Politik: Die Gegenwart, ist die Zukunft der Leute von Gestern

Man kann sich fragen wohin die Reise gehen soll. Die PIRATEN sind auf einem guten Weg und man kann nur hoffen, dass ihre Fragen auch breit diskutiert werden. In der Post-Kohl Ära braucht es neue Ideen. Die SPD wird ihrer historischen Rolle im deutschen Parteiensystem nicht mehr gerecht. Sie hat in ihrer bisherigen Form ausgedient, wo das alte Schröder Personal ihre Ideale verraten hat und sich den Bossen anbiedert. Die LINKSPARTEI ist in bizarren Debatten verstrickt und verfolgt teilweise noch ein Modell welches 1989 ausgedient hat. Sie trägt sich von Nostalgikern und radikal Linken die nicht Antworten auf die neuen Fragen der Zeit haben.
Heinz Dieterich hat mit dem „Sozialismus für das 21. Jahrhundert“ eine Idee vorgelegt welche versucht einen neuen Weg zu gehen. In anderer Form haben die PIRATEN es mit dem BGE als liberale neue Antwort, welche die gleichen Probleme wie Heinz Dieterich aufgreift und die gleichen Fragen stellt eine Antwort gefunden. Beiden geht es darum, wie der Mensch sein volles Potential in einer gerechten Gesellschaft entfalten kann. Diese Frage nach einer Welt wo es mehr zu schaffen gilt, als ein Rädchen in einer Maschine zu sein ist vielen Menschen in der westlichen Welt ein Anliegen. Die Occupy Bewegung ist nur ein Ausdruck, der jetzt durch die Presse massiv kritisiert wird und man mit Ritualen der Empörung versucht wird ein gerechtes Anliegen bei vielen älteren Menschen, die sich mit dem Status Quo arrangiert haben zu diskreditierten. Die PIRATEN stellen schon viele richtige Fragen die in ihren Netzwerken gerade auch diskutiert werden. Viele Gute Ideen werden entwickelt und in der Partei diskutiert. Sie hat sich von vielen Leuten die die Partei nur als Mittel für ihre eigene Agenda sahen befreit und will wieder die Probleme um die es geht in ihrer gesamten Breite angreifen. Diese Debatte wo es auch um Theorie gehen muss und welche gesamt Theorie, wie halt zum Beispiel die von Hardt und Negri in Empire diskutiert wird kann man dann nutzen um Konzepte in der realen Politik umsetzen. Es muss klar sein, dass man nicht alles auf der technischen Ebene lösen kann und vielen PIRATEN ist dies auch sehr bewusst. Dazu muss man wie es damals die Gewerkschaften mit der Arbeiterklasse machten, die eigene Klientel schulen und sie mit Gedanken wie es wissenschaftlich und alternativ Bildungstechnisch voran gehen kann, geschult werden. Die innerparteiliche Schulung muss klar ein wichtiges Ziel sein, wollen wir in der Partei kompetent und klar politische Fragen diskutieren und sicherer gegenüber „Shitstorms“ sein. Man muss weg von Gefühlen kommen und klar in der Basisdemokratie allen Mitgliedern die Kompetenz geben, dass sie sich mit den Themen die ihnen am Herzen liegen, umfassend und klar debattieren können. Nur so kann man einen Mehrwert für die Partei gewinnen.
Dieses mulmige Gefühl und die Ohnmacht und Wut welche viele mit dem Status Quo empfinden und der Wunsch etwas zu ändern muss in Worte gefasst werden. Dabei geht es um Worte der politischen Sprache und die Möglichkeit Konzepte zu erarbeiten und dann um diese gezielt zu werben. Mitmachpartei heißt auch Interessenten Bildungsmöglichkeiten in ihrem Thema zu geben und ihnen so eine reale Möglichkeit zu geben, sich konstruktiv in den Dingen wo sie sich engagieren wollen zu beteiligen. Der Frust mit dem Status Quo muss eine klare Sprache im politischen Ausdruck gewinnen. Nur so kann jeder neue Leute anstecken und ihnen die Chance geben sich ebenfalls zu beteiligen und sich gegenüber dem „System“ zu behaupten und ihm die Möglichkeit geben es zu hinterfragen und man so nicht mehr Bürger sondern citizen ist. Der selbstbestimmte Bürger ist das Ziel der Demokratie und man muss ihn von den Fesseln die ihm auferlegt sind befreien. Dabei ist das Ziel ganz klar die junge Generation. Wenn Sammy de Luxe mit „Weck mich auf!“ dieses unschöne Gefühl unserer ermatteten Jugend und nun jungen Erwachsenen anspricht, so wissen wir schon lange um die Trostlosigkeit des Seins. Wir haben nun den Wunsch da wir politisch aktiv werden, dass man auch die Chance hat etwas zu machen. Dabei ist die Frage wie man es umsetzen soll nicht klar. Aber man muss darüber reden und darüber streiten! Dies ist gelebte Demokratie und die Alten welche uns schelten, dass wir ihren Weg nicht gehen wollen müssen wir entgegen schreien „So nicht mehr weiter! Stop!“
Unsere Zukunft gehört uns! Und wie es heißt „Die Gegenwart ist die Zukunft der Leute von gestern!“.
Also lasst uns streiten, lasst uns lernen und lasst uns zeigen dass wir die Konzepte haben die Europa braucht.

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