Politik: Iran, Syrien und das Ringen vom Vorherrschaft

Die USA haben neue Sanktionen gegen die iranische Wirtschaft erlassen. Man versucht so laut einem Bericht der Tagessschau den wirtschaftlichen Druck auf die islamische Republik zu erhöhen, auf der anderen Seite bietet man dem Iran ernsthafte Gespräche an. So der Bericht auf der Tagesschau.

Auf der anderen Seite ist im Iran die politische Lage gespannt. Nachdem der Kandidat der Reformer der ehemalige Präsident Rafsandschani nicht zugelassen wurde, sind auch Kandidaten des aktuellen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad nicht zugelassen worden. Präsident kritisiert den Wächterrat, laut einem Bericht deswegen.

Ebenfalls rüsten die USA ihre Partnerländer in der Region gegen den Iran auf. Laut der ZEIT liefern die USA in die Region Waffen im Wert von rund zehn Milliarden Dollar.

Eines ist sicher man bereitet sich in der Region auf einen Knall vor. Die Lage in Syrien ist jedenfalls im Moment so, dass Assad dort die Oberhand gewinnt und deswegen auch nun bereit ist Verhandlungen einzugehen, was die Rebellen ablehnen. Für den Iran zeigt es, dass die Mittel der USA und der Türkei zwei Rivalen des Irans in der Region, genau wie sunnitischen Golfstaaten begrenzt sind. Sie sind nicht in der Lage den schiitischen Halbmond aufzubrechen. Ökonomisch orientiert sich der Iran eh hin zu den neuen Märkten in Asien und  versucht so seine Abhängigkeit vom Westen zu mindern. Zwar hat der Westen noch eine kulturelle Anziehungskraft auf die Jugend im Nahen Osten und darüber hinaus, doch bleibt es abzuwarten wie lange es noch dauern wird, bis sich das ändert. Die USA sehen jedenfalls, dass eine Unterstützung der Rebellen in Syrien die alles andere als Einig sind kompliziert ist und die Türkei erleben, dass der Bürgerkrieg in Syrien mehr und mehr die Nachbarstaaten in der Region mit  einbezieht.

Eine Strategie wie man mit dieser Situation umgehen soll, ist jedenfalls aktuell nicht zu erkennen. Man hat gehofft, dass  mit minimaler Anstrengung sich das Problem Assad von selbst erledigen wird. Dem ist wie man nun sieht nicht so.

Für die schiitischen Staaten Iran & Irak der dem Iran überflugrechte nach Syrien erlaubt, und der schiitischen Hisbollah zeigt sich, dass man sie so einfach nicht mehr eindämmen kann. Interessant ist die Rolle der Kurden in Syrien und darüber hinaus. Die Kurden lassen sich so einfach nicht in den Konflikt hineinziehen. Sie schaffen es in Syrien ihre eigene Zone zu errichten. Die Kurden kontrollieren in Syrien einen großen Teil der von ihnen bewohnten Gebiete. Dabei kommt es zu Zusammenstößen zwischen Salafisten aus Reihen der Rebellen und den Kurden.

Die Kurden in Syrien wollen Autonomie. Dabei haben sie das Vorbild des Nordiraks vor Augen. Sie beginnen in Syrien in ihrer Region mehr und mehr in eine bessere Position zu kommen. Jetzt stehen sie aber unter Druck von Seiten der Salafisten und die Kurden werfen der Türkei und den Rebellen vor, dass sie mit Hilfe dieser Salafisten die Autonomiebemühungen der Kurden unterdrücken wollen.

Die Kurden aus dem Norden des Irak unterstützen jedenfalls ihre Volksgenossen in Syrien und unter Schirmherrschaft des Präsidenten der autonomen Kurdenregion des Nordiraks haben die syrischen Kurden das „Kurdish Supreme Committee“ gegründet welches die Politik und Militärischen Aktionen der Kurden in Syrien koordinieren soll. Die Kurden misstrauen Assad genauso wie sie der Opposition misstrauen. Sie könnten in dem Konflikt aber das Zünglein an der Waage sein.

 

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