Politik: Die LINKE und Babyboomer werden uns nicht retten & für uns handeln – das müssen wir selbst tun

Fragen über Fragen, doch unsere junge Generation scheint sich für die Älteren im Internet zu verstecken und ihnen das politische Feld zu überlassen. Wenn wir wählen, dann wählen wir in kritischen Zeiten Spaßparteien wie die PARTEI und wollen uns wirklich an der politischen Zukunft in unserem Land nicht beteiligen.

Wenn man mit Journalisten redet, sind diese überrascht wie wenig Politik und Gesellschaft trotz der Debatte um den Einfluss von Facebook und Twitter auf den Sieg von Donald Trump und dem russischen Eingreifen für ihn Gedanken macht. Man redet wie aufgeregt in den politischen Talkshows aber ob man sich wirklich inhaltlich mit den neuen Herausforderungen befassen soll, mag einem Beobachter irritieren. Stattdessen will man neue Mauern im Netz herbeiführen und die junge Generation welche am meisten unter diesen Mauern leiden wird, sitzt einfach da und postet neue „sexy Bilder“ von sich auf Instagram und Snapchat. Die Daily Show hatte damals die Gefahren für die Netzneutralität und wie es eine Konsequenz wie wir mit dem Internet umgehen werden beschrieben und wenn man nun einen „Influencer“ wie die Sängerin Lena auf Instagram mitbekommt wie sie gegen Netzneutralität im Auftrag ihres Sponsors der Deutschen Telekom wettert, dann darf man sich nicht wundern wie auch bei vielen Musikern das Gespür für die Digitale Ära vorbei gegangen ist. Zwar gab es einen „Shitstorm“ doch darf man sich fragen ob Shitstorms alleine reichen um politisch etwas zu verändern. Wie weit die Apathie der Politik reichen mag kann man nun live in den USA sehen. Donald Trump lässt die Politik und auch die Außen- und Sicherheitspolitik zur Show verkommen und man vergleicht ihn schon wie Stephen Walt in Foreign Policy mit Wilhelm II der den ersten Weltkrieg verursachte.

Gerade die Apathie welche die Jugend in Deutschland hat, wo es uns (vermeidlich) gut geht und wo man sich nicht wirklich beteiligen muss, weil man doch „eh nichts ändern kann“ und „Merkel schon alles richtet“, weil man sich wen anders als Angela Merkel kaum noch in der Generation Merkel vorstellen kann, lässt die junge Generation ihre Rolle als dynamischer Motor für Impulse in der Gesellschaft vergessen. Dadurch, dass sie eben nicht die Welt das Internet und die Veränderung in Leben und Denken dieser Generation die durch das Netz sich gestaltet verteidigt lässt man das Feld einer hysterisch auf Facebook agierenden Babyboomer Generation die eh durch ihre Zahlen sich immer noch als Zentrum dieser Gesellschaft und der Ideen sieht. Man versucht von Politik und Medien auf diese „selbstverliebte“ den Extremen von AfD und LINKE sympathisierenden Gruppe eingehen und lässt ihre Vertreter in den Talkshows des öffentlich rechtlichen Reden und polemisieren, während Stimmen und Ideen – ja sogar der Geist der jungen Generation und wie sie leben will eher bemitleidet und kritisiert wird.Man will sich von Seiten der Netzaffinen Generation nicht in den Status Quo anpassen und zieht sich wie die Biedermeier nach der gescheiterten Revolution von 1848/49 ins private zurück und überlässt anderen die politische und soziale Debatte, während man über triviale Sachen auf Youtube und Instagram sich ereifert. Dieses Fehlen der Ideen der jungen und mittleren Generation zeigt die Schwäche in Deutschand wo man sich mehr für das Bewahren des Bisherigen anstatt des Gestalten der Zukunft einsetzt.

Wenn man aber von Seiten der jungen Generation nichts macht und wissbegierig alte Babyboomer und ihre verblassten Linken Träumereien aufsaugt und dank technokratischer Bildung nicht kritisch hinterfragt, haben wir am Ende unser Dilemma uns selbst eingebrockt. Gerade gegen den Strom zu schwimmen auch wenn man es nicht will, ist leider wenn man genau hinsieht das Gebot der Stunde. Als Korrektiv für Fehlentwicklungen werden wir gebraucht und der Blick auf Gesellschaft und Politik muss gerade von unserer Seite aus Schärfer werden, auch wenn uns über Jahre in Schule, Familie, Universität und Medien eingeimpft wurde, dass man genau dies nicht machen soll und lieber sich mit „gesellschaftlich sinnvollen Dingen fürs Leben“ beschäftigen soll. Unsere Schwäche und Apathie ist es die gerade die AfD stark macht, weil wir keinen positiven Gegenentwürfe und Forderungen unsere Zukunft stellen. Wir konsumieren um uns herum die Welt und hoffen im deutschen Untertanengeist, dass „die Merkel“ und die Babyboomer es schon richten werden. Dabei vergessen wir, dass es um unserer aller Zukunft geht und wenn wir nicht teil der Debatten werden dann werden unsere Ideen und Interessen auch wenn wir sie noch nicht bewusst erfasst haben dabei unter dem Tisch fallen.

Eine Debatte wie wir unsere Zukunft sehen, Konzepte entwickeln und Forderungen – für diese zu streiten und zu artikulieren ist das was wir in disesem Land brauchen. Sonst lässt man am Ende das Feld den Babyboomern und ihren konservativ-rechten Ansichten wie man sie in der AfD und CSU findet und wo die LINKE die doch von den Babyboomern als linke Alternative uns angepreist wurde nun auch dem rechten Zeitgeist nachrennt und ebenfalls unsere Ideen und Träume egal sindDass sich LINKE und AfD ähnlicher sind hat die ZEIT nun an Daten ablesen können.

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