Politik: Willkommen im Zeitalter der „digitalen Defizite“

Der Journalist und Unternehmer Enno Lenze aus Berlin beschreibt in seinem Blog Gespräche mit Journalisten die bei großen Medienunternehmen arbeiten. Dabei geht es um „Hate-Speech“ und seine Reaktionen darauf und wie man im Internet damit umgeht. Erschreckend ist wenn man seinen Blogpost liest, wie viele Journalisten große Lücken in Sachen „digitaler Kompetenz“ haben und diese Themen die besonders wichtig sind kaum beachten oder große Lücken im Wissen der Journalisten vorherrscht um die Entwicklungen dieser Themen und Gesetze einordnen zu können.

Diese massive Unwissenheit welche sich nicht nur bei der „schreibenden Zunft“, sondern auch in der Politik und Gesellschaft allgemein wiederfindet zeigt wie unvorbereitet Deutschland auf die gesellschaftlichen Auswirkungen der Digitalisierung ist. Gerade da es in der Gesellschaft und auch bei jüngeren Menschen, denen man eine besondere Nähe zum Internet nachsagt, sind die Konsequenzen für den Alltag durch das Netz und wie es von den großen Digitalen Konzernen wie Google und anderen gestaltet wird immer noch ein Buch mit sieben Siegeln. Anstatt dass man selbst eine gesellschaftliche Debatte um „die kommende Zukunft“ anstößt und sich daran beteiligt ist man eher passiv und versucht mit Regulierung den Wandel zu verhindern anstatt zu gestalten. Dies kann man auch bei Heiki Maas und seinem Netz-DG Gesetz und die aktuelle Debatte zu „Hate-Speech“ sehen. Man verfällt in Aktionismus und der Staat soll es irgendwie richten, anstatt dass die Gesellschaft überlegt wie man damit umgeht und sich selbst Regeln gibt. Prof. Dr. Rolf Schulmeier vom Zentrum für Hochschul- und Weiterbildung der Universität Hamburg schreibt in einem Beitrag dass es die „Digital Natives“ de facto nicht gibt.

Es festigt sich das Bild einer Zwei-Klassen-Gesellschaft der Mitmachanwendungen im Internet und dies wirkt sich auch auf die politische und gesellschaftliche Wahrnehmung des Einfluss des Internets auf die Gesellschaft und die daraus folgende politische Konsequenz aus diesem aus. Es ist eine Minderheit welche aktiv die Inhalte des Netz gestaltet und davon noch einmal eine kleinere Gruppe die sich über die gesellschaftlichen Konsequenzen der Entwicklung durch das Netz Gedanken macht. Dabei werden deren Teilnehmer und politischen sowie gesellschaftlichen Forderungen als „exotisch und fiktiv“ von der Mehrheit wahrgenommen und rezipiert.

Man sieht seine „digitalen Defizite“ auch nicht als Schwäche wird man doch oft im persönlichen Umfeld dafür als „normal und mit der Realität verbunden“ gesehen und bekommt dafür (vermeidliche) gesellschaftliche Anerkennung. Das digitale und eine Kompetenz in diesen Fragen wird entgegen aller politischen Sonntagsreden zum Trotz eher als Stigma gesehen und behindert so die Möglichkeiten auch für die Gesellschaft und Wirtschaft sich mit den Herausforderungen der Zulunft zu stellen. Der daraus resultierende fehlende politische Druck lässt auch die Politik eher hilflos auf die Entwicklungen reagieren und man versucht mit Placebos und Aktionismus eine „Art von Kontrolle suggerieren“ wobei das Netz-DG Gesetz und Hate-Speech nur ein neuer Ausdruck dieses Verhaltens ist. Die anfangs angesprochene fehlende Digitale Kompetenz bei großen Teilen der schreibenden Zunft, verhindert zudem dass man einen Ansporn hat sich den Fragen zu stellen und sich eben eine Kompetenz in diesen Feldern anzueignen.

