Politik: Wieso Deutschland Außenpolitik nicht kann!

Angela Merkel, chancellor of Germany.

Angela Merkel, chancellor of Germany. (Photo credit: Wikipedia)

Nur bitte keine Verantwortung und bitte machen wir Außenpolitik vom Rücksitz aus. So kann man die Umfrage des Deutschlandtrends zu Syrien zusammenfassen. Die Mehrheit der Deutschen wünscht sich eine Militärintervention in Syrien aber bitte ohne deutsche Beteiligung. Dies vermeldet die Tagesschau auf ihrer Homepage.

Dies ist schizophren und ein Ergebnis von Angela Merkel. Die Deutschen scheuen sich immer noch vor internationaler Verantwortung die sie seit 1990 bekommen haben. Wir sind ein souveränes Land und damit auch mehr in der Verantwortung. Das Ausland wird sich zu Recht fragen, wieso sollen wir etwas machen wenn Deutschland nicht mitzieht obwohl sie unsere Politik in Syrien zu handeln unterstützt. Angela Merkel mag auf die Wahlen schielen doch muss sie auch Farbe bekennen. Etwas was unserer Kanzlerin bekannter weise nicht gerade leicht fällt.  Im ZDF Politbarometer lehnt eine Mehrheit der Deutschen einen Militärschlag und erst recht unter deutscher Beteiligung ab, wenn man der Nachricht von der ZEIT glauben darf.

Es ist also alles im Fluss doch Deutschland darf nicht eine dilettantische Außenpolitik machen. Unter Angela Merkel haben wir uns mehr und mehr von unseren Alliierten entfernt und die Deutsche Haltung im Fall Libyen war niemanden im Ausland nahezubringen. Da war Deutschland bei seinen Verbündeten mehr und mehr isoliert. Auch in Syrien scheinen wir uns von unseren Verbündeten abzuwenden und man kann sich in Washington und Paris zu Recht fragen, was wollen wir mit den Deutschen anfangen? Deutschland muss einsehen, dass das 21. Jahrhundert anders ist und wir müssen Beziehungen pflegen und als verlässlich gelten. Auch wenn der Einsatz in Syrien unbeliebt im Volk ist, muss Angela Merkel den NATO Partnern beistehen. Doch wird Außenpolitik in der UNION eher stiefmütterlich behandelt. Das  ist Schade und lässt die damalige UNION Aussage wie Hohn klingen, dass sie besser Außenpolitik kann als Rot-Grün welches bereit war Deutschland auch in unbequemen Fragen an der Seite ihrer Alliierten zu sein. Kosovo 1999 hatte die Grünen damals ja in eine Krise gestürzt und dennoch blieb Rot-Grün stark.  Das Deutschland im Irak im Gegensatz zur CDU nicht mitmachen wollte, lag auch daran dass die SPD und die Grünen wussten das die Beweise von Bush nicht stichhaltig waren. Es war Mut im Irak nicht mitzumachen und Mut im Kosovo dabei zu sein. Die CDU sagt, sie ist stark doch die EU Politik wird von Populismus und Nationalismus geprägt und in anderen Fragen zaudert die Kanzlerin. Armes Deutschland.

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Eine Antwort zu Politik: Wieso Deutschland Außenpolitik nicht kann!

  1. roberigab schreibt:

    Reblogged this on prag-athen-zweischatten and commented:
    Diese Meinung vertritt auch Freiherr von und zu Guttenberg in seinem neuesten Aufsatz, GUTTENBERG MELDET SICH ZURÜCK
    „Deutschland ist außenpolitisch ein Zwerg“
    Vergrößern
    Karl-Theodor zu Guttenberg (41, CSU) wirft der Kanzlerin im Syrien-Konflikt mangelnde Solidarität mit der Nato und ihren Verbündeten vor
    Foto: dapd
    260

    02.09.2013 – 00:01 Uhr
    Aus dieser Richtung hatte Angela Merkel sicher keinen Angriff erwartet! Ausgerechnet ihr ehemaliger Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (41, CSU) wirft der Kanzlerin im Syrien-Konflikt mangelnde Solidarität mit der Nato und ihren Verbündeten vor.​
    Seit seinem Rücktritt Anfang März 2011 hatte Guttenberg sich aus der Politik zurückgezogen, lebt mit Frau und Familie im US-Ostküstenstaat Connecticut.​
    In der „New York Times“ erschien jetzt sein aufsehenerregender Gastbeitrag über deutsche Außenpolitik.​
    Darin wirft zu Guttenberg der deutschen Regierung eine „Kultur des Widerwillens“ gegen militärische Maßnahmen in Krisenstaaten wie Libyen oder Syrien vor.​
    Klartext Guttenberg: „Obwohl Deutschland eine wirtschaftliche Großmacht ist, bleibt das Land in der Außen- und Sicherheitspolitik ein Zwerg.“​
    Der Grund: Parteiübergreifend setzten deutsche Politiker darauf, „dass die wirtschaftliche Macht des Landes seine Unfähigkeit ausgleiche, sich als fähiges und verantwortliches Mitglied des Atlantischen Bündnisses und der internationalen Gemeinschaft“ zu etablieren, schreibt Guttenberg. Und: Schon vor zwei Jahren, als es um einen möglichen Militärschlag gegen Libyen ging, habe die Regierung in Berlin „lieber Partei für Russland und China ergriffen, statt ihre bewährten Nato-Verbündeten zu unterstützen“.​
    KARL-THEODOR ZU GUTTENBERG
    50

    EURO-HAWK-DEBAKEL
    Pannen-Drohne: Was wusste zu Guttenberg?
    Hätte die Pannen-Drohne Euro-Hawk schon in der Amtszeit von Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) gestoppt werden können?
    mehr…
    180
    REDE IN WASHINGTON Guttenberg: Kein Comeback nach Deutschland!
    224
    CSU-PARTEITAG IN MÜNCHEN Seehofer will Guttenberg 2013 zurück
    Eine Anspielung auf die Abstimmung im UN-Sicherheitsrat 2011, als Deutschland sich bei der Abstimmung über einen Militärschlag gegen Libyen enthielt.​

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