Politik: Eine Erneuerung und Stärkung der Demokratie liegt an den jungen Menschen

Ideen und neue Wege sind heute nach dem Trump Sieg und einer abzeichnenden starken AfD im neuen Bundestag wichtiger den je. Während viele Politiker weiter wie bisher machen wollen, regt sich Widerstand auf vielen Ebenen. Leider schaffen es bisher besonders rechte Parteien diese Wut auf den Status Quo für sich zu gewinnen. Sie haben es leichter, da sie auf einen bisher existierenden und sich nun mehr und mehr an die Oberfläche trauenden Rassismus fußen. Gerade die Flüchtlingskrise ist oft eine Entschuldigung dass man solche Parolen wieder relativ offen in Deutschland und Europa sagen kann. Die EU mit ihrer bisherigen Politik schafft es nicht mehr die Leute für die europäische Idee zu gewinnen. Das Drama um CETA und anderen Freihandelsabkommen, wo Brüssel und die nationalen Regierungen oft der Industrie folgen und die Bürger bei der Gestaltung außen vor lassen, lässt viele dieser mit einem Gefühl von Ohnmacht und Wut zurück. Diese Gefühle schafften es bisher außer in Island vor allem die Rechten Parteien für sich zu gewinnen. Es ist schon so, dass mit dem Aufstieg der rechten Parteien in Europa und dem Sieg von Donald Trump dass man Parallelen zu den 1930iger Jahren zieht. Es mag vielleicht noch nicht so schlimm sein, doch bietet sich von vielen Medien kaum eine Alternative Idee wie man diese Sorgen aufgreift und dann doch etwas positives daraus schöpfen kann.

Die Krise der Demokratie und das Ende der Epoche vom „Ende der Geschichte“, scheinen mehr und mehr real zu werden.

Die Washington Post schreibt, dass das Jahr 2016 und der Sieg von Donald Trump für die USA ähnliche Auswirkungen hat, wie der erste Weltkrieg für die europäischen Mächte. Danach war Europa in einer Krise die nur zu einem weiteren Weltkrieg und dem Aufstieg totalitärer Ideologien führte, an deren Ende das Ende von Europa als Akteur in der Weltpolitik stand. Europa sollte sich auf diese Krise der USA vorbereiten und gleichzeitig wie damals die USA in den 1930iger und 1940iger Jahren aktiv gegen die rechten Bestrebungen im inneren Vorgehen. Die USA schafften dies, indem sie wieder mehr auf die soziale Gerechtigkeit setzten und den Konzernen Regeln auferlegten die sie streng überwachten. Es ist unverständlich, dass viele Politiker in eine Welt zurückkehren wollen die ökonomisch uns alle in die Weltwirtschaftskrise geführt haben und meinen das Geschichte sich nicht wiederholen könnte. Dabei verkennen sie, dass gewisse Prozesse wie schon Karl Marx sagte in dem System an sich angelegt sind und man viele Jahre lang überlegt hatte, wie man die Schattenseiten des Kapitalismus eindämmen kann. Das Prinzip der sozialen Marktwirtschaft hatte sich dabei als Lösung erwiesen, ein Prinzip welches damals der Economist und andere US Zeitungen in den 1990igern als überholt bezeichneten und doch 20 Jahre später der Schlüssel zum Ausweg aus der Krise Europas zeigen könnte. Man muss um eine Antwort auf den Sieg von Donald Trump und den Ideen für die er steht, den Sozialstaat wieder stärken. Das es zu einer Entwicklung wie dem Aufstieg von Donald Trump kommen könnte, skizzierten die Autoren des Buches „Die Globalisierungsfalle“ schon in den 1990igern, wo sie viele heutige Entwicklungen schon skizziert hatten und vor den Konsequenzen dieser Entwicklung warnten.

Leider scheint der Liberalismus in vielen Gebieten sich vor allem auf die Frage der Freiheit der Ökonomie zu konzentrieren und seine Verantwortung für den Menschen zu vergessen. Dies führte gerade zu einer Krise der FDP und auch heute wird diese Partei diese Fragen was Freiheit für den Menschen bedeutet kaum Beantworten können. Gerade da die FDP diese zentralen Fragen des Liberalismus ignorierte konnten sich die PIRATEN welcher einer neuen Gruppe von Leuten die politisiert wurden entstehen lassen. Die PIRATEN haben das Problem, dass sie als „Störenfriede des Status Quo“ gesehen werden. Dabei sind ihre Ideen wichtig und ihre Rolle als Reformator und Ideengeber für eine neue Liberale Stärkung der Gesellschaft im 21. Jahrhundert könnte die Medizin sein welche gegen das „Gift des Extremismus“ nützen könnte. Leider scheinen viele Ältere gerade die Ideen der jüngeren Menschen als etwas zu sehen, was sie in ihrem Ego beleidigt und daher stehen sie den Ideen der PIRATEN ablehnend bis feindselig gegenüber. Da die PIRATEN unbequeme Fragen stellen, kann jedoch unser politisches und soziales System sich kritisch selbst reflektieren, jedoch ist eine politische Generation an der Macht, welche dies nur zu gern verweigert. Daher ist es für die jüngere Generation eine Pflicht unbequem und kritisch zu sein. Wir müssen Fragen wie wir in Zukunft leben wollen und für unsere Werte und Ideen streiten und die Herausforderungen die uns durch den Aufstieg der Rechten drohen annehmen und ohne unsere demokratischen Werte zu verraten ihnen uns in den Weg stellen.

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