Soziales: Machos und andere Irrtümer

Ich habe die Tage von einer jungen Frau gehört, dass Frauen sich einen starken Partner suchen. Sie wollen sich anlehnen und tendieren daher eher in Richtung Macho. In einem Profil auf einer Flirtseite einer anderen jungen Frau las ich, dass sie keinen Partner sucht der sie dominiert oder von ihr dominiert wird, sondern mit ihr auf Augenhöhe ist.

So gesehen hatte die junge Frau, die mir ersteres sagte unrecht. Aber wie ist es wenn dem so wäre und viele Männer und Frauen würden es unterschreiben, dass dem so ist. Machos sind nicht gern gefragt und doch haben sie für viele Frauen einen Reiz. In unserer Gesellschaft soll man aber wenn man nach Soft-Skills gefragt wird die Ellenbogen einerseits ausfahren und dann wiederum einpacken. Ist unsere Generation wirklich danach aus zu einer Männerwelt mit Machos zu werden?

Ich denke nicht. Viele in unserer Generation wollen mit alten Rollenverhalten brechen und es ist sicher auch eine Frage der Bildung dies zu tun. Leute mit besserer Bildung, sind selbstbewusster und können Rollen welche man ihnen vorlebt hinterfragen. Ich habe oft von Leuten welche nicht eine klassische Bildung genossen haben, beiderlei Geschlechts dass Männer immer noch dieses dominante Verhalten an den Tag legen müssen. Eine Frau welche selbst im Leben steht, will aber keinen Macho als Selbstbestätigung haben. Sie kann es doch selbst erreichen? Klar einen starken Partner zu haben ist etwas gutes, aber eine Partnerschaft sollte auf Augenhöhe und Fair sein. Die Dame die es mir sagte, war zu dem Zeitpunkt in einer schwachen Position und sie war sich ihrer Rolle unsicher. Der Mann welcher mir sagte, dass Frauen sich auch in der heutigen Zeit ein „Alpha-Männchen“ suchen, ist selbst seiner Männlichkeit unsicher gewesen und auch seine Abwehr von sozial Schwachen, zeigte mir dass er leicht zu verunsichern ist. Er hat vordergründig seine Rolle in der Gesellschaft nicht gefunden und doch war er auf sozialem Gebiet nicht so gebildet und ist ein Produkt der Gesellschaft welche „Fach-Idioten“ will. Er hatte aber auch nicht das Interesse und das Bestreben sich eine breitere Bildung anzueignen.

Ein anderer ehemaliger Freund ist im Leben damals am Treiben gewesen. Er kam nicht mit der Gesellschaft und den Ansprüchen welche sie an ihm stellte klar. Dabei war er von Natur aus eher eine unsichere Person. Er suchte sich immer schwache Frauen und kam auf Frauen nicht klar, welche direkt auf ihn zugingen und klare Vorstellungen von dem hatten was sie wollten. Auch wenn er von diesem Typus Frau sehr fasziniert war, konnte er es nicht ertragen in einer Beziehung den Schwächeren Part einzunehmen. Was mich an diesen Männern meiner Generation überrascht wie sehr sie bei allen Beteuerungen doch gegen die Gesellschaft zu schwimmen doch eher ein klassisches Rollenverhalten in einer Beziehung wünschten. Vielleicht ist dem auch so, weil sie unsicher sind und daher sich in den Traditionen sich eine gewisse Stabilität in einer sich änderten Welt genießen wollen. Ich merke auch wie im Freundeskreis viele versuchen sich wenn sie unsicher sind in eine dominante Rolle bewegen zu wollen. Dabei denke ich, dass man dies wirklich nicht braucht. Mit diesen Menschen habe ich heute zum Glück keinen Kontakt mehr, denn so etwas ist nur Energieraubend. Man will sich doch nicht im Privaten immer wieder behaupten müssen, wenn dies schon von uns im sozialen Leben erwartet wird.

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3 Antworten zu Soziales: Machos und andere Irrtümer

  1. Marie-Luise schreibt:

    Bei der herrlich unreflektierten, überheblichen und sich selbst über die Dinge
    stellenden Schreibe dieses Artikels, stellt sich die Frage wer hier glücklich
    sein kann mit wem nichts mehr zu tun zu haben.

  2. L33T M4N schreibt:

    Es brächte uns schon ungemein weiter wenns nicht immer die anderen wären, die falschen Freunde, die Gesellschaft, die Politik, die Stadt, die Eltern, sondern wir. Eigenverantwortung.
    Was zeigt das außer Missgunst, Unsicherheit, Ablenkung. Leider läuft es zu oft darauf hinaus.
    Und falsche, gut gemeinte, schlecht ausgeführte, Hilfe verfestigt Probleme gerne noch.
    Wie zB ein Therapeut, der dafür bezahlt wird, auf der eigenen Seite zu stehen,
    Bestätigung von denen, die bequem sind. Darauf lässt sich eine Welt aufbauen.
    Nur was ist das für eine Welt, und zu welchen Kosten.

    • japan001 schreibt:

      Ich denke auch das jeder.selbst.für sein leben verantwortlich ist. Dennoch sind wir in soziale Strukturen eingebunden die uns prägen. Diese wenn sie falsch sind muss man kritisieren dürfen und gegeben falls ändern.

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