und deren Verfechter schaffen mit Zensurmaßnahmen nur ein Mittel welches denen die es bekämpfen soll am Ende stärkt.

Gerade wenn wie man nach Österreich sieht wo die FPÖ an die Macht gekommen ist und wo die Konservativen mit der Rechten paktieren und man in Teilen der CDU in der Post-Ära Merkel ähnliches anstreben wollen, wird das NetzDG am Ende die Fressen welche es eingeführt haben. Brigitta Jornsdottir warnte auf der Münchener Sicherheitskonferenz 2016 davor, das mit einer NSA die alles überwacht eine Gefahr existiert wenn sie „falls Donald Trump gewinnt,“ dann in den falschen Händen ist. Man kann Brigitta schon eine „Cassandra“ nennen, wie es Sylvia Steinitz als Frage formuliert ein Jahr später auf der Pirate Secon in München tat.

Diese Gefahr besteht ebenso beim NetzDG und dazu kommt noch das der Staat die Kontrolle über das Netz in Deutschland und die Inhalte am private Unternehmen in den USA abgibt, welche dann intransparent und auf Geheimnistuerei bedacht die Inhalte filtern. Dabei wird sicher nicht die Stärkung der Demokratie in Deutschland und die Abwehr der rechten Entwicklungen im Fokus stehen sondern ganz klar Umsatz und Gewinn der betroffenen Konzerne.

Dieser Dammbruch würde wenn der Iran auf dem Druck der jungen Bevölkerung Facebook und Twitter zuzulassen, dienen ähnliches für seine „nationalen Netze“ zu fordern und China geht noch weiter wo die Medienkonzerne bereitwillig kooperieren um den Markt nicht zu verlieren. China hat nun ein Punktesystem für seine Bürger eingeführt mit denen es das Verhalten des Einzelnen bewerten und gegebenenfalls sanktionieren will.

Dies wird sicher Nachahmer finden und klar in Deutschland ist so etwas noch nicht denkbar, aber wer weiß wie die Entwicklung sein wird? Wenn man in einem Staat lebt der bei Hartz IV ähnliches macht, wird man dann ein Punktesystem für Bezieher von Hartz IV einführen die man dann besser Sanktionieren kann und die Gesellschaft die gegen die Schwachen hetzt wird es akzeptieren da es ja nur die „faulen Schmarotzer“ betrifft?

Fazit ist, dass jeder Eingriff in die Freiheit sei es durch den Staat oder Konzerne kritisch zu sehen ist. Das Internet bietet gute Möglichkeit zum Guten wie zum Bösen, doch da es nicht demokratisch kontrolliert und betrieben wird, sind die Chancen des Missbrauchs groß. Die Netzbewegung fordert schon lange das man dies behebt! Ebenso ist bei den PIRATEN diese Position zu finden, doch sind sich viele Bürger und potentiellen Wähler dessen nicht bewusst und wissen nicht die Auswirkungen der immer stärker werdenden Überwachung im Netz was es Auswirkungen auf ihr Leben hat. Langsam dringt die Kontrolle und Normierung des Verhaltens im Internet auch in den Alltag der Bürger ein. Wenn wie aus den USA berichtet wird, das Sanktionierung von Filesharing dazu führt das Netzbetreiber die Alltagsgegenstände im „Internet of Things“ manipulieren, so dass Heizung und andere Geräte eingeschränkt nutzbar sind, müssen die Alarmglocken angehen!

Im 21. Jahrhundert ist der Traum den Menschen zu kontrollieren und gewünschtes soziales Verhalten entgegen der persönlichen Präferenzen die zwar legal aber dennoch unerwünscht sind, neue Möglichkeiten des Gebrauch- und Missbrauchs gegeben. Gerade die junge Generation muss darüber aufgeklärt werden und aktiv sein. Gerade weil sie Impuls für einen Wandel sind in einer Gesellschaft die immer mehr zu politischen Extremen und Kontrolle neigt wie sich eine Mehrheit der gerade älteren Wähler auf Kosten der jüngeren Generation wünscht. Wir alle haben die Wahl in was für einer Zukunft wir leben wollen und dafür muss man eben streiten. Demokratie und Freiheit lebt vom aktiv handeln!

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