Politik: Syrien und die Interessen der Anderen

 

 

Assad speech, through tanks

Assad speech, through tanks (Photo credit: FreedomHouse)

 

Die USA revidieren die Aussage von US-Außenminister Kerry wonach dieser eine Frist an Syriens Präsidenten Assad gesetzt hatte, nachdem dieser einen US Angriff auf sein Land noch abwehren könnte. Es beginnt derweil unterdessen das Tauziehen der Großmächte um eine Beeinflussung der öffentlichen Meinung. Die Tagesschau gibt einen Überblick um das Tauziehen der öffentlichen Meinung.

 

Kommandeure schon seit Monaten Assad dazu drängen, dass Syrien Giftgas gegen die Rebellen einsetzen soll. Diese Informationen bekam der Westen durch ein deutsches Spionageschiff was vor der Küste von Syrien operiert. Der BND geht demnach davon aus, dass sich Assad auch mit einem US-Schlag gegen ihn noch lange an der Macht halten kann so die WELT in dem Bericht. Das Fachmagazin Foreign Policy bringt unterdessen einen Guide zur Übersicht über die zersplitterten Rebellen welche gegen Assad operieren.

 

Syrien hat es also nach all den Jahren wo der Bürgerkrieg in dem Land tobt geschafft an die Spitze der internationalen Aufmerksamkeit zu kommen. Nun schaut die Weltöffentlichkeit auf das arabische Land und man will irgendwie intervenieren aber nur auf kleiner Stufe. Dabei ist nicht klar, was man eigentlich will. Wenn es um die C-Waffen gehen sollte, dann könnte die USA doch damit zufrieden sein wenn Assad diese an die Weltgemeinschaft übergeben könnte und die UN diese zerstören könnte, Den USA scheint es doch um mehr zu gehen und ebenso ihren Partnern im Westen. Man will Assad doch wenn es geht nach dem Vorbild in Libyen stürzen und Russland ist sich dem sehr wohl bewusst und misstraut dem Westen. Libyen war ursprünglich als humanitäre Operation geplant und Russlands JA machte dem Westen den Weg frei, dass man das alte Regime stürzen konnte. Diese Methode vermutet Moskau auch hinter den westlichen Plänen für Syrien. Russlands Einfluss in der Region wäre damit massiv geschwächt worden. Hier wird Realpolitik betrieben und es geht ganz klassisch um Einfluss und Macht auf Kosten der syrischen Bevölkerung. Syrien scheint derweil wie der Libanon zum Spielball der Mächte zu werden.

 

Auch der Iran mischt in dem Spiel mit und macht sich Sorgen wenn Syrien fällt, dass sein Einfluss in der Region geschwächt wird. Dabei betreibt das Land eine Charmeoffensive gegenüber dem Westen, wie jetzt auch die Distanzierung und Revidierung des aktuellen iranischen Präsidenten von den Aussagen seines Vorgängers zum Holocaust getan wurde.

 

Es ist viel Bewegung auf internationaler Ebene und der Iran wird sich in Sachen Syrien langsam auf eine Post Assad Zeit einstellen. Iran will aber auch nicht, dass der Westen einfach so einmarschiert denn dies könnte weiter dazu führen, dass der Westen den Nahen Osten weiter nach seiner Fasson umgestalten will und dies auch als Blaupause gegen den Iran verwendet werden könnte. Der Iran will derweil weiter einen Dialog gegenüber dem Westen aufbauen und man darf gespannt sein wie es weiter gehen wird.

 

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