Politik: Die Türkei und die Proteste

Proteste in der Türkei gegen ein Einkaufszentrum eskalieren und haben ein politisches Nachspiel. In der Türkei sind in den letzten Tagen Proteste nach dem Eingreifen der Polizei, die so Berichten nach mit übertriebender Härte gegen die Demonstranten vorging eskaliert. Diese Proteste die erst gegen ein geplantes Einkaufzentrum gerichtet waren und die von der Regierung massiv diffamiert wurden, sind nun in den letzten Tagen zu einer Protestveranstaltung gegen die türkische Regierung geworden. Auch in Deutschland kam es zu Protesten gegen die Zustände in der Türkei. Die türkische Regierung gibt sich nichts destotrotz weiter kompromisslos.

Die Proteste richten sich auch gegen eine zunehmende Islamisierung der Türkei durch die Regierung. Nachdem die Regierung alle Gegner im Establishment ausgeschaltet hatte und auch das Militär auf Linie gebracht hatte, scheint sie zum ersten Mal nun größeren Widerstand von Seiten der Bevölkerung zu bekommen. Dabei sieht es nicht so aus, dass es zu einer Beruhigung der Lage in absehbarer Zeit kommen wird.  Die Fachzeitschrift „Foreign Policy“ nimmt sich ebenfalls den Vorgängen in der Türkei an. Sie schreibt in einem Artikel, dass nun die Türkei unter Erdogan sich sehr gut die inneren Konflikte in der Türkei Stichworte: Militär und Kurdenfrage angegangen ist. Doch nun in den aktuellen Protesten und in der Vergangenheit wie den teilweisen Bann von Alkohol sich mehr und mehr auf Autoritären Kurs, wie so viele türkische Regierungen vor ihr bewegen. Ebenso lässt sie zu, dass der Konflikt in Syrien sich auf die Türkei ausweiten könnte und ihre Unterstützung der syrischen Opposition lässt die Türkei in diesen Konflikt mehr und mehr hinein gleiten.

Die türkische Politik und Gesellschaft  steht also vor neuen Herausforderungen und die Opposition in der Türkei wittert so etwas wie Morgenluft. Erdogan muss auch sehen, wie die Wirtschaft die ihn bisher unterstützt hat in der Frage um das Einkaufszentrum  auf Abstand zum Premier geht. So kündigten einflussreiche Geschäftsmänner aus der Türkei an, dass sie in dem neuen Einkaufszentrum nichts mieten würden. Die türkischen Medien berichten, so die Tagesschau in einem Bericht nur verhalten über die Proteste gegen die Regierung.

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