PIRATEN Aufbruch zu neuen Ufern!

So dann blogge ich wieder einmal. Bei den PIRATEN geht es nun darum neue Ufer zu erreichen, die Flügelkämpfe welche die PIRATEN gelähmt haben scheinen nun einmal vorbei zu sein und die Partei schrumpft sich gesund. Das nun Häme und Spott diejenigen begleiten, welche nun gehen und das unterliegende Lager nun implodiert und sich neue Wege sucht politisch aktiv zu werden, hat es sich selbst zu verschulden kommen lassen. Anstatt das man versucht Allianzen und Kompromisse zu finden wurde mit dem utopischen Maximalziel gekämpft die Partei zu dominieren. Dabei wurde übersehen, dass die Mehrheiten nicht nur auf Twitter oder besser gesagt, trotz Twitter auf dem aBPT überwältigend eine andere Sprache sprachen. Wenn der Progressive oder linke Flügel der Partei nun politisch unklug sich verhielt und nach dem aBPT weiter die Konfrontation suchte und über Twitter und im Fall Berliner Prominente über die Medien gegen den neuen BUVO schoss, so vertiefte es die Gräben nur. Das es zu einem Showdown kommen schien war, nach dem direkten Ausfall einiger Berliner Parteiprominenter abzusehen.

Nun scheint der Streit erst einmal beendet zu sein. Wir haben es als Partei nicht geschafft die sogenannten Progressiven bei uns zu behalten und die Progressive Plattform will nun als NGO unabhängig von den PIRATEN versuchen Politik zu machen. Dies ist für die Mitglieder welche wie in einem Artikel der Flaschenpost als Aktivisten bezeichnet worden, sicher in ihrer Art politisch aktiv zu sein näher. Diejenigen welche mit den PIRATEN als Partei nun daran gehen die für viele in unserer Generation drögen Kompromisse und Verhandlungen der Politik einzunehmen beginnt nun die Zeit der Konsolidierung und des Wiederaufbaus. Meine Zeit bei den PIRATEN erinnert mich an meine Anfänge im Ogameforum als ich damals auch noch nicht wusste wie der Hase läuft und mich in dem Chaos zurecht finden musste. Damals hatte ich die gut vernetzte Userin Electra welche mich an die Hand nahm und mich zu einem guten Spammer ausbildete, der nachher gut im Forum vernetzt war und später als Teil des Teams im Hintergrund gute Arbeit machte und Ansprechpartner für viele im Ogameteam war. Heute bei den PIRATEN habe ich mich nach einiger Zeit des Eingewöhnens meinen Koordinator für die AG Außen- und Sicherheitspolitik Alexander Kohler und meinen Chefredakteur bei der Flaschenpost Michael Renner die sich sehr liebevoll und mit viel Geduld und Engagement um mich kümmern und mir die Fragen die mich als Neuen in der Partei kommen, beantworten. Ich kannte vor den PIRATEN Politik bei den JUSOS und es hatte mich nach einiger Zeit gelangweilt. Bei den PIRATEN kann man auch als Neuer direkt in die Arbeit herein kommen und seine Meinung äußern ohne dabei vor Ehrfurcht vor irgendwelchen „VIPs“ zu erstarren. Solange man seine Meinung und Ideen höflich aber mit Vehemenz und dabei aber offen für Anregungen und neue Ideen und Menschen präsentiert stehen einem alle Wege offen. Bei den PIRATEN wird immer noch dieser neue Umgangston gepflegt wenn man die Medien ignoriert und Twitter nicht als das Maß aller Dinge sieht.

Was mir Auffällt ist, dass unsere Partei einiges noch zu technisch sieht und wir PIRATEN gleichzeitig politisch und sozial sehr gut analysieren können und Ideen entwickeln und diskutieren, es aber nicht richtig über die Medien welche für den politischen Diskurs nun einmal ihren Platz haben rüber bringen können. Die Medien waren viel lieber daran interessiert unseren Streit zu dokumentieren und wir PIRATEN haben das Spiel teilweise gerne mitgespielt. Jetzt geht es darum, dass wir nach dem Ende des Streites der schon seit dem aBPT abzusehen war, uns Gedanken machen wie wir inhaltlich mit den besseren Konzepten und frischeren Ideen die politische Landschaft verändern können.

Dabei muss man sich fragen was man unter einem System 2.0 und Politik 2.0 versteht. Es ist sicher nicht etwas was man in der Vergangenheit gesehen hat. Twitter ersetzt nicht die reale Politik und Diskussionen und Abstimmungen auf Parteitagen. Die PIRATEN sind basisdemokratisch, dh jeder kann bei uns Abstimmen solange er Mitglied ist welches seine Beiträge bezahlt. Unser System kann man sicher noch optimieren, aber so etwas gehört dann in die Flaschenpost und in interne Debattenforen als breit auf Twitter und anderswo oder gar schlimmer in Hasstönen über die Presse zu diskutieren. Die Presse kann sehr wohl als Medium für eine breite Schicht und auch für Informationen an potentielle und reale Wähler genutzt werden, doch darf man dabei nicht vergessen, dass es immer ein Zweischneidiges Schwert ist. Dennoch brauchen wir PIRATEN die Presse denn Twitter ist in Deutschland nicht so verbreitet und unsere Gesellschaft leidet an Überalterung. Wir PIRATEN müssen also nun die politische Ausgangslage in Deutschland realistisch analysieren und schauen welche Bedürfnisse haben die Leute welche uns potentiell wählen würden. Darauf und basierend auf unserer Sicht auf die Welt, welche wir als Sozialliberal festgelegt haben machen wir unser Programm. Daraus leiten wir unser Wahlprogramm ab und müssen einfach und direkt daraus Slogans und Appelle machen. Wir müssen wieder frech sein und die Mächtigen herausfordern. Dabei dürfen wir keine Tabus kennen. Denn auf dem Weg zur Veränderung der Gesellschaft werden wir viele liebgewordene Wahrheiten in Frage stellen müssen und sie verändern.

Wir werden dafür auch in Zukunft angegriffen und niedergeschrieben werden. Jetzt wo alles sich auf die AfD konzentriert und wir tot geschrieben werden haben wir Zeit uns neu aufzustellen. Mit neuen Ideen und Köpfen – denn Politik funktioniert auch über Köpfe – in die Zukunft segeln. Wir PIRATEN müssen zeigen, dass wir es mit der Politik können und durch Taten unsere Kritiker überzeugen. Jetzt haben wir einen Kompass gefunden und wissen wo im Spektrum wir uns einzuordnen haben. Das wird uns in Zukunft helfen und auch über das Menschenbild besteht weitgehend Einigkeit. Es werden jetzt viele gehen, doch die die bleiben können nun mit Zuversicht in die Zukunft schauen. Wir müssen nun inhaltlich schauen wie wir arbeiten und unsere Hoffnung und Sehnsüchte nach einer besseren und gerechteren Welt vermitteln und in die Köpfe und Herzen unserer Generation und derjenigen die unseren Ideen nahestehen hineintragen.

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