Politik: Israels Charmeoffensive

 

Israel versucht diplomatisch weiter eine Front gegen den Iran aufzumachen. Wie die Jerusalem Post heute meldet, versucht der israelische Premier China gegenüber zu erklären, dass der Iran wenn er nuklear bewaffnet sei die Ölversorgung am Golf leicht einschränken könnte. Dies ist natürlich ein Argument gegenüber China, welches das Öl vom Golf dringend braucht um seine Wirtschaft am Laufen zu halten. China hält sich aber so gut es geht aus der Krise im Nahen Osten heraus. Nachdem China angekündigt hatte die Palästinenser zu unterstützen, sagte Chinas Präsident Xi dass man ebenfalls Israel unterstützen würde.

China hat vor allem den Pazifik im Blick. Aus dem Nahen Osten soll Öl kommen und die USA sollen sich um diese unruhige Region kümmern. China will nicht die Kosten eines größeren Engagements in der Region tragen. Dies würde die Volksrepublik auch zu schnell mit den USA in Konflikt bringen und China ist (noch) eine Regionalmacht. Die Chinesen sind (noch) nicht in der Lage militärisch und  dies ist in der Golfregion wichtig, Präsenz zu zeigen die auch ernst genommen wird. Für Israel geht die Suche weiter Verbündete außerhalb des Westens gegen den Iran zu finden. Doch sehen viele Staaten einen Präzedenzfall geschaffen wenn dem Iran das Recht auf die friedliche Nutzung der Atomenergie genommen wird. Denn trotz aller Behauptungen aus Jerusalem gibt es keinerlei Beweise, dass der Iran ein militärisches Atomprogramm unterhält. Israel tönt es nur seit Jahren heraus und hofft, dass man es irgendwann schon glauben wird. 2009 sagte US Außenministerin Clinton aber schon, dass der Iran das Recht habe ein ziviles Atomprogramm zu betreiben.

Man darf nicht vergessen, dennoch wurde das iranische Programm sabotiert und iranische Wissenschaftler im Iran durch Attentate umgebracht, wenn sie mit dem Programm in Verbindung gebracht wurde. Diese Akte sind nicht durch das Völkerrecht gedeckt und der Iran sieht sich zu Recht aus seiner Sicht, von den westlichen Mächten bedroht.

Wenn man zu einem Kompromiss kommen will, dann muss Israel aufhören einen Schattenkrieg gegen die Islamische Republik zu führen. Nur dann kann Vertrauen entstehen und der Iran überhaupt zu Zugeständnissen gebracht werden. Solange das aggressive Verhalten gegen den Iran weiterbetrieben wird, wird sich an der Situation nichts ändern. Und einen Krieg oder einen Militärschlag gegen den Iran wird nichts außer großem Leid für die Bevölkerung in beiden Staaten erbringen.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Außenpolitik, Iran, Politik abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s