Um Inhalte scheint es in der Politik nicht mehr wirklich zu gehen. Dies wird auch jetzt im Wahlkampf zur Bundestagswahl klar. Man diskutiert lieber über das Oberflächliche und will sich nicht wirklich intensiv mit den Fragen der Zukunft befassen, da sie einen meist überfordern. Attraktivität der Kandidaten zum Parlament scheint eher ein wichtiges Signal zu sein, doch soll sich das nach einer Studien ändern, wenn mer Frauen auch im Parlament zu finden sind. Man mag das Zwiespältig sehen da nun eine solche Studie draußen ist, kann man sich sicher sein das manche Parteien es versuchen auszunutzen. Millenials scheinen eher mit großen politischen Themen sich zu befassen. So ist in den USA nach dem Sieg von Trump der Zuspruch für „sozialistische Gruppen“ massiv angestiegen.

Stephanie J. Mather schreibt in einer wissenschaftlichen Arbeit, dass in den USA vor allem die Schule dabei den zukünftigen demokratischen Bürger in den USA formt. Für junge Menschen sind so die Autorin politische Informationen über das Internet und Shows wie die „Daily Show“ wichtig in der politischen Meinungsfindung.

Doch man nutzt das Netz mehr wie ein Auto und versteht dennoch nicht die Hintergründe und Auswirkungen des Netz auf die Gesellschaft. Diese Veränderungen kommen auch gar nicht in der Berichterstattung vor da viele Journalisten wie Enno Lenze anfangs in seinem Beitrag beschrieb, ihr Wissen über das Internet und die Debatten welche das Internet und dessen Auswirkungen auf die Gesellschaft eher noch Lernbedarf haben. Durch fehlende Mulitpikatoren und auch durch fehlendes Wissen im persönlichen Umfeld der jüngeren Wähler kann man so kaum darauf hoffen, dass man am Ende ein eigenständiges Umdenken im Bezug auf diese Themen finden wird.

Diesen Teufelskreis zu durchbrechen wird Aufgabe der PIRATEN sein, wenn man wieder sich daran machen will bei Wahlen gut abzuschneiden und alle Mitglieder und Teile der Partei sollten daran gehen in ihrem nahen Umfeld, weil dies die Leute sind die man am besten Erreichen kann für diese Themen zu sensibilisieren. Nur so kann man in Teilen der Gesellschaft die „digitalen Defizite“ abbauen. Dabei ist es notwendig auch die Digitalisierung in einem größeren allgemein politischen Kontext zu stellen und mit einer neuen politischen Leitlinie zu verstehen. Als PIRATEN will man von uns in diesen Zeiten dass wir weniger „klein-klein“ Denken sondern man erwartet von uns einen Generalentwurf.

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Politik: Wir müssen uns der Generationenfrage stellen

Nun sind Ferien und man versucht den Alltag soweit es geht hinter sich zu lassen indem man in den Urlaub geht. Die Politik ist vergleichsweise ruhig in Deutschland im Vergleich zu den USA wo sich die Dinge wieder einmal überschlagen und man als politischer Beobachter sich Sorgen um den Zustand der Demokratie in dem Land macht.

Die New York Times berichtet in einem Artikel, dass viele Liberale Kräfte in den USA sich keine Hoffnung auf die Militärs in der Trump Administration machen sollten, da diese eventuellen autoritären Bestrebungen des Präsidenten und seines Umfelds am Ende wenig entgegenzusetzen haben. Wie die Times in dem Artikel schrieb ist es schwer für die Militärs in der Administration effektiv Politik zu gestalten und umzusetzen um so einen Einfluss auf das autoriäre Verhalten des neuen US Präsidenten auszuübenAuch wird im State Department dem US Aussenministerium unter der Trump Administration kein Stein auf dem anderen gelassen.

Nachdem der US Präsident das Budget des Departments weit zurückgeschraubt hat, ist man nun dabei den aussenpolitischen Spielraum der USA dadurch zu gefähreden. Dies passt dabei in eine Politik des Rückzugs welches sich entgegen der US Rethorik durch den Präsidenten wie er es immer wieder auf Twitter von sich gibt.

