Politik: Nach der Berlin-Wahl – Piraten was nun?

Wenn man die Berichterstattung zu Faxes Taten in der BILD liest, wo über „Killer Pirat“ und andere Geschmacklosigkeiten die Rede ist, dann ist klar wohin die Reise geht. Faxes Taten sind durch nichts zu entschuldigen, doch wenn man das mediale Echo sich ansieht, wo dann unter anderem Julia Schramm gefragt wird wie sie die Partei indirekt für die Tat verantwortlich macht und sagt, dass die PIRATEN Menschen zerstören dann bleibt einem die Spucke weg. Ja, es ist tragisch wenn Leute wie Faxe ihr Leben um die Politik aufgebaut haben und nun über Nacht alles zusammenbricht. Als PIRATEN sollten wir es besser wissen, da wir als Partei massiv über Jahre angegangen werden als dass wir unser Leben ganz der Politik widmen sollten. Wir brauchen auch einen Ausgleich zu dem was wir mit der Partei erleben und wie die Presse mit manchen von uns umspringt. Nach Berlin sieht es auch in den kommenden Landtagswahlen für uns nicht so gut aus und dennoch sollten wir als PIRATEN dabei nicht verzweifeln. Es ist auf der einen Seite gut, dass wir keinen neuen Hype haben weil wir als Partei im Moment erst einmal Strukturen aufbauen müssen und da wir von der Basis eng mit BUVO und LAVOs zusammenarbeiten müssen um uns darauf zu wappnen, wenn der Fahrstuhl wieder einmal neu nach oben gehen wird. Unsere Themen werden auch in der Zukunft mehr und mehr relevant sein und dadurch wird es schon die Sache sein, dass wir dann wieder mehr und mehr ins Gespräch kommen. Ich drücke dem neuen BUVO die Daumen dass er mehr nach außen gehen wird und die Partei nach vorne mit unserer aller Hilfe bringen wird. „Die Medien“ oder besser manche davon nehmen die PIRATEN immer noch nicht wahr oder sie nehmen sie als etwas Exotisches wahr was nicht in die Politik gehört. So hört man es immer wieder, ich denke mal es liegt darin dass sie mit vielen was in der Partei in der Form als erstes betrieben wurde immer noch nicht klar kommen. Wenn man jetzt wie gerade geschehen die Tweets von Erika Steinbach oder von dieser CDU Abgeordneten nimmt, die sich auf Twitter rechte Parolen von sich gab, so nehmen und nahmen es die Medien genau so auf, wie sie es bei uns auf unsere „Twitter Kriege“ taten. Dennoch haben manche Trolle und andere Leute die der Partei gezielt schaden wollten erst einmal das Bild erfolgreich vermittelt das wir PIRATEN fälschlicherweise am Ende sind. Das kann man so sehen wie man mag, doch wird es für uns ein großes Stück Arbeit sein dieses Denken wieder zu widerlegen. Wenn man die Wählerwanderung in Berlin sich genau ansieht, so kann man feststellen das unsere Wähler in der Mehrheit nicht zur Wahl gegangen sind. Es wird unsere Aufgabe in der Zukunft sein diese Leute wieder zu uns zurück zu holen ohne dabei einen neuen Hype auszulösen. Ich denke, wie Frank Schirmmacher damals schrieb, dass die PIRATEN immer noch das spannendste Projekt der letzten Jahre waren und sind. Die Aufgabe von jedem von uns ist es daher, mit den Leuten auf Twitter und draußen auf der Straße zu reden. Auch offen mit Journalisten im Netz sich auszutauschen und ihnen klar machen, wieso es PIRATEN gibt und wieso diejenigen die sich dort engagieren es immer noch machen und was die Beweggründe von jedem einzelnen von uns sind. Jeder sollte Netzwerken und immer für unsere Idee nach einer positiven Gestaltung des digitalen Wandels mitreden und mitgestalten zu können. Dabei müssen wir auch auf die Ängste der Leute und Journalisten vor diesem Wandel eingehen. Wir sollten ihnen klar machen, dass wir ihre Sorgen ernst nehmen und ihnen eine Möglichkeit geben wollen, dass sie sich gegen die Macht von Google und anderen Unternehmen wehren können und doch dabei verhindern, dass alte Modelle künstlich am Leben gehalten werden. Wenn für Inhalte nun viele „Amateure“ gestalten so wirkt sich das auch auf den politischen Diskurs aus. Viele junge Leute nutzen heute Facebook um sich über Politik zu informieren und gehen so an den klassischen Informationsnetzwerken um sich eine Meinung zu bilden weit ab. Es muss unsere Aufgabe als PIRATEN daher sein, eine Stimme der Vernunft im weiten Datenmeer zu sein, und Formate wie die Heute-Show können uns ein Vorbild sein wie wir die junge Generation der U30er erreichen können. Wichtig ist auch, dass jeder einzelne außerhalb des Netzes an jedem Tag den Leuten vermittelt wieso wir PIRATEN es wert sind wieder in die Parlamente zu kommen und wieso es Spaß macht ein PIRAT zu sein und für welches Denken und Lebensgefühl wir stehen. Ich denke, dass wir von der frühen SPD lernen können die auch nicht in der Lage war massiv auf Medien zurückzugreifen und vom Staat bekämpft wurde. Sie baute eigene Strukturen auf und brachte ihrer Zielgruppe ein Vollprogramm auch ins gesellschaftliche Leben wo man zusammen Ideen entwickeln konnte und dann ein gemeinsames Lebensgefühl entstand. Dies sollten wir PIRATEN uns als Vorbild nehmen, wenn wir feste Strukturen und eine Basis haben wie wir in die Herzen der Leute kommen und da kann jeder einzelne, wie auch kleine Gruppen lokal ansetzen sind wir gegenüber dem Auf und Ab der Medien besser gefeilt und können dies in Stimmen umsetzen.

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