Politik: Intervenieren oder Nicht?

Die Türkei ist sich sicher das Assad Chemiewaffen im Kampf gegen die Rebellen eingesetzt hat. Der türkische Premier Erdogan forderte jetzt, dass die USA handeln sollen. Erdogan will nächste Woche US Präsident Obama die nötigen Beweise vorlegen. Die Türkei ist für eine Flugverbotszone in dem arabischen Staat, so meldet es die österreichische Zeitung Kurier mit Berufung auf AP. Dabei ist die Frage wer macht alles bei einer Intervention mit? Der Bürgerkrieg in Syrien spaltet die politischen Führungen in der Region wie das Wall Street Journal meldet. Syriens Regierung hat vor einiger Zeit behauptet, dass die Rebellen Chemiewaffen einsetzen würden und diese von der Türkei bekommen. So eine Meldung Ende April diesen Jahres. Die Fachzeitschrift Foreign Policy lehnt unterdessen eine Bewaffnung der syrischen Rebellen durch die USA ab.In einem weiteren Artikel listet sie die bisherigen Fehler der Obama-Administration im Bezug auf den syrischen Bürgerkrieg auf. Die Fachzeitschrift Foreign Affairs vermeldete am 10. Mai 2013 in einem Artikel, dass Israel unterdessen nicht wirklich an einem Ende von Assad interessiert ist.

Es prallem also wieder verschiedene Interessen aufeinander und US Präsident Obama muss abwägen wie er handeln soll. Ein Ende des Baath-Regimes lässt neue Möglichkeiten zu, ist aber auch von Unsicherheiten geprägt. Afghanistan und der Irak sind mahnende Beispiele aus der letzten Zeit. Das Problem ist Obama hat sich öffentlich festgelegt und riskiert die Glaubwürdigkeit der USA wenn er nicht in irgendeiner Form handeln tut. Dies wird in zukünftigen Konflikten zu einer schweren Hypothek für die USA werden können.

Was in der öffentlichen Debatte fehlt ist die Planung einer Zeit nach Assad. Über einen Ausweg aus dem Konflikt und eine Gestaltung der Zeit nach dem Krieg hat man bisher noch nicht allzu viel gehört. Bisher ist die Politik der USA ein durchwursteln. Dies kann sich bitter rächen.

 

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Eine Antwort zu Politik: Intervenieren oder Nicht?

  1. Martin schreibt:

    Von der Warte einer Fachzeitschrift aus, oder auch eines studierten Experten der
    politischen Verwicklungen, ist die Beurteilung der Situation zumindest in einer
    gewissen Entspanntheit möglich. Für mögliche Vorschläge und Hypothesen
    braucht keine Verantwortung übernommen werden. Kritik lässt sich losgelöst
    von jeglichen Konsequenzen und Praktikabilität äußern.

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