Man sieht wie die Kräfte des Antiamerikanismus nun in Deutschland und Europa bei diesem Präsidenten sich freuen und eine „unheilige Allianz des Populismus“ zwischen Putin und Trump die das extreme Milieu in Europa elektrisiert. Man sieht sie quasi als die „Popstars des Wandels“ dabei ist ihnen egal in welche Richtung der Wandel geht. Man will nur eine Änderung an sich, dabei sieht man die Traditionen und Rituale der Demokratie als etwas für welches man nur noch Verachtung übrig hat. Dabei ist Donald Trump gerade für die moderaten Konservativen Kräfte in Europa wie man sie bei den vielen Anhängern und Wählern der CDU aber auch bei anderen traditionellen europäischen konservativen Parteien findet eher ein Schreckgespenst. Man erinnert sich wieder an die Eingangsworte des kommunistischen Manifestes, wonach „ein Gespenst durch Europa geht“. Dabei ist es hier das Gespenst des immerlauten und nie wirklich verschwundenen Faschismus welcher nun wieder durch die Gänge des aktuellen Zeitgeistes spukt.

Die „Arbeiterklasse“ dagegen so viele Beobachter, hat sich vom ehemals linken Spektrum verabschiedet und sieht die Globalisierung und die Liberalisierung welche gerade auch von weichgespülten Sozialdemokraten der Ära Blair und Sch röder vorangetrieben wurde und einer SPD welche mehr und mehr ihren Markenkern veraten hat verlassen. Man orientiert sich nun wo man das internationale und globale als Gefahr für die eigene „heimische Ordnung“ sieht hin zum nationalen und populistischen, welches Teils von der BILD-Zeitung aber auch vermehrt von „alternativen Medien“ wie Epoch und anderen „Blättern“ beflügelt wird. Dabei sind es jedoch nicht die Jungen welche den Erfolg der Rechten ausmachen, wie in der Frankfturter Rundschau unter dem Thema des Rivival der „Arbeiterklasse“ beschriebt sondern es sind die alten nicht gut gebildeten Kräfte die damals irgendwie über die Runden kamen und nun durch die Digitalisierung und den technischen Wandel auf das Abstellgleis sich geparkt fühlen.

Sie sehen sich Abstiegsängsten ausgesetzt und der technische Wandel wie die PIRATEN ihn als junge Partei gerade zu feiern, wird genau wie diese Partei als Bedrohung für die quasi „traditionelle Ordnung“. Man fühlt sich nicht mehr vertreten und ist aufgrund der schieren Anzahl der Mitglieder daher ein starkter politischer Faktor der auch durch die mediale Wirksamkeit dadurch an Relevanz gewinnt.

Es ist ein Genarationenkampf, die Baby-Boomer sehen sich in der Situation dass nachdem die ganze Welt sich bisher immer um sie gedreht hat, diese nun dabei sind die Kontrolle abzugeben an die nächste Generation und viele gesellschaftliche und technische Entwicklungen der Zukunft sich nicht mehr um sie drehen werden. Stattdessen sehen sie dies in ihrem „bisherigen Ego verletzt“ und nutzen nun ihre „politische Macht“ diesem Wandel mit allen Mitteln sich entgegenzustellen. Sie sehen die neue Welt als Gefahr und versuchen die jüngere Generation welche man versucht dadurch, dass sie kaum politische Figuren hat mit denen sie sich identifizieren können und deren Ideen sie teilen, als gesellschaftlichen und politischen Faktor an die Seitenlinie zu bringen.

Ferner agiert man da man nun über viel Zeit verfügt als „Mentor“ für die Millenials und versucht diese politisch in dem ihnen eigenen Sinn zu formen und zu beeinflussen und trifft dabei auf das Gefühl der (vermeidlichen) politischen Ohnmacht der jüngeren Generation überhaupt etwas verändern zu können und so für seine eigene Zukunft zu gestalten. Als Millenial soll man konsumieren und dem Markt zur Verfügung stehen aber sein soziales und politische Potential genau wie die Generation X soll bitte dem Mainstream welchen die Baby-Boomer gestaltet haben angepasst sein. Anstatt die Bedürfnisse der jüngeren Generationen mit im Hinterkopf zu haben und zu sehen wie die Digitalisierung es verändern wird, versucht man die jüngere Generation mit Themen und Ideen zu beeinflussen, dass man die Parteien und Ideen promoted mit denen sich die ältere Generation identifizieren kann und so die „ureigenen Interessen“ der jüngeren nach Wandel und Gestaltung subtil umgeformt werden in eine Agenda welche den älteren die Leitung und politische Kontrolle weiterhin ermöglicht.

