Politik: The Return of Al Qaida?

Al Qaida Kämpfer haben die Stadt Falludscha im Irak in ihre Gewalt gebracht. Die USA müssen hilflos zu sehen, da der Irak und die USA sich nicht auf ein Sicherheitsabkommen geeinigt haben. Die USA haben es nicht geschafft, dass  ihre Soldaten außerhalb der irakischen Gesetze stehen und Straffreiheit genießen. Für Präsident Obama ist das ein Rückschlag, zeigt AL Qaida doch, dass sie nach dem Tod ihres Führers Bin Laden immer noch in der Lage sind gewisse militärische Operationen durchzuführen. Der ehemalige Gegner um die Präsidentschaft von Obama John Mc Cain, kritisiert den US Abzug aus dem Irak und warnt, dass in Afghanistan wo die dortige Regierung ebenfalls den US Truppen keine Immunität gewähren will, dass dort ebenfalls Al Qaida sich neu formieren könnte. Ebenfalls berichtet das US Fachmagazin Foreign Policy, dass die USA die Iraker nicht mit der nötigen militärischen Ausrüstung versorgen, damit diese gegen Al Qaida Truppen vorgehen können.

Der Irak will unter anderem Apache-Helikopter bekommen, mit denen die Regierung in Bagdad sich die Kontrolle der Städte sicherstellen will. Der Irak ist in einer schwierigen Situation, in Syrien setzten sich in der Opposition mehr und mehr islamistische Gruppierungen durch, die angeblich Al Qaida nahe stehen sollen. Syrien wird mehr und mehr zu einem weiteren Schlachtfeld der Sunniten gegen die Schiiten. Der von den US umgebrachte al-Sarkawi  hatte in seinen Schriften massiv gegen die Schiiten gehetzt und in seinen Aktionen einen Konfessionskrieg herbei führen wollen. Hier empfiehlt sich das Buch herausgegeben von Gilles Kepel herausgegebenes Buch über die Reden von Al Qaida wo Al-Sarkawi ebenfalls behandelt wird.

Irakische Truppen bereiten sich unterdessen darauf vor die Stadt wieder einzunehmen und der irakische Ministerpräsident forderte die Einwohner Falludschas auf, die Al Qaida Kämpfer selbst zu vertreiben. In Syrien gehen unterdessen die Rebellen gegen eine stärkere Präsenz islamischer Fundamentalisten vor, wie die WELT berichtet

Der Krieg in Syrien sorgt dafür, dass auch der Irak nicht zur Ruhe kommt. Daher ist der Ansatz von Präsident Obama ganz gut mit dem Iran ins Geschäft zu kommen. Die USA brauchen einen einflussreichen Partner in der Region. Vor allem da der Iran auch in Afghanistan großen Einfluss ausüben kann. Der Iran  kann wenn man mit den USA sich annähern sollte auf die Konfliktherde in der Region mäßigend einwirken. Die Iraner sind nicht daran interessiert, dass die Region ins Chaos abgleitet. Ebenso wollen sie mit den USA einen Dialog beginnen. Die Obama-Administration tut daher gut daran, sich noch vor den US Präsidentschaftswahlen mit dem Iran wieder einen Dialog zu haben und am Ende diplomatische Beziehungen eingegangen zu sein. Unter den radikalen Republikanern könnte sich sonst so etwas wie eine neue Eiszeit zwischen Teheran und Washington ergeben. Dies wäre auch für den Irak eine Katastrophe. Davon würde nur Al Qaida profitieren, welche Washingtons Verbündete wie Saudi-Arabien als Helfer gegen den Iran gewinnen könnte.

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