Politik: Eine Wende im Atomstreit?

Der neue iranische Präsident Rohani hat nun angekündigt mit dem Westen in Verhandlungen zu treten. Er wird nun bei der UN Generalversammlung zum ersten Mal auf der großen Weltbühne reden. Irans religiöser Führer Chameini hat nun gesagt, dass Flexibilität im Atomstreit von Seiten der islamischen Republik ein „Heroismus“ ist, wie die Tagesschau meldet. Insgesamt wird die Aussage des Irans dass sie nur zu friedlichen Zwecken die Atomenergie nutzen wollen, durch den neuen iranischen Präsidenten glaubhafter.

Auch in Sachen Syrien wird der Iran flexibler. Der iranische Präsident hat sich als Vermittler zwischen den Konfliktparteien im Land angeboten.

Zwar mag dies aufgrund der engen Verflechtungen zwischen Assad und dem Iran bei den Rebellen auf Skepsis stoßen, doch der Iran ist dabei seine Außenpolitischen Ziele neu zu definieren. Der Iran ist sehr daran interessiert aufgrund der ökonomischen Probleme welche das Land durch die Sanktionen hat, aus der Isolation zu kommen. Rohani ist auch deswegen von der iranischen Bevölkerung mit einem breiten Mandat gewählt worden, weil er Versprach dass es dafür kämpfen wird diese Sanktionen wieder aufzuheben. Der religiöse Führer des Landes Chameini unterstützt den neuen Kurs des iranischen Präsidenten. Man kann fast meinen, dass Chameini deswegen so viele Kandidaten der Reformer ausgeschlossen hatte damit Rohani ein möglichst breites Mandat von Seiten der iranischen Bevölkerung bekommen konnte und gestärkt in mögliche Verhandlungen mit dem Westen eintreten kann. Dem Iran bleibt nur ein Zeitfenster von zwei Jahren. Wenn Obama abtritt könnte es sein, dass die Republikaner wieder den US Präsidenten stellen könnten. Dann ist es so, dass viele Optionen die heute noch offen sind wieder verschlossen sein werden. Obama könnte der ideale Präsident sein um wieder am Ende diplomatische Beziehungen zwischen der islamischen Republik und den USA aufzunehmen.

Der Iran wird in der Welt gebraucht und der Konflikt zwischen den USA und dem Iran sorgt dafür, dass beide Seiten In Syrien einen blutigen Stellvertreterkrieg führen. Genauso sind die Türkei und der Iran dabei in der arabischen Welt um die Hoheit zu streiten. Wenn der Iran und die USA nun beginnen m8iteinander ihre Beziehungen zu normalisieren, dann ist dies für die Menschen im Iran gut weil am Ende sie freier sein werden. Ein zu den USA positiv gestimmter Iran wird es auch schwerer haben sich mit Härte gegen Abweichlern durchzusetzen und einer liberaleren Außen- kann eine liberale Wirtschafts- und Innenpolitik folgen. Unter G.W. Bush war es den liberalen Kräften im Iran nach dem 9/11 nicht möglich die Beziehungen zu den USA zu normalisieren. Heute 2013 sitzen nun in Washington und Teheran Kräfte die daran interessiert sind ein neues Kapitel in der Beziehung zwischen beiden Staaten aufzuschlagen. Man darf ihnen Glück wünschen.

 

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Außenpolitik, Iran abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s