Dabei sind die jüngeren Generationen selbst daran schuld. Wenn sie lieber sich vermeidlich „selbst entfalten wollen“ und nicht sehen, wie ihnen subtil Ketten angelegt werden und ihnen die Chancen nach Wandel und Veränderung welche gerade durch den gesellschaftlichen Wandel der Digitalisierung deren Konsequenzen noch nicht erkennbar sind und gerade sich erst abzeichnen, sie vermeidlich „weiter dahindämmern lassen hat man am Ende doch wenig Möglichkeiten seine eigene Zukunft zu gestalten.

Diese Entwicklungen zu sehen und zu erkennen und sich entsprechend zu verhalten ist für ein Mitglied der jüngeren Generation besonders wichtig doch gerade in diesen Zeiten des Wandels versucht man Halt zu finden. Leider sucht man diesen bei den falschen Leuten und der technische Fortschritt würde am Ende zu gesellschaftlichen Spannungen führen, die Fatal sein werden wenn man ihnen nicht früh genug begegnet. Das muss man sich als jüngerer Mensch bewusst machen und deswegen entsprechend Handeln. Sonst ist am Ende die Demokratie an sich gefährdet wenn man der Verführung nach leichten Lösungen nachgibt. Trump sollte uns allen eine Warnung sein.

 

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Politik: Das Internet und Politik im Wandel

Spannend wird sein wenn man schaut wie es nun mit Donald Trump weitergeht. Aber wenn man auch nach Deutschland schaut so mag man sich fragen, ob es alles so weitergehen kann wie bisher? Aktuell sieht es gut für die CDU und Angela Merkel aus und Martin Schulz und seine SPD schaffen es nicht eine Trendwende für sie bis zu den Bundestagswahlen hinzubekommen. Aber als junger Mensch weiß man, dass man am Ende nur den Status Quo einer älteren und zahlenmäßig größeren Generation mittragen muss.

Dabei ist es teils unsere eigene Schuld, anstatt dass wir nun die Parteien und Politik der älteren Generation mittragen und sie wählen, wo unsere Chancen selbst die Debatte zu bestimmen und zu gestalten aufgrund des gewachsenen Leben in diesen Parteien gleich null ist und man versucht die x-te neue Bewegung zu gründen und dann zu schauen wo man doch endlich mit den eigenen Ideen Erfolg haben kann, sollten wir schauen wo es Chancen gibt selbst etwas zu gestalten. Damals hatten viele Studenten versucht die FDP zu „unterwandern“ und die FDP in eine andere Richtung zu bringen, was die Partei damals mit verschiedenen Mitteln zu verhindern versuchte und damit auch Erfolg hatte. Heute versucht sie mit der „Marke“ Christian Lindner sich neu anzustreiche und hofft dabei auf die Naivität der jüngeren Generation denen sie sich als Instagram-Chic präsentiert und darauf bauen kann, dass diese (noch) nicht ihre Erfahrung mit der Marktradikalen FDP gemacht haben.

Millenials dagegen versuchen sich weiter in der Welt des Netzes ihre eigen Spähre und einen Ort zu schaffen wo sie sich selbst erfinden können. Dabei will man von den älteren Generationen natürlich möglichst ungestört sein und dabei eigene Wege gehen. Es ist aber natürlich viel schwieriger als damals zu Beginn des Internets und der Markt hat das Netz schon lange in Griff, auch wenn er davon lebt dass die Nutzer selbst „authentische Inhalte“ erstellen und sich selbst zu einer Marke wandeln und selbstkapitalisieren. Dann kann man versuchen den Nutzer als „Influencer“ und Botschafter für seine Produkte zu gewinnen. Meistens sind diese Leute aber bewusst keine Profis, so dass es zu werbetechnischen „Faux Pas“ wie beispielsweise die Kampagne von Coral auf Instagram geben kann.

