Politik: Ukraine ein Land zwischen zwei Mühlsteinen?

Die Ukraine entfernt sich weiter von Europa so ist in unserer Presse zu lesen. Ich denke, dass es nicht der Fall ist. Die Tagesschau berichtet hier über die aktuelle Lage in der Ukraine. Die Ukraine ist schon  wie bei der orangenen Revolution gespalten. Doch der Westen der sich als Ukrainer und Europäer sieht will in die EU. Es ist gut von der EU dass sie nicht die Tür der Ukraine zuschlägt. Man muss schauen was man so machen kann um den Menschen zu helfen. Ich habe eine Freundin in Lemberg und sie sagte, dass es dort ruhig ist. Der Trubel findet in Kiew statt.

Putin braucht die Ukraine will Russland doch wieder Großmacht sein. Dabei setzt der Kreml alle Hebel in Bewegung um Kiew an sich zu ketten. Die EU hat dies unterschätzt. Brüssel hat zu lange gezögert um der Ukraine eine Perspektive in Europa zu geben. Man muss in Brüssel nun die Quittung dafür zahlen. Zu oft wurde immer wieder gesagt, dass die Ukraine nicht wirklich zur EU gehören kann. Das frustriert die Menschen und nahm ihnen jede Perspektive. Jetzt scheint sich es zu ändern und Brüssel will die Ukraine als Teil der EU haben. Doch Kiew hat kein Interesse Reformen durchzusetzen. Die aktuelle ukrainische Führung will lieber mit Moskau zusammenarbeiten und dabei ist es ihnen egal was die Menschen aus dem Westen der Ukraine wollen, da sie sich dem Rückhalt aus dem Osten der Ukraine gewiss sein können.

Brüssel muss mit einer Stimme sprechen und auch wenn sie es jetzt gut machen, hatte man dies immer wieder in der Vergangenheit vermisst. Deutschland war auch nicht gerade so der Engagierte Staat wenn es darum ging die Ukraine in die EU zu holen. Auch hat Deutschland sich zu abhängig vom russischen Gas gemacht, was wiederum ein „Danke“ an die SPD beinhaltet.  Was kann man nun also machen? Deutschland und die EU müssen begreifen, dass Russland sie als Gefahr für seine Macht sieht. Russland unterscheidet nicht zwischen NATO und EU. Die EU ist für Russland auch eine Gefahr, da die soft power der EU sehr wohl für Unruhe in Russland und Rufe nach einer Veränderung des Landes, sorgen könnte. Putin will aber noch möglichst lange uneingeschränkt regieren können. Jetzt wird Verhandelt in der Ukraine. Regierung und Opposition verhandeln zwar, doch will die Regierung soweit es geht wieder die Kontrolle haben. Der ukrainische Präsident befürchtet, dass er zum zweiten Mal aus dem Amt gejagt wird. Die Spannungen nehmen zu und heute wie damals befürchtet man, dass es zu einem Bürgerkrieg kommen könnte. Ein europäisches Syrien wäre aber der GAU für die EU weil sie mit solch einer Situation überfordert wären. Die NATO müsste dann  eingreifen, doch Russland würde eine NATO Intervention so nah an seiner Tür wohlmöglich kritisch sehen. Wenn es zu einem Bürgerkrieg kommen sollte, was ich nicht glaube, dann hätte die Ukraine als Staat aufgehört zu existieren.

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