Soziales: Den Mut finden um für eigene Ideen zu streiten

Wenn man nun sich diejenigen ansieht, welche in der „Hochzeit der PIRATEN“ es zu einer verhaltensmäßigen „Prominenz“ gebracht haben, so sind die meisten dieser „Prominenten“ mit den PIRATEN nicht mehr wirklich verbandelt. Ausnahmen gibt es wenn man Katharina Nocun oder Marina Weisband sich anschaut, die den PIRATEN obwohl sie aus der Partei ausgetreten sind, dennoch freundschaftlich verbunden sind.

 

Andere wie Lauer oder andere „Quasi-Prominente“ aus dieser Zeit sind zu anderen Parteien gewechselt und nutzen nun ihren „Ruhm“ den sie durch die PIRATEN bekommen haben für die eigene Selbstvermarktung. Dabei ist einem Beobachter klar, auch wenn man die damaligen Querelen zum Beispiel um das Buch von Julia Schramm sich aus der Historie und von Berichten ansieht und auch ihre Aktionen welche für diejenigen die es im Netz sehen sollen, anschaut dass sie die Chancen welche jemanden der vorgibt progressiv zu sein und dabei ganz klar im Denken und Handeln des linken Mainstream verhaftet ist, gute Chancen hat sein eigenes Auskommen möglichst ideal zu vermarkten. Man geht Allianzen mit den „herrschenden Eliten“ und ihrem Denken ein. Dabei ist von Vorteil wenn das eigene Verhalten und das eigene „schrille Ego“ dem Denken und Verhalten der vorherrschenden Baby-Boomer ähnlich ist und man deren Denken und Verhalten so gut es geht imitiert. Eigene Wege der jungen Generation wird man bei denjenigen welche auf Kooperation und Imitation des angeblich vorherrschenden Mainstreams der Eliten und des Verhaltens der Baby-Boomer gerichtet ist, wenig finden.

 

Die Baby-Boomer und ihr Verhalten welches sie in den 68igern und 1970igern ausgebildet haben und nun mit ihrem „Marsch durch die Institutionen“ hinter sich gebracht haben, lässt sie zu führenden Elite in Politik, Gesellschaft, Kultur und Wissenschaft werden. Sie sind eifrig darauf bedacht ihren Status Quo und ihr Ansehen zu halten und mit ihrer Marktradikalität auf der einen, wie auch an dem Anhängen der eigenen Selbstoptimierung und mehr des Scheins als Seins, sind sie darauf bedacht Kritik an ihrem Verhalten und ihrer Art von Politik und Idealen der Gesellschaft als neues Dogma festzuschreiben. Dabei ist der vom Rechten Rand propagierte „Aufstand gegen die LINKSGRÜNENFASCHISTEN“ wie man bei der AfD sehen kann, nur ein weiterer Weg der Baby-Boomer sich weiter in der politischen Debatte zu halten und man sieht das Zeichen derjenigen welche den vermeidlich „linken Status Quo“ den Kampf angesagt haben. Die aktuelle Debatte um Facebook und Hate-Speech sowie dem Umgang mit der AfD sind also mehr gesellschaftliche Flügelkämpfe einer auf sich selbst zentrierten Generation.

 

Heute im beginnenden 21. Jahrhundert will uns eine Generation immer noch ihre Schlachten und Ideen aus den 1970iger Jahren als Sinnbild für gesellschaftlichen Wandel präsentieren. Ihre auf sich zentrierten Debatten, welche nun durch das Internet eine neue Dimension bekommen haben, da diese nun mit „offenen Visier“ geführt werden haben dabei ein großes mediales Echo und Beeinflussen weiterhin das politische Geschehen in einem Maße, dass man rational und konsequent den Fragen des Digitalen Wandels sich nicht stellen kann. Der Digitale Wandel und seine gesellschaftlichen und politischen Auswirkungen werden weiterhin durch das Verhalten der Baby-Boomer bestimmt und in ihrem Diskurs und ihrer Einstellung zu diesem Wandel bewertet. Für die junge Generation und ihrem Anliegen gibt es darin keinen Platz und wie es schon in den 1990igern von der „Generation X“ im Lebensgefühl war und ist, man selbst hat in den Debatten nichts „zu suchen“ geschweige denn hat Chancen eigene Ideen einzubringen.

