Politik: Werden die USA in Syrien intervenieren? – Die Zeichen stehen auf Sturm

 

In Syrien haben sich die Ereignisse überschlagen. Nachdem nun nach Berichten der Opposition Giftgas bei Kämpfen eingesetzt worden war, berichtet „Ärzte ohne Grenzen“, das 3600 Giftgasopfer behandelt worden sindDie USA wollen unterdessen noch abwarten und Fakten sammeln. Jedoch steigt der Druck auf Präsident Obama nun entsprechend seiner vorherigen Aussagen nun auch zu handeln. Die USA bringen jedenfalls schon einmal die Truppen in Stellung. So will man den Präsidenten die Möglichkeit geben, dass er alle Optionen entsprechend nutzen kann. Man sagt auch, dass man mit einem entsprechenden UN Mandat handeln will.

 

Es ist das erste Mal das offizielle Stimmen in Washington sagen, dass man sich auf einen Militärschlag in Syrien vorbereitet. Wenn Assad das Giftgas eingesetzt haben sollte, dann wird es jedenfalls ein Bärendienst gewesen sein. Es bringt Assad auch nichts Giftgas einzusetzen, da er militärisch auf dem Vormarsch ist. Die syrische Regierung ist jedoch nicht in der Lage das ganze Land zu kontrollieren. Die Opposition auch nicht in der Lage die syrische Regierung zu schlagen. In Syrien sieht es mehr und mehr aus, als würde das Land in eine unübersichtliche Lage geraten wo Teilgruppen jeweils Teile des Landes kontrollieren. Die Kurden unterdessen kontrollieren ihren Teil und versuchen aus der Situation das Beste zu machen, auch wenn sie sich gegen radikalislamische Gruppen behaupten müssen. Die Opposition droht unterdessen weiter zu zersplittern und Assad kann hoffen, dass sie irgendwann anfangen könnte sich selbst zu bekämpfen. Dann hätte die Regierung in Damaskus bessere Karten sich durchzusetzen. Wenn die USA nun aber intervenieren sollten, wäre die Lage in Syrien wieder in Bewegung. Dabei verfügt Syrien aber über eine bessere Luftabwehr als es Libyen hatte.

 

Die BBC meldet, das Russland eine Untersuchung durch die UN fordert und gleichzeitig kritisiert, das aus europäischen Hauptstädten der Ruf kommt, dass der UN Sicherheitsrat Gewalt gegen die Regierung in Damaskus autorisieren sollte. Russland ist sich sehr wohl bewusst, wenn die USA und der Westen in Syrien intervenieren sollten, dann verliert Moskau wieder einen Verbündeten im Nahen Osten. Russland versucht jedoch Staaten für sich zu gewinnen um den Einfluss der USA mehr und mehr zurückzudrängen. Die VR China sieht es genauso und ist ebenfalls einem Eingreifen der USA skeptisch gegenüber eingestellt. Man  erinnert sich noch zu sehr an Libyen wo der Westen das UN Mandat genutzt hatte um dann am Ende die Regierung zu stürzen und den Rebellen zum Sieg verholfen haben. Das will man in Syrien verhindern und die Menschen in Syrien müssen unterdessen weiter leiden. Nur ob Washington am Ende keine Wahl hat und dann doch intervenieren muss, wird abzuwarten sein. Die Zeichen sehen jedenfalls so aus, dass die USA Eingreifen können. Innenpoltisch wird Obama da die Unterstützung der Republikaner wie Demokraten haben.

 

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