 

Werbung und der Drang irgendwie seine Talente im Netz zu einem Lebensunterhalt zu machen, wie es der Traum von vielen ist und wie man am „Startum“ der Youtuber erkennen kann, welche dann auch von den Medien fasziniert und doch begeistert weitergetragen wird, überfordert dabei diejenigen welche die Inhalte machen und diejenigen die diese „konsumieren“. Wenn man dabei seine angestammte Ebene verlässt kann es schnell für die Person peinlich werden, wie man damals bei der Kontroverse um die Lieder des Youtube Stars „Bibi“ im Netz sehen konnte.

Politik im Netz scheint dabei im Gegensatz zu anderen Themen fest in der Hand der „Baby-Boomer“ zu sein. Sie dominieren die Debatten auf Facebook und sind dabei auf Empörung und Reichweite ihrer „Freunde“ angewiesen. Man tauscht sich offen aus und ignoriert dabei, da der Umgang im Netz für sie meistens noch fremd ist, dabei die Punkte der „Netikette“. Das was damals den frühen Nutzern des Netzes wichtig war, ist den älteren-neuern Benutzern des Internets fremd und ihr Verhalten prägt im Stil eines Donald Trumps nun die gesamte Wahrnehmung von Politik im Netz. Politik im Netz ist im Gegensatz zu Geschäften im Internet noch oder wieder ganz am Anfang. Die Idee mit dem Internet eine neue Form von Politik zu gestalten, ist der Kern der PIRATEN und doch scheint es im Moment die jüngere Generation nicht zu elektfizieren. Man kann dabei von der These ausgehen, dass die meisten dieser ähnlich wie damals unter Helmut Kohl die Bundeskanzerlerin Angela Merkel als Gesetzt sehen, gerade da dies auch so über “die Medien“ und die Stimmung im Land, dass sich besser nichts wirklich ändern sollte, vermittelt wird. Eigene Ideen der jungen Generation sind in Deutschland jedenfalls nicht in der politischen Debatte zu finden und somit auch nicht die Chance, dass sie selbst sich endlich Gehör verschafft. Man zieht sich ähnlich der Biedermeier nach der gescheiterten Revolution von 1848/49 ins Private zurück und will nicht mehr wirklich selbst „sein Schicksal in die Hand nehmen.“ Die Konsequenzen als junger Mensch kann man dann in Großbritannien sehen. Gerade das eigene Ringen nach einem Weg und welche Rolle die eigenen Ideen und diejenigen der jungen Generation in der Gesellschaft und Politik haben, werden wichtig sein. Mag sein, dass Parteienpolitik für viele junge Leute langweilig ist aber wenn man sich nicht engagiert und versucht etwas zu ändern, dann hat man kaum eine Chance dass die Parteien und auch die Art wie sie innerhalb dieser arbeiten, irgendwie zu Gunsten der Ideen und Vorlieben der jüngeren Generation sich ändern werden. Apathie hat nie etwas verändert und eine Flucht davor ebensowenig und am Ende wird man als junger Mensch dennoch mit diesen Fragen und Veränderungen der Gesellschaft konfrontiert sein. Deswegen ist es gut sich früh ein Bild zu machen und selbst aktiv zu werden.

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Soziales: Den Mut finden um für eigene Ideen zu streiten

Wenn man nun sich diejenigen ansieht, welche in der „Hochzeit der PIRATEN“ es zu einer verhaltensmäßigen „Prominenz“ gebracht haben, so sind die meisten dieser „Prominenten“ mit den PIRATEN nicht mehr wirklich verbandelt. Ausnahmen gibt es wenn man Katharina Nocun oder Marina Weisband sich anschaut, die den PIRATEN obwohl sie aus der Partei ausgetreten sind, dennoch freundschaftlich verbunden sind.

