Soziales: Psychisch Kranke und ihre Isolation vom sozialen Leben

So wenn man in die USA blickt kann man sich Fragen ob der Wahlkampf wie ein schlechter Traum einen vorkommen soll. Die Obama Euphorie ist verflogen. Interessant ist, dass bei manchen „besser wissenden Linken“ immer der Kommentar kommt, dass Obama ja irgendwie doch mit den „bösen Mächten“ im selben Boot sitzt. Ein Sozialarbeiter den ich traf ließ sich zur Bemerkung hinreißen, dass Obama ja „nur schwarz vom Ku-Klux Klan angemalt wurde“ und wenn man dies kritisierte seine Kollegen es als Scherz abtaten. Dieser Sozialarbeiter hatte zwar in den Punkten recht, dass viele psychisch Kranke einfach als Nummer im System abgetan werden doch kam es oft auch gerade hin zu verschiedenen Debatten wo er klar über das Ziel herausschoss und man es als „typische Ader“ des Mannes abtat. Gleichzeitig wollte er die Bewohner politisch sensibilisieren und auch schauen wie weit es möglich ist dass diese sich beteiligen an der politischen Debatte.

Ich denke dass psychisch Kranke auch heute noch viel zu wenig Gehör bekommen und einem System ausgeliefert sind in welches sie schnell hereinkommen und dann mit Pillen und anderen Methoden versucht wird sie wieder in einem der Gesellschaft genehmen System zu drängen. Dabei wird oft geschaut, wie weit sie brav die sozialen Normen und Agenden einfach schlucken und dabei nicht sehen, dass sie sehr wohl die Chance haben diese Normen zu verändern wenn sie sich organisieren und auch gerade über das Netz sich Verbündete suchen und die Situation in der sie sind nutzen um anderen Mut zu machen und dafür zu werben dass sich etwas ändert. Statt dessen werden viele Leute einfach in Behindertenstätten gesteckt wo sie für einen Hungerlohn 8 Stunden am Tag einfache Arbeiten für Konzerne machen und dabei obwohl es ein geschützter Rahmen sein soll, doch dabei dem Druck der Arbeitswelt ohne Chancen auf eine Verbesserung ihrer Arbeitsmöglichkeiten hinarbeiten können. Die Frage wie diese Menschen eine bessere Chance haben, in einer Gesellschaft wo immer mehr Menschen psychisch erkranken wird dabei nicht gestellt. Statt dessen wird ihnen eine Normalität als Ziel gesetzt, die jedoch gerade bei jungen Leuten von diesen wenn diese sich dessen Bewusst sind oft hinterfragt und kritisiert wird. Psychisch Kranken Menschen wird oft versucht sie mit Medikamenten „schnell zu heilen“ dabei wird gar nicht geschaut wie man ihnen Selbstbewusstsein und wieder eine Hoffnung in dieser Gesellschaft als vollwertiges Mitglied ermöglicht. Statt dessen müssen sie sich verstecken und so tun als wäre alles normal und sie dürfen nicht über ihr Schicksal frei bestimmen geschweige denn sprechen was hinter den Mauern der Anstalten von sich gegeben wird. Viele der Betreuer sind dann auch so im System gefangen dass sie mehr Zeit mit dem Ausfüllen der Bürokratie und kaum begutachten was sie da genau in die Berichte schreiben und sorgen so dafür, dass der einzelne Mensch nicht mehr als Individuum mit eigener Meinung wahrgenommen wird und angeblich auch keinerlei Talente und Stärken hat die dem System widersprechen.

Jungen Menschen die in dieses System geraten werden dabei versucht auf Linie zu bringen und in der Politik haben sie keine Lobby und Chancen sich zu behaupten und verschweigen aus „erzwungenen Scham“ ihr Schicksal. Dabei sollte doch gerade unsere Gesellschaft die sich den Werten des Westens verpflichtet fühlt sicher sein dass wir gerade auch mit unseren Schwachen würdevoll und Respektvoll umgehen sollten. Stattdessen wird man auch hier der kapitalistischen Logik bewertet, wie weit man in der Lage ist ein „braver Bürger“ zu sein und dann in der Lage ist wie weit man am sozialen Leben überhaupt Teilnehmen kann, da vielen psychisch Kranken im System auch die ökonomischen Mittel fehlen an gesellschaftlichen Zusammenkünften wie Konzerte oder eine Disko außerhalb der Angebote für diese Leute teilzunehmen, Man hat das Gefühl das eine gesellschaftliche Teilhabe zwischen Betroffenen und Nichtbetroffenen nicht erwünscht ist und so sich eine Parallelgesellschaft aufbaut die man auch nicht wahrhaben will.

Das BGE kann sicher dazu beitragen diesen Missstand zu lösen, doch für Bewohner die in solchen Einrichtungen wohnen wird ihr Geld abgezogen und sie müssen sich an den Heimkosten für eine Unterbringung einbringen die ihnen meist von Externen Leuten aufgedrängt wurde und deren Regeln des Systems wo sie eine Nummer sind und nicht als Vollwertige Menschen gesehen werden und keine Stimme haben so mitfinanzieren.

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