Politik: Arab Spring – Where are you?

Foreign Affairs hat wieder einen Aufsatz veröffentlicht wo es um den Nahen und Mittleren Osten geht. In dem Aufsatz mit dem Titel „The Mirage of the Arab Spring“ wird gesagt, dass sich der Westen nicht mit seiner Wunschregion beschäftigen soll sondern mit den Tatsachen die gerade vor Ort existieren.  Der Autor sagt, dass die USA eine Außenpolitik fahren müssen die den Tatsachen vor Ort entsprechen. Dies ist eine Aussage die der „realistischen Schule“ der Außenpolitik entspricht.

Was kann man also sagen? Was soll man 2013 beachten? Ägypten sieht sich neuen Unruhen ausgesetzt. Die Muslimbrüder sehen sich neuen Herausforderungen durch die Zivilgesellschaft ausgesetzt. Viele junge Menschen in Ägypten protestieren gegen die zunehmende Islamisierung durch die Brüder. Sie sind gegen den Präsidenten und sehen ihre Ideale der Revolution verraten. Hier haben alte Männer die Träume der jungen Menschen okkupiert und für ihre Zwecke missbraucht. In unserem Erscheinenden Buch „Don’t attack Iran“, so der Arbeitstitel haben Omid und ich die These aufgestellt, dass vor allem die Jugend nicht auf den alten Pfaden der Politik wandeln will. Der Nahe und Mittlere Osten ist so wir weiter, reif für die Demokratie.

Die neuen Eliten in Ägypten versuchen ohne die Jugend und die Zivilgesellschaft das Land in ihrem Sinne umzugestalten. Dies führt zu Protesten eben dieser, die sich von einem Wandel sozialen Frieden, Prosperität und Gerechtigkeit versprechen. Sie glauben an die vom Westen verbreitete These, dass nur die Demokratie Wohlstand für die Massen bringen kann. Diese These stimmt teilweise. Aber man sollte auch bedenken, so wie Adama Sow und ich in unserem Forschungsaufsatz schrieben, dass „Demokratie und Kapitalismus“ nicht automatisch deckungsgleich sind. Man darf gespannt sein wie sich die Entwicklungen weiter bewegen werden. Und ob Ägypten und die Region ihren Teufelskreis durchbrechen werden. Es kommt dabei mehr auf „good governmance“ an, als auf Demokratie. Die asiatischen Tigerstaaten haben zuerst auch mit Autoritären Systemen Wohlstand gebracht und dann eine Transformation hin zu Demokratischen Staaten durchgeführt. Dies sieht für den Nahen und Mittleren Osten jedoch anders aus, da diese Staaten vor allem eine Tradition der „Kleptokratie“ haben und die junge Bevölkerung seinen Eliten nicht vertraut.

 

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