Politik: Ein Fazit aus der Bundestagswahl und dem Aufkommen der AfD

Nun ist es soweit die Wahlen in Deutschland sind vorbei. Man diskutiert in Politik und den medialen Nebenschauplätzen wie man mit der AfD umgehen soll und die CSU besinnt sich wieder auf ihre Rolle die Franz Josef Strauß ausgerufen hatte. Dabei geht bei den konservativen Unterstützern in Medien und Politik unter, dass viele Wähler welche für diese Themen die AfD gewählt haben, die CSU da nicht mehr eine Alternative ist. Gerade auch, da man die CSU in Sachsen als Alternative zur CDU nicht wählen kann.

Digitalen Themen werden nur in dem Zusammenhang gesehen wie weit es ökonomisch einem nützt. In Deutschland hatte man die Frage ob die Russen in die Bundestagswahl eingereifen werden die Schlagzeilen dominiert, doch schien Putin es nicht gebraucht zu haben. Die Unruhe und das Misstrauen gegenüber unsereren eigenen Wahlen welches durch das diletantische Vorgehen von Staat und Refexen in Medien um Quote zu bekommen – aber auch dem Interesse einer lethagischen Bevölkerung diese wichtigen Themen näher zu bringen, hat genug Verunsicherung begründet und nutze Putin so mehr als jegliche reale Einmischung in die deutschen Wahlen. Die AfD ist durch TV Berichtersrattung und Talks-Shows die zu einem Ritual geworden sind, mehr und mehr zu einem Faktor für die nächsten 4 Jahre geworden. Ob die Spannungen in der AfD am Ende die Partei erledigen, wie viele es auch meinen den PIRATEN passiert ist, bleibt abzwuwarten. Die AfD steht ingesamt finanziell und ideologisch auf einem viel robustren Standbein als die PIRATEN, da ihre Themen in der Gesellschaft „vertrauter“ sind und man damit leichter Menschen mobilisieren kann. Auch wenn die AfD verschwinden sollte, die Themen und das Denken wird aus unserer Gesellschaft nie verschwinden und man muss sich immer wieder neu dem NS Gedankengut welches in neuen Formen daher kommt in die Wege stellen. Gerade nun wo die Generation der Opfer welche mahnen werden nicht mehr da sein wird.

Die jüngere Generation scheint sich dagegen vom demokratischen Prozess und ob sich etwas verändern wird noch abgekoppelt zu haben. Man hat das Gefühl, dass es doch allen relativ gut geht und gerade die alternativen linken jungen Menschen kommen meistens aus besseren Schichten und können daher dem Prinzip des Salon-Revoluzzer folgen und Theorien und Ideologien durch die linken 68iger nachplappern und die LINKE und andere Gruppen unterstützen oder aus Spaß am Chaos die PARTEI unterstützen da man ja vorgelebt bekommt das Politik nur eine Farce und ein in ihren Augen (hohles) Ritual ist indem junge Menschen außen vor bleiben. Dies ist ein lange bekannter Umstand, doch will man von Seiten der Politik daran nichts ändern, da man erst Menschen in wichtige Ämter läst wenn sie 150% auf Parteilinie sind und das braucht etwas Zeit.

Das Martin Schulz in seinem Porträt so menschlich und verletzlich herüberkam machte ihn authentisch und anziehend und doch sorgte es bei Polit-Experten auch in der Presse für reflexhafte Hähme und Spott. Da ist jemand aus der Spur des Erwartbaren gefahren und die sozialen Reflexe wollen ihn dafür abstrafen. Viele Menschen wurde er gerade dadurch sympathisch, doch erschien das Protriat erst auch wohl aus Furcht erst nach der Wahl und konnte so keine Auswirkungen auf das schlechte Ergebnis der SPD bringen, die da sie ihren Markenkern verloren hat und nur noch durch die Partei glattgespülte Menschen auf höhere Positionen in der SPD kommen, die Partei den Nimbus um ihren Markenkern auch in der Opposition nicht mehr im Gegensatz zu Labour in Großbritannien wiedergefunden hatte. Labour hatte gerade diejenigen welche für das „klassische in der Sozialdemokratie“ standen nach vorne geholt und die Technokraten welche für den Absturz verantwortlich waren in der Ära Blair mussten weichten. Am Ende hat es ihnen genutzt, auch wenn es in der SPD immer wieder auf Seiten der missgelaunten Basis ähnliche Forderungen gibt wird es dazu nicht kommen. Rot-Rot-Grün ist nur eine Schmierenkomödie da die LINKE Verantwortung scheut wie der Teufel das Weihwasser.

