Leben: Warum ich gerne PIRAT bin

Oft werde ich gefragt wieso ich bei den PIRATEN politisch aktiv bin. Man ist verwundert, dass ich meine Energie und mein Können für eine Partei einsetze, die in den Augen vieler „Geschichte ist“ und ich mein können doch in einer „Partei mit Aussichten auf Erfolg“ einbringen soll. Viele versuchen mir die LINKE schmackhaft zu machen.

Ich denke dass ich bei den PIRATEN dennoch gut aufgehoben bin und ich setze gerne dass was ich kann bei dieser Partei ein. Ich denke und davon bin ich überzeugt obwohl es viele Gesprächspartner verwundert, dass die PIRATEN immer noch eine Chance in der Politik haben und ihre großen Zeiten erst noch kommen werden. Natürlich sieht es im Moment nicht gut für die PIRATEN aus. In den Umfragen und den Ergebnissen bei Wahlen, haben die einstigen Politstars wie sie bei vielen Leuten gesehen werden, keine Chance. Sie sehen die PIRATEN als politische Eintagsfliege die keine Chancen mehr in der „realen Politik“ haben. Es ist witzig, da die gleichen Menschen damals als die PIRATEN auf einer Welle des Erfolges schwammen, mir nahe legten bei den PIRATEN aktiv zu sein und ich es aus den Gründen ablehnte, dass ich in einer Partei wo alle direkt eintreten und die sich erst noch finden musste, erst einmal abwarten wollte wie sich die Sache entwickelt, anstatt wie alle dem Trend hinterher zu rennen und dann wenig Chancen zu haben sich gut politisch einzubringen. Ich bin dann nachdem ich abgewartet hatte, einen Tag vor dem damaligen aBPT in Halle in die Partei eingetreten.

Bei den PIRATEN macht es mir Spaß ich glaube an die Idee und die Auswirkungen welche die Digitalisierung auf uns alle hat und wie sie die Gesellschaft verändern wird. Ich sehe mit Erstaunen wie viele andere Parteien, zu diesem Thema kaum etwas zu sagen haben. Ich finde persönlich wird diesem Thema und den kommenden Veränderungen zu wenig Beachtung außerhalb der PIRATEN gewidmet. Wenn man mir sagt, dass Themen wie die Flüchtlingskrise und der soziale Wandel aktuell wichtig sind und ich mich daher den LINKEN anschließen sollte, da es bei ihnen auch eine Machtoption gibt, dann lehne ich es ab. Natürlich stellt sich eines Tages die Frage, wie weit man mit dem persönlichen Engagement etwas politisch verändern kann, doch ich denke wie ich schon in anderen Posts in diesem Blog schrieb, dass den PIRATEN die politische Zukunft gehört.

Natürlich haben die PIRATEN in der Vergangenheit einige Fehler gemacht, die ihnen bis heute noch nachgetragen werden. Sie haben sich unklug im Umgang mit der Presse verhalten und viele Debatten offen im Netz ausgetragen, was ihrem Ideal der Transparenz entspricht aber vielfach als unreif und schädlich für die Partei bewertet wurde und wird. Da den PIRATEN damals schillernde Personen fehlten, die innerhalb der Partei Einfluss haben und durch die Presse nach außen hin getragen wurden, sind die PIRATEN für viele ein schwarzes Loch und schwarzer Fleck in der politischen Betrachtung geblieben. Der Anspruch vieler PIRATEN dass man selbst die Informationen holen soll und „selbst denken soll“, überfordert viele Außenstehende weil dieser neue Ansatz bisher ungewohnt in der Politik war und ist. Genau dieses aber und dass man nicht über viele Netzwerke verfügen muss und direkt sich mit den Leuten an den entsprechenden Positionen sprechen kann und sich Informationen holen kann und direkt politisch austauschen kann, ist etwas was mir bei den PIRATEN zusagt. Hier haben sie meiner Meinung nach ein politisches Alleinstellungsmerkmal. Man kann bei den PIRATEN mit seinen Ideen und Visionen viel Gehör bekommen, wenn man freundlich bleibt und auch offen für die Ideen und Meinungen des Gegenübers ist.
Gerade dieses Wechselspiel der Debatten und Ideen ist etwas, was die PIRATEN stark macht und ihnen viele Möglichkeiten des entwickeln von neuen Konzepten und Ideen gibt. Gerade auch die Offenheit für andere Ideen und Menschen, ist etwas was ihnen ermöglicht mit vielen Menschen in Kontakt zu kommen und auch in vielen Gesprächen die unterhalb des Radars sind, weil viele in der Presse diese Sachen für nicht relevant halten, dass diese Sachen welche in anderen Parteien direkt zum Thema der Berichterstattung werden, so in Ruhe geführt werden können. Diese „neue Ruhe“ in der Partei ist etwas was mir sehr gefällt. Nach den turbulenten Zeiten in der Partei ist gerade dieses neue und konzentrierte etwas, was mir sagt dass man hier gut politisch gestalten kann. Ich wurde von einem SPD Mitglied mit dem ich befreundet war und damals politisch als ich in der SPD war gearbeitet hatte, gefragt wieso ich immer noch bei den PIRATEN bin. Auf die Antwort dass ich an sie glaube und ähnlich wie ich hier bisher geschrieben habe, wandte er ein dass die PIRATEN keine Machtoption haben und real politisch nichts gestalten könn(t)en. Dem wandte ich ein, dass es den PIRATEN heute so geht, wie damals der Arbeiterbewegung in den Zeiten ihrer Anfänge. Aber die Zukunft gehört ihnen und ihren Ideen und es geht darum auch die Zukunft zu gestalten.

Ich bin gerne PIRAT, wie ich an andere Stelle schon mal sagte, eine andere Partei kommt für mich nicht in Frage.

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