 

Die einzige Chance für jüngere Akteure in diesen Debatten eine Stimme und als „Stimme der Jugend“ „vermarktet zu werden“ ist, wenn man das Denken der Baby-Boomer aufgreift und wie gesagt imitiert und auf die eigenen Ideen und Vertreter der eigenen Generation schimpft und bekämpft um so eine von den Babyboomers bestimmte „gesellschaftliche Akzeptanz“ und damit verbundene finanzielle Vorteile zu bekommen, auf die man besonders als junger Mensch angewiesen ist. Die fehlende Möglichkeiten selbst ohne auf Abhängigkeit der Baby-Boomer finanziell auf eigenen Beinen zu stehen, sorgt dafür dass fast jeder der jüngeren Menschen sich ihnen andienen muss um zu überleben. Ferner garantiert das Imitieren deren Verhaltens den jüngeren Menschen vermeidlichen gesellschaftlichen Aufstieg, während man auf diejenigen seine Generation herabsieht die sich so gut wie es geht diesem Diktat entziehen zu versuchen. Die damaligen „Flügelkämpfe“ innerhalb der deutschen PIRATEN waren daher mehr ein Ringen wie weit man sich dem Mainstream der Baby-Boomer entzeihen oder ihn vielmehr auch zu eigenen Vorteil imitieren sollte und auf eigene Impulse aus seiner Generation heraus damit verzichtet.

 

Hat die Strategie des Anpassens denn auf Dauer Erfolg?

 

Nun mag man sich Fragen, wie so viele die den Weg des Anpassens gehen und mit „alten Schablonen“ den aktuellen gesellschaftlichen Wandel gehen wollen und dabei eine Mischung aus Digitaler Neuerung und alten von den Baby-Boomer bestimmter Linker oder Rechter vermeidlicher Ideale folgen, auf Dauer zu Erfolg führt?

 

Natürlich nicht! – Auch wenn nun die Baby-Boomer sich daran machen ihren Stempel auf langer Sicht den jüngeren Generationen aufzudrücken, sei es in der Verfassungstechnisch eingebrachten Schuldenbremse oder darin wie man das Rentensystem auf Kosten der Jüngeren gestaltet und dabei einwirft man hatte ja so lange gearbeitet, was Vertretern der jüngeren Generation wie Hohn in den Ohren klingen mag, da ihnen egal bei welcher Ausbildung ihnen eine gesicherte und gut bezahlte Arbeit von den Vertretern der Baby-Boomer aufgrund der „Gesetze des Marktes“ verwehrt bleibt. Der Generation Praktikum und die sich trotz guter Ausbildung schwer in sicheren Arbeitsbereichen wiederfinden können, stehen vielmehr in einer Welt der finanziellen Unsicherheit, welche für die meisten wenn sie eine Familie doch gründen nur dadurch gesichert ist, dass eben ihre Eltern ihnen dabei zur Seite sei es finanziell oder immateriell stehen. Die jüngere Generation ist so sehr mit dem Überlebenskampf beschäftigt, dass sie kaum Zeit und Gedanken dafür hat sich selbst zu Fragen wie sie denn den gesellschaftlichen Wandel gestalten möchte und nur wenn man von den Baby-Boomer in die entsprechenden Stellen gehievt wird, kann man dafür Zeit und Muße aufbringen denen von ihnen vorgegebenen Ideen und Idealen auch noch in der neuen Zeit als „zeitgemäß“ zu preisen und der eigenen Generation „vorlügen“ – sie selbst wird kaum etwas zum gesellschaftlichen Wandel beitragen.

 

Dennoch hat gerade das Netz und in verschiedenen Diskussionsgruppen und Ideen sich auszutauschen gerade für die Digital Natives neue Chancen sich den Wandel wieder in ihre eigenen Hände zu legen. Gerade TV Sendungen wie die Daily Show versuchen die jüngere Generation für den ihnen schadenden Status Quo zu sensibilisieren. Gerade wie der Brexit zeigt, wenn die jüngere Generation aus Apathie zuhause bleibt kann die ältere Generation aus eigener Bequemlichkeit die Chancen der jüngeren zunichte machen. Daher ist es wichtig für die jüngere Generation selbst aktiv zu werden und nicht sich anzupassen sondern einen eigenen Weg zu gehen, allen Verlockungen des schnellen Erfolgs der Angepassten zum Trotz! Selbstbestimmt und mit aufrechtem Kopf seine eigenen Ideen zu entwickeln, welches dank der modernen Technik viel leichter als bisher geht und sich auszutauschen, kann das sein wie man dem Mainstream der Baby-Boomer und ihrem Verhalten auf langer Sicht etwas entgegensetzen kann. Wenn man so Druck ausüben kann und Forderungen geschlossen stellt und beweist dass man nicht Apathisch alles von ihnen über sich ergehen lassen kann, hat man eine Chance einen Wandel auch im seinen eigenen Sinn zu gestalten. Dazu hilft es jedoch nicht Gruppen und Parteien sich anzuschließen die von ihnen immer noch dominiert sind, sondern bereit zu sein mutig eigene Wege zu gehen und dafür zu streiten seine eigene Stimme haben zu dürfen.

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