Die LINKE ist was sie ungern zugibt doch ideologisch flexibel und durch den Erfolg der AfD hat sie auch keine Probleme nun rechte Botschaften an die Wähler zu bringen, mit dem sofort nachgeschobenen Dementi um die Linke träumerisch Basis und Wählerschaft nicht zu vergraulen. Einer Jugend die man durch die Reformen in Schule und Universität auf „bloße Untertanen und Konsumenten“ getrimmt hat verliert dabei ihre historische Rolle als Motor gesellschaftlicher und politischer Erneuerung. Dies sieht man auch in der Nutzung des Internets durch diese und nur eine Minderheit interessiert sich aktuell für die politischen und gesellschaftlichen Debatten, welche das Netz und die Art wie gerade junge Menschen sich (vermeidlich) an den Prozessen beteiligen können. Die spannende Frage ist ob es so bleiben wird, was man aktuell nicht vorhersehen kann. Doch ohne den Mut die Stimme zu erheben und sein Wort in der politischen und gesellschaftlichen Debatte einzufordern haben es junge Menschen sich selbst zu verantworten, dass sie nichz gehört werden. Von Nichts kommt halt Nichts.

Wie kann man Wandel und eine Änderung erreichen? – Zynisch genommen hat(te) die Netzgemeinde welche viele Themen aufgriff und aufgreifte ihre Chance und hat sie immer noch. Sie ist die Avantgarde der neuen Zeit, doch liebt sie das eigene Ego und die fast schon kommunistische Lust an der Selbstbekämpfung (noch) zu sehr. Die fatalen Aufrufe bei Netzpolitik,org und anderen Plattformen haben ein Signal gesetzt, auch wenn die Ursachen der Entfremdung der PIRATEN mit der Netzgemeinde als Chance für ihre Ideen gesehen zu werden auch hausgemacht in der noch jungen Geschichte der PIRATEN zu finden sind. Die PIRATEN sind daher ehrlich und schmerzhaft mit sich nach der Wahl ins Gericht gegangen.

Die PIRATEN könnten eine Chance sein einen Wandel doch noch zu Beinflussen. Dafür braucht es aber hungrige junge Mitglieder welche mit ihren Ideen ihren Beitrag dazu leisten. Im Rahmen des kommenden Bundesparteitag sind im Netz bei PIRATEN Seiten und Blogs einige interessante Beiträge erschienen, die auch fordern die alten Zöpfe und gescheiterten Konzepte über Bord zu werfen. Fulleren ein ehemaliger PIRAT hatte eine unbequeme Frage die die Probleme der Partei auf Parteitagen beschreibt angesprochen.

Man muss klar von Seiten der Partei die Hausaufgaben machen und doch wenn man seine Fühler in die Diskussionen innerhalb der PIRATEN ausbreitet bekommt man mit, dass um diese Fragen gestritten wird und Konzepte vorgestellt und erarbeitet werden. Gerade das Beispiel wie die tschechischen PIRATEN es angehen kann für die deutschen PIRATEN ein Weg sein endlich (wieder) handlungsfähig zu werden und besser Politik gestalten und den Menschen in diesem Land wieder einer Alternative mit neuen frischen Ideen zu sein. Auch wenn viele der Ideen für viele traditionell denkenden Menschen in Gesellschaft, Medien und Politik exotisch klingen sind sie doch mehr und mehr in der politischen Debatte präsent auch wenn es wenig mit den PIRATEN verbunden wird.

Man mag abwarten wie die gesellschaftlichen Spannungen und die (noch) apathische junge Generation reagieren wird und wo sie ihre Ideen und Konzepte mit der Wut und Leidenschaft der Jugend einbringen möchte – doch braucht es gerade diesen frischen Wind der sich nicht im Zynismus DER PARTEI sammeln sollte, um diesem Land eine Zukunft zu geben.

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