Soziales: The Return of the Biedermeier?

Heute einmal etwas semipolitisches. Wie soll man sich in einem Land fühlen, welches mit Mehrheit die CDU gewählt hat? Wo man merkt, dass das konservative Denken auch in unserer Generation mehr an Fahrt gewinnt. Ist es so, dass man nun mehr sich am Bewahren festhält weil man mehr „erreicht“ hat? Ist es so, dass wir unpolitischer sind weil wir mit der Komplexität der Welt um uns nicht mehr klar kommen? Ich weiß es nicht. Ich wünschte mir, dass es einen Weckruf geben könnte. Für mich als politisch interessierten Menschen ist manches so unbegreifbar. Ich kann mich nicht ins Private zurückziehen und einen auf Biedermann machen. Vielleicht wäre es einfacher, wenn ich in einer Beziehung wäre doch es muss doch mehr geben. Man kann doch nicht immer nur auf sein egoistisches Glück denken. Die Welt geht vor die Hunde und wir Deutschen denken, dass wir in einer Welt von Glücksseeligkeit leben. Ist es doch so, dass viele Menschen keine Lust haben sich mit Politik und Gesellschaft zu beschäftigen. Will man Hedonismus oder ist es nur ein Vorwurf welcher unserer Generation gemacht wird?

Ich denke für mich, dass man sich politisch weiterbilden muss auch wenn es Anstrengend ist. Der Kopf muss benutzt werden und man muss mit offenen Augen durch die Welt gehen. Meiner Meinung nach muss man Aufmerksam gegenüber dem geschürten Hass auf sozial Schwächere und vermeindlich soziale Randgruppen sein. Man führt wenn überhaupt Scheindebatten, dabei wird aber der Status Quo nicht angetastet. Ich frage mich, ob ich in einer solchen Welt leben will. Ich kann und will mich nicht ins Private Zurückziehen. Ich hatte mal einen guten Freund, der massiv gegen sozial Schwächere hetzte. Auf meinen damaligen Kommentar, dass ich auch dazu gehöre, meinte er dass man das nicht sagen kann. Ich sei halt anders als die Normalität. Dieses sich in die Tasche lügen und die Vorurteile die wir in Deutschland haben machen mich krank. Wenn die CSU gegen Zuwanderer hetzt ist ihr großer Beifall gewiss. Ich will für mein privates Umfeld ein solches Wesen nicht haben und doch habe ich das Gefühl dass ich gegen Windmühlen renne. Ein anderer damaliger Freund hatte sich in Wolken aus Selbstverliebtheit und Besserwisserei geflüchtet, damit er nicht an dieser kaputten Welt kaputt geht. Ich sehe vieles kritisch und ich weiß nicht was ich machen soll. Ich bin Teil dieser orientierungslosen Generation die sich nicht ins Private zurückziehen will. In einer Welt wo nur Kapital zählt bleibt das Menschliche auf der Strecke. Doch auch der Marxismus bringt uns schon lange keine Erlösung mehr. Haben wir eine Chance etwas zu ändern? Ich weiß es nicht doch wünsche ich es mir.

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2 Antworten zu Soziales: The Return of the Biedermeier?

  1. petermkuth schreibt:

    Ich will da jetzt gar nicht gross kommentieren, ich denke und fühle fast genauso. Ich komme mit dieser verlogenen Welt und dem realtitätsfernen Verhalten Vieler nicht zurecht. Die soziale Kälte nimmt stetig zu. Bevor uns der Klimawechsel dahinrafft schafft das die soziale Kälte!

  2. Jordania schreibt:

    Die eigene mangelnde (Sozial-) Kompetenz ist stets Schuld der Gesellschaft,
    falscher Freunde, der Ungebildeten. Sie haben mein tiefstes Mitgefühl.

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