 

Andere wie Lauer oder andere „Quasi-Prominente“ aus dieser Zeit sind zu anderen Parteien gewechselt und nutzen nun ihren „Ruhm“ den sie durch die PIRATEN bekommen haben für die eigene Selbstvermarktung. Dabei ist einem Beobachter klar, auch wenn man die damaligen Querelen zum Beispiel um das Buch von Julia Schramm sich aus der Historie und von Berichten ansieht und auch ihre Aktionen welche für diejenigen die es im Netz sehen sollen, anschaut dass sie die Chancen welche jemanden der vorgibt progressiv zu sein und dabei ganz klar im Denken und Handeln des linken Mainstream verhaftet ist, gute Chancen hat sein eigenes Auskommen möglichst ideal zu vermarkten. Man geht Allianzen mit den „herrschenden Eliten“ und ihrem Denken ein. Dabei ist von Vorteil wenn das eigene Verhalten und das eigene „schrille Ego“ dem Denken und Verhalten der vorherrschenden Baby-Boomer ähnlich ist und man deren Denken und Verhalten so gut es geht imitiert. Eigene Wege der jungen Generation wird man bei denjenigen welche auf Kooperation und Imitation des angeblich vorherrschenden Mainstreams der Eliten und des Verhaltens der Baby-Boomer gerichtet ist, wenig finden.

 

Die Baby-Boomer und ihr Verhalten welches sie in den 68igern und 1970igern ausgebildet haben und nun mit ihrem „Marsch durch die Institutionen“ hinter sich gebracht haben, lässt sie zu führenden Elite in Politik, Gesellschaft, Kultur und Wissenschaft werden. Sie sind eifrig darauf bedacht ihren Status Quo und ihr Ansehen zu halten und mit ihrer Marktradikalität auf der einen, wie auch an dem Anhängen der eigenen Selbstoptimierung und mehr des Scheins als Seins, sind sie darauf bedacht Kritik an ihrem Verhalten und ihrer Art von Politik und Idealen der Gesellschaft als neues Dogma festzuschreiben. Dabei ist der vom Rechten Rand propagierte „Aufstand gegen die LINKSGRÜNENFASCHISTEN“ wie man bei der AfD sehen kann, nur ein weiterer Weg der Baby-Boomer sich weiter in der politischen Debatte zu halten und man sieht das Zeichen derjenigen welche den vermeidlich „linken Status Quo“ den Kampf angesagt haben. Die aktuelle Debatte um Facebook und Hate-Speech sowie dem Umgang mit der AfD sind also mehr gesellschaftliche Flügelkämpfe einer auf sich selbst zentrierten Generation.

 

Heute im beginnenden 21. Jahrhundert will uns eine Generation immer noch ihre Schlachten und Ideen aus den 1970iger Jahren als Sinnbild für gesellschaftlichen Wandel präsentieren. Ihre auf sich zentrierten Debatten, welche nun durch das Internet eine neue Dimension bekommen haben, da diese nun mit „offenen Visier“ geführt werden haben dabei ein großes mediales Echo und Beeinflussen weiterhin das politische Geschehen in einem Maße, dass man rational und konsequent den Fragen des Digitalen Wandels sich nicht stellen kann. Der Digitale Wandel und seine gesellschaftlichen und politischen Auswirkungen werden weiterhin durch das Verhalten der Baby-Boomer bestimmt und in ihrem Diskurs und ihrer Einstellung zu diesem Wandel bewertet. Für die junge Generation und ihrem Anliegen gibt es darin keinen Platz und wie es schon in den 1990igern von der „Generation X“ im Lebensgefühl war und ist, man selbst hat in den Debatten nichts „zu suchen“ geschweige denn hat Chancen eigene Ideen einzubringen.

