Politik: Die Krise in der Ukraine und die Macht der Manipulation

Der NDR bringt einen Bericht ob die westlichen Medien wirklich ausgewogen über die Krise in der Ukraine berichten. Natürlich kann schnell hier ein Vorwurf sein, dass die westlichen Medien die Lage genau wie die russischen Medien aus der Perspektive der jeweiligen Regierung sehen. Auch wenn im Westen die Fesseln, eher unsichtbarer sind. Es gab damals als Putin ein Interview in der ARD hielt, leider eine unglücklich gewählte Zusammenschneidung des Interviews, wo schnell aufkam die ARD lässt nur Sachen zu die dem Westen gefallen. Anlass war der Krieg gegen Georgien durch Russland. Hier noch mal ein Bericht zu der damaligen Debatte. Und hier noch einmal  das damalige ungekürzte Interview mit Thomas Roth und einiges über die Debatte von damals.

Natürlich sind westliche Medien an sich frei, sie sind aber wirtschaftlichen Interessen unterlegen und die ARD und das ZDF in Deutschland haben Parteipolitiker in den entsprechenden Gremien sitzen. Beim ZDF mag man nur an die Sache dem Chefredakteur denken, der nicht ernannt war weil Roland Koch von der CDU es nicht wollte. Die Freiheit der Medien ist immer so eine Sache und im Westen muss man Medienkompetenz entwickeln um zu schauen wie weit man da sicherer wird, nicht manipuliert zu werden. Berichte, dass die jetzige ukrainische Regierung zum Teil Faschisten bei sich hat, werden im Gegensatz zu russischen Medien kaum behandelt. Erst jetzt kommen in einigen Bereichen einige Artikel darüber in Umlauf, wie dieser hier.

Natürlich treibt Nationalismus die Sache an. Die Ukraine will Frei sein und Nationalismus war in allen osteuropäischen Staaten nach dem Fall des eisernen Vorhangs wieder am aufflammen. Jugoslawien sollte da für uns alle ein mahnendes Beispiel sein. Viel hat sich jedoch geändert, weil die EU diesen Staaten eine Perspektive bot und so die Demokratie sich stabilisieren konnte. Auch wenn die AfD dies kritisiert so bot die EU uns doch die Sicherheit, dass man nicht erneut in einen Konflikt in Europa treiben wird. Russland wurde nie eine Perspektive geboten. So nutzt Putin russische Großmachtfantasien um ein Gegengewicht zu dem in seinen Augen dekadenten Westen aufzubauen. Putin und seine anderen Leute sind im Kalten Krieg groß geworden, für sie ist der Westen etwas schlimmes welcher Russland am Boden sehen will. Dazu passen auch die politischen Analysen des Westens über Russland aus der Zeit von Jelzin, wo die USA sich das Fell des Bärens gerne unter den Nagel klemmen wollten. Die russischen Eliten haben diese Zeit nicht vergessen, für sie ist es ein Trauma und man begann Stück für Stück wieder alles daran zu setzen Allianzen gegen den Westen aufzubauen und seine Armee zu modernisieren. Eine Einleitung in die Außenpolitik des 21. Jahrhunderts findet sich auch hier, auch wenn sie etwas älter sind. Russland hat sich aber auch seitdem weiterentwickelt und eine Analyse findet sich auch in dieser Hausarbeit, aus dem Jahr 2005.

Jetzt sieht sich Russland in der Lage den Westlichen Einfluss zurückzudrängen. Die Russen bekommen natürlich nur Informationen die ihrer Führung passen und doch sollte man nicht vergessen, dass die Leute sich aus dem Internet die anderen Informationen holen können. Die Frage welche man auch sich im Westen jeder Stellen will, ist ob man daran en Interesse hat. Sich zu Informieren kostet Zeit und viele sind einfach zu faul sich selbst aus der Fülle an Informationen ein eigenes Bild zu machen. Doch dies ist wichtig, will man sich nicht manipulieren lassen egal von wem.

 

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