Politik: Piraten – Aufmachen zum Ändern 2.0

Die Piraten in NRW haben sich, so ein Bericht des WDR über den Landesparteitag in Bielefeld positioniert. Die Piraten in NRW bezeichnen sich als Linksliberal und können nun also die Leere die durch das Ende der FDP entstanden ist beginnen zu füllen. Dabei berichtet der WDR eher ungläubig und fast schon hämisch über die neuen Sitten der Piraten und lässt einem zu dem Schluss kommen, die Piraten sind dabei sich zu finden wohin sie wollen und dabei doch noch Politikexoten.

Anne Helm hat mit ihrer Bombergate Aktion bei vielen liberalen Piraten ein Aufwachen beschert. Eine so in der Presse dargstellte Meinung war, dass die Piraten von der Antifa unterwandert worden waren. Ein Grund für mich bei den Piraten mitzumachen und zu sagen, die sozialliberale Chance welche den Piraten sich bietet muss gestärkt werden. Hier ist der NRW Verband richtig, der sich auf dem Landesparteitag klar sozialliberal positioniert hat. Es wird auch berichtet, dass die Piraten in NRW beschlossen haben eine „ständige Mitgliederversammlung“ einzuberufen.

Hier bietet sich die Chance, dass die Piraten auch in der Lage sind immer mit ihrer Basis in Kontakt zu sein und die Kluft zwischen „professionellen Politikern“ und „Polit-Amateuren“ geringer als in anderen Parteien bleibt. Die Piraten sind sehr an Meinungen und Feedback interessiert. Viele machen lokal ihre Politik und sind sich bewusst, wie sie von den Medien in der letzten Zeit wahrgenommen werden. Das schmerzt viele, haben sie sich doch durch Einzelaktionen einiger, welche eine gute PR hatten, in eine Ecke gedrängt gefühlt in der sie sich politisch nicht sahen. Der Bundesparteitag der Piraten wird einiges zeigen, wie sich die Bundespartei nun orientieren wird. Dies wird für die Zukunft der Piraten wichtig sein. Denn wir brauchen die Piraten. Die Piraten sind das Sprachrohr der „Digital Natives“ unserer Generation. Sie und wir alle, sind an der Behaltung unserer Bürgerrechte interessiert. Wir sehen das Internet und die neue Technik als Chance, nicht als Bedrohung. Für uns ist das Internet nicht „Neuland“. Die Piraten werden durch die Medien gerne in eine Ecke gedrängt, dass sie idealistische Träumer sind. Doch die Partei ist sehr jung und hat viele junge Mitglieder. In dem Alter ist es normal, dass man an das Gute glaubt und noch sich in der Lage sieht Sachen zu verändern. Die JUSOS in den 70iger Jahren waren genauso. Dies passte vielen Alten in der SPD überhaupt nicht.

Die Piraten sind das Sprachrohr unserer jungen Generation. Sie müssen sich aber auch den sozialen Themen öffnen und Fragen finden, wie wir in Jobs und in gesicherte Arbeit kommen. Wie werden wir jungen Menschen, welchen Mann vorwirft dass wir den Wohlstand Deutschlands nicht mehr halten können und damit die Renten der Alten bezahlen. Laut einer Studie fühlen sich viele junge Menschen in Deutschland unglücklich, obwohl sie im Wohlstand leben. Selbst die Rechte springt auf diesen Zug auf und schaut sich die Probleme der Jugend in Europa an.

Dabei würde die AfD sich freuen, wenn sie die Lösung findet und Kopp bietet das Ideologische Material dazu. Die Piraten müssen zu einer „Gegen AfD“ werden. Die AfD will den Liberalismus von der rechten Seite her beerben, die Piraten von Links. Damit ist die AfD der Hauptgegner der Piraten. Hier gilt es mit guten Konzepten den Kampf aufzunehmen und die Jugend für sich zu gewinnen. Die Piraten haben hier bessere Chancen, stehen sie doch der Lebenswirklichkeit der jungen Menschen näher, als es die AfD tut. Die Frage wohin die Piraten gehen und was sie sind ist beantwortet. Jedenfalls in NRW und viele Stimmen dem zu, wie man zum Beispiel auf diesem Post es lesen kann.

Bombergate und Molligate waren Wachmomente wo sich die Frage bei den Piraten stellte, wo wir überhaupt stehen und was für Werte wir vertreten wollen. Bielefeld hat manchen beantwortet und es gilt jetzt daran mit dem klaren Profil um Wähler für eine neue Politik zu werben.

 

 

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3 Antworten zu Politik: Piraten – Aufmachen zum Ändern 2.0

  1. Sozialliberaler schreibt:

    „Die Piraten in NRW bezeichnen sich als Linksliberal und können nun also die Leere die durch das Ende der FDP entstanden ist beginnen zu füllen.“

    Die 2%-Partei mit extremen Mitgliederverlust fabuliert über das Ende der immerhin 4,8%-Partei mit Mitgliederzugewinn (die zudem in wesentlich mehr Parlamenten auf kommunaler wie Landesebene verwurzelt ist).

    Die FDP hat in der Vergangenheit Fehler begangen und insbesondere ihre Erfolge (z.B. in Sachen Datenschutz und Bürgerrechten) nicht deutlich genug herausgestellt. Sie hat die Menschen nicht überzeugen können, dass wirtschaftliche Freiheit nach wie vor auch zur Lösung der sozialen Frage beiträgt (ergänzt durch das in Deutschland unbestreitbar vorhandene soziale Netz).
    Wenn sie das in Zukunft wieder schafft, ist es für mich recht eindeutig, dass die FDP die neue Heimat für sozialliberale Piraten sein wird und nicht umgekehrt. Die Piratenpartei wird früher oder später zur linken Residualpartei degenerieren. Die Bomber-Harry-Sache ist Ausdruck einer tief in der Partei verankerten Strömung, die sich nicht mehr beseitigen lassen wird.

  2. Sozialliberaler schreibt:

    Korrektur: Ich meinte natürlich „Bomber-Harris“

  3. japan001 schreibt:

    Das kann passieren, ich denke wenn das bei den Piraten mehr und mehr zu einer linksradikalen Sache wird und die sozialliberalen Kräfte am, Ende den RIchtungsstreit verlieren, werden die Piraten untergehen. Meiner Meinung nach haben die Sozialliberalen Kräfte erst jetzt begonnen sich zu mobilisieren und besser zu vernetzen. Da kann man noch nicht sagen, ob das Projekt Piraten am Ende ist. Wenn es scheitern sollte dann denke ich auch, das viele in der FDP eine neue politische Heimat finden könnten.

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