Soziales: LIebe in Zeiten von Facebook

Der Artikel beschreibt die Situation sehr gut. Mein 18 Jähriger Nachbar aus einer Bildungsfernen Schicht tummelt sich auf Facebook und What’s App rum um neue Damen kennenzulernen und nicht nur eine. Der Artikel im SPIEGEL Ableger für Schüler zeigt, dass Facebook die Beziehungen der neuen Erwachsenen verändern wird. Alles wird Transparenter und man kann schnell jemanden kennenlernen und auch wieder verlieren. Wenn ich in der Bahn sitze und höre, dass sich vieles um Facebook dreht weil es eine Erweiterung der sozialen Realität der Jugendlichen geworden ist zeigt uns das, dass es auch Auswirkungen auf ihr Liebesleben haben wird. Und viele Erwachsenen macht sich nicht bewusst, dass es in ein paar Jahren einen Großteil der Gesellschaft betreffen wird. Denn dieses Verhalten wird nicht weggehen. In Zeiten von Web 2.0 ist die Liebe fließender und man ist nicht mehr an örtliche Grenzen gebunden.

Es tummeln sich wie mit Spotted verschiedene Plattformen im Netz und auf Facebook wo man(n) sich die Liebe seines Lebens erhofft. Natürlich hat alles auch seine Nachteile und im Fall Spotted und Facebook geht der Kurier in einem Artikel genauer darauf ein.

Mir sagte im Studium damals ein Dozent, dass Menschen ihren Partner trotz des WorldWideWebs in einem Radius von 20 Kilometern von seinem Wohnort finden werden. Ich hielt es für seltsam, da ich zu diesem Zeitpunkt selbst eine Fernbeziehung nach Paris führte. Die Dame und ich hatten uns übers Internet kennengelernt und dann getroffen. Aus meiner Sicht sage ich, dass das Internet eine großartige Möglichkeit ist neue Leute kennenzulernen. Doch wenn es um die Liebe geht kommt es immer noch auf eine reale Begegnung mit der Person an. Die Liebe über Facebook finden ist aber nur ein Massenphänomen, denn nun in den 2010er Jahren wird das Internet immer mehr zum Begleiter des Menschen. Waren früher auch preislich bedingt vor allem die ökonomisch stärkeren Milieus im Internet zu finden, hat sich mit dem Preisverfall des Internetzugangs, der Zugang zum Internet Demokratisiert und neuen sozialen Milieus eine Möglichkeit gegeben am globalen Datennetz teilzunehmen. So verändern sich auch die Debatten im Netz. Der typische Internetnutzer war früher männlich und Student. Das hat und wird sich ändern. Das Internet wird (auch) weiblicher.

Liebe in Zeiten von Web 2.0 wird sicher das klassische nicht ablösen. Am Ende kommt es immer noch drauf an, dass man wirklich zusammen passt. Das Internet bietet aber viele neue Möglichkeiten an, die aber auch missbraucht werden können. Es ermöglicht aber eine Kommunikation über die sozialen Schichten und der verschiedenen Milieus hinweg und so neue Möglichkeiten für die Liebe.

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