Politik: Südafrika und der große Schatten Mandelas

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Português: Brasília – O presidente da África do Sul, Nelson Mandela, é recebido na capital federal. (Photo credit: Wikipedia)

 

Jetzt wird Nelson Mandela 95 Jahre alt und er selbst liegt im Krankenhaus. Doch die Menschen in Südafrika denken an ihn und auch in der ganzen Welt wird an diesen großen Menschen gedacht, der es geschafft hatte die Apartheid in Südafrika abzuschaffen und dafür zu sorgen, dass das Land danach einen friedlichen Weg gegangen ist. Dies ist sein Verdienst und sein politisches Vermächnis. Viele in Südafrika egal welche Hautfarbe sie tragen sehen in ihn den „Vater der Nation“ der über sie Wache. Das ganze Land betet für ihn und feiert seinen Geburtstag. Jetzt wird auch noch ein Film über Mandela in die Kinos kommen, welches auf seiner Autobiographie beruht und sein bewegtes Leben darstellen wird. 

 

Mandela hat es geschafft, dass Südafrika den Weg der Versöhnung gegangen ist und dass der ANC immer noch unangefochten ist, ist sein Vermächtnis. Die Menschen sind dem ANC und Mandela im Besonderen Dankbar, dass er das Land friedlich verändert hat. Doch es ziehen Schatten auf, der ANC hat viele verschiedene Flügel und die Wirtschaft in Südafrika steckt voller Probleme. Im ANC hat so sehen es Kritiker nicht mehr viele den Idealen Mandelas eine Chance gegeben. Heute ist vom Geist der Versöhnung nicht mehr viel zu spüren, so die Badische Zeitung in einem Artikel.

 

Es herrscht Kleingeistigkeit im ANC vor und viele Leute sehen den ANC nicht mehr im Sinne Mandelas Politik machen. So ist in Südafrika nun auch die Sorge gegeben, was wird aus dem Land werden, wenn der große Mann des Landes eines Tages nicht mehr da sein wird. Wird der ANC wieder mehr sich seinen Idealen annähern? Oder wird er das politische Erbe des „Vaters aller Südafrikaner“ verraten? Aus dem ANC heraus hat sich eine neue Partei gegründet, welche den ANC links überholen will und die ehemaligen ANC Mitglieder wollen die „weiße Herrschaft“ in der Wirtschaft brechen. Dabei haben Leute in Südafrika Sorge, dass diese Partei das Land hin auf den Weg Zimbabwes führen könnte. Die Demokratische Allianz eine Partei welche sich aus dem ANC abgespalten hat und von vielen Weißen gewählt wird und in der Kap-Region stark ist, gewinnt nun auch unter Schwarzen mehr und mehr Rückhalt. 

 

Die Frage ist wie weit sich es nutzen kann? Es ist in Südafrika viel Kritik am ANC und auch an Zuma gekommen, dass diese nicht die Probleme des Landes mehr vor Augen haben und Korrupt geworden sind. Das „Neue Deutschland“ meldet in einem Artikel und man kann von der Zeitung halten was man will, dass Zuma hofft dass Mandela noch lange Leben wird. Er ist die beste Werbung für den ANC und die Befürchtung bei Zuma ist, wenn Mandela tot ist dass viele Wähler dann dem ANC den Rücken kehren, weil sie nicht mehr Mandela Ehren müssen indem sie den ANC wählen.

 

2014 sind Wahlen in Südafrika und Mandela überschattet die Politik des Landes. Wenn er vorher sterben sollte, wird der ANC nicht mehr direkt mit ihm Werbung machen können. Viele Wähler sind vom ANC enttäuscht und in Südafrika macht sich Sorge breit, dass Mandela welcher als Kitt für die Nation dient dann nach seinem Ableben nur noch schwer extreme Kräfte aus der Politik fern halten kann. Dabei ist es für eine Gesellschaft gut wenn sie pluralistisch ist. Der ANC sonnt sich im Glanze Mandelas und die Menschen wollen aber eine andere Politik. Wenn der ANC von der Macht vertrieben werden sollte, kann Südafrika einen neuen Weg einschlagen, wenn die Menschen Zuma und Co wirklich überdrüssig geworden sein sollten. Dies ist in einem demokratischen Land ein völlig normaler Prozess und Zuma und Co sollten davor keine Angst haben. Die Menschen in Südafrika werden Mandelas Vermächtnis ehren, wenn sie weiter den Weg der Versöhnung und der Liebe einschlagen und zusammen an einem demokratischen und freien Südafrika arbeiten. Vielleicht muss sich der ANC selbst reformieren damit er wieder attraktiv für die Massen wird. Er kann nicht immer nur auf den „Mandela-Effekt“ hoffen. Die neuen Parteien sind eine Chance den Pluralismus in Südafrika zu leben. Wenn neue Ideen kommen und Kräfte im ANC es schaffen sollten neue Ideen in die Wirtschaft zu bringen, kann das Land ökonomisch auch wieder Erstarken. Dafür muss aber politische Stabilität gewährleistet sein und Südafrika darf sich dabei kein Vorbild an Mugabe nehmen, wenn Mandela einmal nicht mehr da sein sollte.

 

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