Politik: Die Proteste sind ein Weckruf!

Der Protest geht weiter. Nun ist in der Türkei nichts entschieden. Die Proteste gegen die Regierung gehen weiter. Die Regierung versucht unterdessen die Proteste zu zerschlagen. So nimmt die Polizei in der Türkei Leute fest, die die Proteste gegen die Regierung unterstützen.

Erdogan hat den Weg eines demokratischen Politikers verlassen. Er sieht Kritik und Protest an seiner Person als Verrat an. Und gegen Verrat hilft nur in seinen Augen eine harte Position. Dabei verkennt er, dass in einem demokratischen Staat Demonstrationen das Recht der Bürger sind. Die Türkei hat also in Sachen Demokratie auf Seiten der Eliten noch eine Menge zu lernen. Erdogan weist Kritik an seiner Politik von sich und wirft den Demonstranten vor, dass diese und nicht er nicht demokratisch sind.

Der türkische Premier sieht sich nachdem er nun in den letzten Jahren relativ ungehindert die Türkei umgestalten konnte, sich ernsthaften Protesten ausgesetzt. Es kann sein das der arabische Frühling nun ein Symbol und ein Auftakt für eine andere Welt sein könnte. In Brasilien demonstrieren ebenfalls die Bürger gegen die Regierung. Was dort als Protest gegen eine Fahrpreiserhöhung anfing weitet sich nun auch zu einem breiteren sozialen und politischen Protest gegen die bisherigen Eliten des Landes aus.

In der Türkei will man von Seiten der Demonstranten eine andere Politik, man ist gegen eine Politik die am Menschen vorbei geht und dies will man auch in Brasilien. In Europa ist es nach den Protesten gegen die EU und gerade dem deutschen Verhalten in der Schuldenkrise erst einmal abwartend. Die großen Proteste tauchen jedenfalls nicht in den deutschen Medien auf. Man wartet also erst einmal ab. Doch werden diese Proteste in der Türkei und in Brasilien sicher auch von den Menschen in Europa aufmerksam beobachtet werden. Über das Internet sind die Demonstranten und Aktivisten mit der ganzen Welt in Verbindung und es entwickelt sich im globalen Netz etwas was, was dazu führt dass hier neue Werte die Abseits des von System her gepredigten Kapitalismus liegen erdacht und im privaten erprobt werden. Es brechen neue Zeiten an und man kann im 21. Jahrhundert nicht mehr mit den politischen Rezepten des zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts kommen. Der Kommunismus hat sich erledigt, so sieht es jedenfalls aus. Und auch der Kapitalismus kann so wie er bisher in den letzten Jahren betrieben werden nicht mehr weiter machen. Die Gesellschaft will so aus Sicht der jungen Menschen die Protestieren jedenfalls will mehr Demokratische Rechte haben. Sie will an Entscheidungen beteiligt werden. Die Politik in der Türkei und in Brasilien aber auch sonst wo auf der Welt sollte diese Entwicklungen als Weckruf begreifen.

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