 

Die einzige Chance für jüngere Akteure in diesen Debatten eine Stimme und als „Stimme der Jugend“ „vermarktet zu werden“ ist, wenn man das Denken der Baby-Boomer aufgreift und wie gesagt imitiert und auf die eigenen Ideen und Vertreter der eigenen Generation schimpft und bekämpft um so eine von den Babyboomers bestimmte „gesellschaftliche Akzeptanz“ und damit verbundene finanzielle Vorteile zu bekommen, auf die man besonders als junger Mensch angewiesen ist. Die fehlende Möglichkeiten selbst ohne auf Abhängigkeit der Baby-Boomer finanziell auf eigenen Beinen zu stehen, sorgt dafür dass fast jeder der jüngeren Menschen sich ihnen andienen muss um zu überleben. Ferner garantiert das Imitieren deren Verhaltens den jüngeren Menschen vermeidlichen gesellschaftlichen Aufstieg, während man auf diejenigen seine Generation herabsieht die sich so gut wie es geht diesem Diktat entziehen zu versuchen. Die damaligen „Flügelkämpfe“ innerhalb der deutschen PIRATEN waren daher mehr ein Ringen wie weit man sich dem Mainstream der Baby-Boomer entzeihen oder ihn vielmehr auch zu eigenen Vorteil imitieren sollte und auf eigene Impulse aus seiner Generation heraus damit verzichtet.

 

Hat die Strategie des Anpassens denn auf Dauer Erfolg?

 

Nun mag man sich Fragen, wie so viele die den Weg des Anpassens gehen und mit „alten Schablonen“ den aktuellen gesellschaftlichen Wandel gehen wollen und dabei eine Mischung aus Digitaler Neuerung und alten von den Baby-Boomer bestimmter Linker oder Rechter vermeidlicher Ideale folgen, auf Dauer zu Erfolg führt?

 

Natürlich nicht! – Auch wenn nun die Baby-Boomer sich daran machen ihren Stempel auf langer Sicht den jüngeren Generationen aufzudrücken, sei es in der Verfassungstechnisch eingebrachten Schuldenbremse oder darin wie man das Rentensystem auf Kosten der Jüngeren gestaltet und dabei einwirft man hatte ja so lange gearbeitet, was Vertretern der jüngeren Generation wie Hohn in den Ohren klingen mag, da ihnen egal bei welcher Ausbildung ihnen eine gesicherte und gut bezahlte Arbeit von den Vertretern der Baby-Boomer aufgrund der „Gesetze des Marktes“ verwehrt bleibt. Der Generation Praktikum und die sich trotz guter Ausbildung schwer in sicheren Arbeitsbereichen wiederfinden können, stehen vielmehr in einer Welt der finanziellen Unsicherheit, welche für die meisten wenn sie eine Familie doch gründen nur dadurch gesichert ist, dass eben ihre Eltern ihnen dabei zur Seite sei es finanziell oder immateriell stehen. Die jüngere Generation ist so sehr mit dem Überlebenskampf beschäftigt, dass sie kaum Zeit und Gedanken dafür hat sich selbst zu Fragen wie sie denn den gesellschaftlichen Wandel gestalten möchte und nur wenn man von den Baby-Boomer in die entsprechenden Stellen gehievt wird, kann man dafür Zeit und Muße aufbringen denen von ihnen vorgegebenen Ideen und Idealen auch noch in der neuen Zeit als „zeitgemäß“ zu preisen und der eigenen Generation „vorlügen“ – sie selbst wird kaum etwas zum gesellschaftlichen Wandel beitragen.

 

