Politik: Die Arbeiterbewegung als historisches Vorbild und Mahnmal für die heutige Bewegung der Piraten

Die PIRATEN haben sicher das Zeug mit ihren Inhalten und ihren Themen die politischen Debatten der Zukunft wie auch der Gegenwart mitzubestimmen. Sie sind in einer ähnlichen Situation wie die Arbeiterbewegungen die im 19. Jahrhundert entstanden haben und stehen ähnlichen Widerständen wie die damalige Bewegung gegenüber. Die Digitalisierung wird sicher ähnliche Auswirkungen haben, wie damals die Industrielle Revolution und unsere Gesellschaft verändern. Im Moment reagieren die meisten gesellschaftlichen Kräfte damit, dass sie den Status Quo beibehalten wollen und die Debatten um Fake-News und Bots, wie auch Hacker und Hacktivismn zeigen dass man das Internet und seine Veränderungen welches es auf die Welt hat wieder verbannen will. Die meisten Leute sind verunsichert und gerade im Konservatismus wie auch bei den Sozialdemokraten, welche als Kraft der gesellschaftlichen Veränderung sich schon lange verabschiedet hatten, wird klar dass es ihre bisherige politische und gesellschaftliche Welt auf den Kopf stellt.

 

Die PIRATEN sind im Netz zuhause und gerade da es eine internationale Bewegung ist, kann man voneinander lernen gute Konzepte übernehmen und Fehler der anderen Parteien im Ausland möglichst vermeiden. Der Piratenbewegung fehlt aber etwas, was die Arbeiterbewegung bis 1848 noch nicht hatte und für sie zum Katalysator und ersten wichtigen Baustein in ihrer Geschichte wurde. Auch wenn es dabei Schattenseiten gab und daher es von den moderaten Kräften ihrer Erben meist verschwiegen wird.

 

Karl Marx hatte mit dem „Manifest der Kommunistischen Partei“, damals eine wissenschaftliche Theorie über den Gesellschaftlichen Wandel geschrieben, welche damals wegweisend war und mit ihre Schlussfolgerungen die sie aus der bisherigen Geschichte zog, die Initalzündung für die sich gerade aufkommenden Arbeiterorganisationen war. Es war auch eine Kampfschrift und Marx führte im Kapital und weiteren Werken seine Aussagen aus. Die PIRATEN haben dagegen (noch) nicht die theoretische Kampfschrift ihrer Bewegung. Dies ist sicher eine große Schwäche da sie so gegenüber ihren Gesellschaftlichen und politischen Gegner sich schwerer behaupten können. Gerade die Abwesenheit einer solchen theoretischen Schrift, macht es den Gegnern der Piratenbewegung leicht sie abzutun und zu behaupten sie würden sich zu gewissen Fragen keine Gedanken machen. Ebenso kann den PIRATEN geneigter Mensch so direkt Sachen welche PIRATEN klar ist logisch begründet nachlesen und verstehen wieso sie auch die großen Fragen beantworten und das ihr politisches Streben der Person persönlich etwas bringt. Wähler wählen Parteien die ihren persönlichen Interessen und Neigungen am besten entsprechen und für viele sind die PIRATEN immer noch ein Schwarzer Fleck in der Landschaft. Ein solches Buch über die politische Theorie der PIRATEN sozusagen, dass „Manifest der Digitalisierung“, was es in seinen politischen Aussagen im Gegensatz zu technischen Ideen und Ausführungen so nicht gibt, ist die große Schwäche. Dabei haben die PIRATEN das Zeug dies genau zu bewerkstelligen und dieser Text soll gerade darum werben, dass man zusammen und international sich dazu Gedanken innerhalb der PIRATEN macht. Mit einer politischen Theorie der PIRATEN die von PIRATEN für PIRATEN geschrieben wurde und die dank der modernen Mitteln wie dem Internet nicht nur die Arbeit eines einzelnen Denkers zu sein hat, kann man dieses Werk entstehen lassen. Viele PIRATEN sind sich dessen bewusst, dass man ein solches Werk braucht und den politischen Kern der Piratenbewegung und die Konsequenzen die den Leuten innerhalb der Partei meist klar ist, so einer großen Öffentlichkeit und Sympathisanten bekannt machen kann.

 

Man mag einwenden, dass es solche Werke von anderen Autoren schon gibt. Aber es sind meistens Autoren die das Thema Digitalisierung haben aber denen der Einblick in das „Wesen der Partei“ fehlt und man erwartet ja von uns dass wir unser politisches Denken klar äußern. Marina Weisband hatte in einem Buch etwas in dieser Richtung versucht, was man lobenswert anerkennen muss, doch ist es mehr eine Ansicht auf das Innenleben einer Partei und eine Beschreibung des politischen Denkens weniger eine aus wissenschaftlicher oder sozialwissenschaftlicher Sicht eine politische Theorie. Man schrieb, dass die Zeit der politischen Großtheorien heute vorbei sei und das Karl Marx den letzten Beitrag dazu geliefert hat. Gerade wenn man die heutige Zeit und Karl Marx sich ansieht, stellt man viele Parallelen zur Situation fest welche heute PIRATEN versuchen zu verändern. Daher ist es auch mit kritischer Distanz dennoch Ratsam die Arbeiterbewegung zu studieren und gute Sachen und Methoden zu kopieren.

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