Politik: Politik machen nur wir – Oder wie man Darth Vader freudig gewähren lässt

Was wäre wenn wir das Imperium sind? – Dieser Artikel mag am Anfang verstörend sein und doch zum Nachdenken anregen. Und eine Frage die sich mir stellt ist, was ist wenn wir zuschauen wie wir das Imperium werden konnten? Wenn die ganzen Progressiven Leute sich lieber in ihren eigenen Streitigkeiten und Egoismen vertiefen und so eine Gegenmacht zum Imperium generell nicht möglich ist.

Wird 2017 der Anfang vom Ende dessen sein was wir kannten und schätzen? Progressive Bewegungen dem etwas Neues und frisches entgegenzusetzen, sind schon von vorne rein zum Scheitern verurteilt, weil sie die Welt so sehen wie man sie sehen will und nicht wie sie ist? Dazu kommt der Hang zum Sektentum und jeder will wissen wie es am Besten ist und Anführer sein. Die persönlichen Eitelkeiten sind unserer Generation wichtiger als der „Kampf um die Sache“? Wenn man in Deutschland sieht wie die AfD nun auch nach dem Attentat in Berlin an Fahrt gewinnt und unsere Politik darauf nur mit mehr Überwachung und Kontrolle reagiert. Wie anstatt innezuhalten, Politiker laut Heise lieber ein „Zensurmonster“ erschaffen wollen.

Dabei ist die Gefahr für Missbrauch groß und man macht sich nicht mehr die Mühe die Zivilgesellschaft zu stärken. Wenn man Rechten Ideologen bereitwillig eine Plattform gibt und ihnen entgegen nur Alte Plattitüden und Vertreter entgegensetzt, welche darauf eher hilflos reagieren. In Talkshows weiß man anscheinend nicht so ganz Rat wie man den Rechten entgegentreten will und stattdessen sucht man nicht nach Ideen und Vertretern die unverbraucht sind und Ideen haben, wie man „neue Frische“ und einen „progressiven Wandel“ in die Debatten bringen kann. Marina Weisband ehemalige Geschäftsführerin der PIRATEN und für viele in den Medien immer noch eine der wichtigsten Figuren der Partei, hatte es in einem Buch niedergeschrieben welches man als „Manifest der Ideen der Partei“ bezeichnen könnte. Eine Rezension im Cicero geht nachdenklich damit um, was im Buch geschrieben wird.

Klar man kann, wie es viele tun über die PIRATEN und ihre Fehler lachen. Man kann froh sein, dass sie gescheitert sind und nun die politische Arbeit „den Profis überlassen“, doch sollte es nicht einem zu denken geben? Wieso muss Politik immer nur das gleiche sein und darf nur von denen auf der öffentlichen und Parteipolitischen Bühne betrieben werden, die sich einem gewissen Stil und Habitus unterwerfen? – Sind neue Ideen und deren Vertreter generell unerwünscht und man äußert über sie besserwisserisch Spott und Häme? Die AfD ist sicher keine Partei die progressive Ideen hat. Ihre Vertreter sind teils alte Politiker der CDU und anderer rechter Gruppen, die jahrelange Erfahrung mit dem politischen System haben und die Provokation nutzen um ihre Agenda voranzutreiben. Das Spiel mit den Medien beherrschen sie gut und immer wieder wird auf sie hereingefallen und ihnen ähnlich wie Donald Trump es schaffte, ihnen die öffentliche Agenda gegeben. Am Ende schaffen die „inszenierten Rebellen“ es immer mehr sich im politischen Denken dieses Landes festzusetzen. Die Konsequenzen kann man in der vergifteten Stimmung in diesem Land immer mehr sehen. Neue Ideen und eine progressive Agenda sind daneben nicht zu finden.

 

In welche Richtung soll unser Land gehen? – Das wäre doch etwas was sich zu debattieren lohnt. Und dann auch die Frage wie kann man die Digitalisierung und Zukunft des Landes gestalten. Statt dessen hört man nur wie es nicht sein soll. Doch wie soll es denn sein? Die AfD will zurück in die 1950iger und in eine vermeidlich heile Welt. Bei allen anderen Parteien herrscht der vermeidliche Sachzwang und das Kleinklein vor. Ordnung und der Status Quo scheint die Maxime zu sein, ähnlich wie es das Imperium in Star Wars will. Gegen Unordnung und Bedrohung hilft nur mehr Überwachung und Kontrolle, was schon an das Ende der Kommunistischen Staaten zu denken gibt, welche genauso agier(t)en. Dabei ist doch in unserer Verfassung die „wehrhafte Demokratie“ festgeschrieben. Dazu gehört auch neue Ideen und Entwicklungen offen zu diskutieren und Leute und Parteien einzubinden, welche diese Sachen wollen. Damals als die GRÜNEN diesen Anlauf unternahmen, wurden sie auch verlacht doch ihre Einbindung in die Politik und die öffentliche Debatte stärkte unser Land. Bei den PIRATEN hat man es bisher versäumt und es scheint so, dass diejenigen welche die Partei endlich der Vergangenheit angehören sehen wollen, damit auch hoffen dass die Fragen welche sie stellt zum verstummen gebracht wird.

 

Statt neue Ideen zu gestatten und Fragen zu beantworten, scheint man lieber dem Schein wie eine Partei zu sein hat, zu bevorzugen. Alles was gegen die Fassade wie eine Partei zu sein hat verstößt´, ist schlimmer zu bewerten und Todsünde. Daher kann man lieber mit der AfD ins politische Geschäft kommen und einen Trump akzeptieren. Die vermeidlich Progressiven welche nebenbei ihre Spielchen machen und ihrer Egos frönen sind unterdessen von den PIRATEN weitergezogen und missen die öffentliche Plattform die man ihnen gab. Das Imperium scheint gewonnen zu haben. Die Rebellen scheinen wie in Rogue One am Ende geschlagen zu sein. Und doch weiß man, dass es Hoffnung gibt.

 

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