Politik: Digitaler Wandel – Neue Werte und Chancen

 
Die Frage wie soll die Gesellschaft von Morgen aussehen, wird teilweise gestellt doch kaum wirklich umfassend diskutiert. Die Gesellschaft scheint durch die Medienlandschaft oft sich mit einfachen Schlagbegriffen zufrieden zu geben, während digitaler Wandel oft als etwas gesehen wird, was die „traditionelle Ordnung“ in dieser Gesellschaft ins Wanken bringt. Twitter und Facebook werden gerade aktuell um die Ereignisse um die AfD als etwas gesehen, was die „natürliche Ordnung“ in diesem Land stört und die Situation als viele junge Menschen Instagram benutzen um sich in einer Form wie sie es meinen am Besten zu ihnen passt zu präsentieren, lässt bei den Leuten die sich in der digitalen Welt nicht bewegen ein Stirnrunzeln zurück. Die Arbeitswelt klagt, dass die Jugend und die jungen Menschen „traditionelles Wissen“ nicht mehr beherrschen und doch wird verkannt, welche Möglichkeiten diese jungen Leute gerade in der digitalen Welt haben und welche Kompetenzen sie mitbringen. Die Welt ist nicht auf sie eingestellt und gerade Deutschland scheint die Digitalisierung und „digitale Gerechtigkeit“ als Soziale Frage mehr und mehr nicht beantworten zu wollen. So musste der EUGH erst einmal die Störerhaftung kippen um eine digitale Landschaft zu bereiten und viele Firmen nutzen das Internet für die Arbeit sind jedoch nicht in der Lage für die Sicherheit ihrer Arbeit und die Möglichkeiten das Internet für neue Arbeitsmodelle zu nutzen, offen eingestellt.

Die Theorie der Wissensgesellschaft sagt, dass man neues Ansehen und seinen Status in der Gesellschaft anhand des Wissens welches man besitzt zugeteilt bekommt. Man sieht nun im digitalen Zeitalter dass genau dieses Wissen und die Fähigkeiten Informationen zu analysieren immer wichtiger werden. Geld und Status sind weniger wichtig, auch wenn es aktuell da die traditionellen Eliten noch vorherrschen, diese in dem Denken der alten Leute vorherrschen. Dabei sieht man gerade bei den „Digitalen Nomaden“, die international Vernetzt sind und Freundschaften und Geschäftsbeziehungen international haben, schon erste Anzeichen dieser neuen Welt. Meistens sind sie materiell nicht stark aufgestellt, doch scheinen sie auch nicht bereit zu sein dass sie sich in die „traditionelle Tretmühle“ begeben wollen. Die Frage welche sich die Leute stellen müssen, die noch lange in dieser Gesellschaft leben werden, ist wie weit wir die Möglichkeiten haben die Gesellschaft so zu formen, wie sie dem Leben welches viele als Sinnhaftig sehen ermöglicht zu leben. Dazu gehört ebenso wie das private Leben und Beziehungen sinnvoll gestaltet werden sollten und sicher auch welche Traditionen und Werte es sinnvoll sind beibehalten zu werden und welche neue man setzen sollte. In sozialen Berufen ist es oft so, dass die Mitarbeiter den „Klienten“ ihre Sichtweise als Maxime vermitteln wollen und mehr in einer Erzieherische Weise herangehen, anstatt zu schauen welche Möglichkeiten hat das Individuum. Gerade da auch nun bei vielen gut ausgebildeten Leuten die über einen gewissen Habitus verfügen in psychische und soziale Krisen geraten, muss sich daher die klassische Herangehensweise in diesen Berufen ändern, da die Betroffenen meistens in der Lage sind ihre soziale Position und die Mechanismen die die Gesellschaft auf sie ausüben erkennen und wenn manchmal auch nicht direkt artikulieren können. Dennoch stellen sie sich die Frage wie weit kann das Leben und der Status Quo einen Sinn geben, wenn immer mehr Menschen sich von diesem Weg abwenden oder ihn nicht mehr in der Form wie es erwünscht wird folgen können. Ein immer weiter bringt die Gesellschaft nicht voran und ein Beharren auf die Wege die man immer gegangen ist, sondern man braucht außerhalb von „Sonntagsreden“ eine aktive Debatte die aus der Gesellschaft und von jedem Selbst geführt werden muss wie man aktiv werden kann und wie man die Gesellschaft auf neue Herausforderungen anpassen kann. Gerade jetzt in Zeiten des Umbruchs und auch wenn viele diese Veränderungen versuchen zu negieren ist doch die Frage was man anhand dieser Tatsachen machen kann? Soll man ein Kollektives Aussteigen aus den Normen und Vorgaben der Gesellschaft machen und wie soll diese auf diese Entwicklungen reagieren? Die AfD ist der Versuch mit alten Rezepten und den Wunsch nach einer vermeidlich einfachen Welt diese Fragen zu beantworten. Die PIRATEN dagegen, stellen sich ebenfalls diese Frage doch sie sind mehr an Konzepten interessiert wie man Neues schaffen kann und das BGE ist dabei nur ein Baustein in dem Konzept die Gesellschaft „neu zu erfinden“. Dabei haben die PIRATEN oft das Problem, dass sie in vielen ihrer Ideen keine Wahrnehmung haben und als Akteure nicht wahrgenommen oder verlacht werden. Dabei ist gerade die frische Kreativität und die Bereitschaft aus Fehlern zu lernen, ein Indiz dass man sich entwickeln will und dies auch von der Gesellschaft in der wir alle leben dasselbe erwartet. Gesellschaftliche Debatten wie man sie in den Medien finden kann, sind oft von kleinen Schritten geprägt. Es herrscht in Gesellschaftlichen Fragen immer noch eine gewisse „German Angst“ und ein Bestreben den Besitzstand zu bewahren vor. Die Mittelschicht treibt eine Angst vor sozialem Abstieg herum, welches sich in Druck auf Kinder und Jugendliche auswirkt möglichst angepasst und erfolgreich zu sein. Dabei wird verkannt, dass dieser Druck gesellschaftlichen Wandel verhindert und bremst, der im schlimmsten Fall einen Reformstau der Gesellschaft aufbaut der sich am Ende gewaltsam entladen wird. Die 1968er zeigten, wie es bei einer solchen Entladung sich entwickeln kann.

Fragen welche die Digitalisierung uns in diesen Feldern bringt sollten daher von allen auch in persönlichen Gesprächen erkannt werden und jeder sollte schauen und ein Gespür für die Veränderungen entwickeln und gemäß seiner individuellen Fähig- und Möglichkeiten versuchen die Debatte zu benennen und bereit sein sie zu führen. Es gibt viel zu tun. Packen wir es an!

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