Soziales: Die verlachten Pioneere des kommenden Wandels

Man regt sich wegen Peter Taubers Tweet auf, doch wenn man genauer hinsieht spricht er nur das aus was viele (auch jüngere) Menschen in Wirklichkeit denken. Man igelt sich in seiner bekannten Welt ein und verachtet alles was anders ist. Es ist ein Nährboden aus Sozialneid und Hass in welchem Parteien wie die AfD wachsen können und auch die FDP mit ihrem wirtschaftsliberalen Denken gut wachsen.

 

Mir ist es auf meinem Geburtstag passiert, wie Leute dabei „philosophierten“ wenn Menschen die im Digitalen Leben aktiv sind und teils ihr Geld verdienen, als etwas unreales und jemand gesehen werden die nichts sinnvolles für die Gesellschaft machen. Etwas was diese abrackernden Menschen sich nicht vorstellen können, wie es Möglichkeiten gibt seinen Lebensunterhalt zu verdienen und zu gestalten, wird als für „echte Menschen“ nicht wertvolles gesehen. Wenn Menschen die über Skills verfügen die im Digitalen ihnen Möglichkeiten eröffnen auch mit der intellektuellen Spitze und anderen Fachleuten Fachgespräche zu führen und Projekte zu gestalten, so wird dies von den meisten Menschen nur als „sinnvoll gesehen“, wenn es sich direkt in kapitalistische Werte umwandeln lässt. Kreativität und geistliche Arbeit hat einen finanziellen Mehrwert immer bei sich zu haben. Alles andere sind Aktionen und Tätigkeiten die man in Deutschland wenn man nicht zum (klein-)bürgerlichen Milieu meint zu gehören nicht zu machen und wie Peter Tauber es sagt, hat man dann das Leben zu leben, in welchem man ausgebeutet werden muss und dafür soll man noch Dankbar sein.

Will man anders sein und will man kreative Möglichkeiten umsetzen welche gerade durch den Impact des Digitalen auf uns zukommen wird und gerade diese Leute, welche noch auf „sozial Schwache“ herabsehen und dann durch die Digitalisierung verlieren werden, dann wird der Konflikt in diesem Land noch mehr zunehmen. Gerade die Leute welche für viele „alteingesessene“ sich mit dem „Unsinn Internet“ und dessen Chancen sich zu entfalten und auch neue Geschäftsmodelle austesten und entwickeln, werden im Moment als Fehler gesehen die sich doch dem „normalen Bürger anpassen sollen“ und am besten mit ihren Ideen und Wünschen am besten zum Schweigen verdonnert sind.

 

Der Wandel der uns allen jüngeren Menschen bevorsteht, sollte uns zu denken geben. Anstatt an alten Modellen festzuhalten und auch in Sachen Beziehungen alten Modellen zu folgen, die am Ende wieder auf das einzelne Ernährerprinzip mit all ihren bekannten Nachteilen herauslaufen und sich dann noch als etwas Besseres gegenüber den Kreativen und Netzaffinen Menschen zu sehen, die am Ende Sachen „produzieren“ die man noch nicht begreifen mag, sollte man es sich eher genauer ansehen was es für eine für die „bürgerliche Gesellschaft“ unbegreifliche Welt ist. Wenn man die Digitalen Nomaden sich genauer ansieht, so versuchen sie gerade mit ihrer Kreativität und Schaffenskraft neue Wege zu gehen und Wirtschaft und Gesellschaft die Impulse zu geben, welche sie am Ende im 21. Jahrhundert brauchen. Bisher werden die Teilnehmer der Digitalen Welt aber als moderne Hippies statt als Pioniere eines neuen Weges gesehen. Man ist zu sehr vom Denken und Erlebten der Babyboomers gefangen, anstatt dass die jüngere Generation sich daran setzt ihre eigenen Wege und Ideen offensiv in der gesellschaftlichen Debatte zu Gehör zu bringe und schweigt ähnlich wie die Generation X und versucht seine eigene kleine Nische der Freiheit zu entfalten und zu bewahren.

Doch die gesellschaftlichen Normen und Werte zwingen einen im Laufe der Zeit doch zu resignieren. Dabei sind sie änderbar, weil alles Gesellschaftliche auf Konsens beruht. Daher sollte man als junge Generation beginnen zu Diskutieren und zu fordern, dass man einen Wandel erreicht in dem auch unsere Ideen und Träume einen Platz finden und nicht alles am Ende auf die Bedürfnisse der Babyboomers und derer die ihren Weg weitergehen wollen ausgerichtet ist, sondern auch die Kreativen und Querdenker welche man gerade im Zeitalter des Digitalen braucht berücksichtigt werden und die Impulse der Jüngeren genutzt werden für eine bessere Zukunft zu denen sie auch gehören.

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