Dennoch hat gerade das Netz und in verschiedenen Diskussionsgruppen und Ideen sich auszutauschen gerade für die Digital Natives neue Chancen sich den Wandel wieder in ihre eigenen Hände zu legen. Gerade TV Sendungen wie die Daily Show versuchen die jüngere Generation für den ihnen schadenden Status Quo zu sensibilisieren. Gerade wie der Brexit zeigt, wenn die jüngere Generation aus Apathie zuhause bleibt kann die ältere Generation aus eigener Bequemlichkeit die Chancen der jüngeren zunichte machen. Daher ist es wichtig für die jüngere Generation selbst aktiv zu werden und nicht sich anzupassen sondern einen eigenen Weg zu gehen, allen Verlockungen des schnellen Erfolgs der Angepassten zum Trotz! Selbstbestimmt und mit aufrechtem Kopf seine eigenen Ideen zu entwickeln, welches dank der modernen Technik viel leichter als bisher geht und sich auszutauschen, kann das sein wie man dem Mainstream der Baby-Boomer und ihrem Verhalten auf langer Sicht etwas entgegensetzen kann. Wenn man so Druck ausüben kann und Forderungen geschlossen stellt und beweist dass man nicht Apathisch alles von ihnen über sich ergehen lassen kann, hat man eine Chance einen Wandel auch im seinen eigenen Sinn zu gestalten. Dazu hilft es jedoch nicht Gruppen und Parteien sich anzuschließen die von ihnen immer noch dominiert sind, sondern bereit zu sein mutig eigene Wege zu gehen und dafür zu streiten seine eigene Stimme haben zu dürfen.

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Soziales: Die verlachten Pioneere des kommenden Wandels

Man regt sich wegen Peter Taubers Tweet auf, doch wenn man genauer hinsieht spricht er nur das aus was viele (auch jüngere) Menschen in Wirklichkeit denken. Man igelt sich in seiner bekannten Welt ein und verachtet alles was anders ist. Es ist ein Nährboden aus Sozialneid und Hass in welchem Parteien wie die AfD wachsen können und auch die FDP mit ihrem wirtschaftsliberalen Denken gut wachsen.

 

Mir ist es auf meinem Geburtstag passiert, wie Leute dabei „philosophierten“ wenn Menschen die im Digitalen Leben aktiv sind und teils ihr Geld verdienen, als etwas unreales und jemand gesehen werden die nichts sinnvolles für die Gesellschaft machen. Etwas was diese abrackernden Menschen sich nicht vorstellen können, wie es Möglichkeiten gibt seinen Lebensunterhalt zu verdienen und zu gestalten, wird als für „echte Menschen“ nicht wertvolles gesehen. Wenn Menschen die über Skills verfügen die im Digitalen ihnen Möglichkeiten eröffnen auch mit der intellektuellen Spitze und anderen Fachleuten Fachgespräche zu führen und Projekte zu gestalten, so wird dies von den meisten Menschen nur als „sinnvoll gesehen“, wenn es sich direkt in kapitalistische Werte umwandeln lässt. Kreativität und geistliche Arbeit hat einen finanziellen Mehrwert immer bei sich zu haben. Alles andere sind Aktionen und Tätigkeiten die man in Deutschland wenn man nicht zum (klein-)bürgerlichen Milieu meint zu gehören nicht zu machen und wie Peter Tauber es sagt, hat man dann das Leben zu leben, in welchem man ausgebeutet werden muss und dafür soll man noch Dankbar sein.

Will man anders sein und will man kreative Möglichkeiten umsetzen welche gerade durch den Impact des Digitalen auf uns zukommen wird und gerade diese Leute, welche noch auf „sozial Schwache“ herabsehen und dann durch die Digitalisierung verlieren werden, dann wird der Konflikt in diesem Land noch mehr zunehmen. Gerade die Leute welche für viele „alteingesessene“ sich mit dem „Unsinn Internet“ und dessen Chancen sich zu entfalten und auch neue Geschäftsmodelle austesten und entwickeln, werden im Moment als Fehler gesehen die sich doch dem „normalen Bürger anpassen sollen“ und am besten mit ihren Ideen und Wünschen am besten zum Schweigen verdonnert sind.

 

Der Wandel der uns allen jüngeren Menschen bevorsteht, sollte uns zu denken geben. Anstatt an alten Modellen festzuhalten und auch in Sachen Beziehungen alten Modellen zu folgen, die am Ende wieder auf das einzelne Ernährerprinzip mit all ihren bekannten Nachteilen herauslaufen und sich dann noch als etwas Besseres gegenüber den Kreativen und Netzaffinen Menschen zu sehen, die am Ende Sachen „produzieren“ die man noch nicht begreifen mag, sollte man es sich eher genauer ansehen was es für eine für die „bürgerliche Gesellschaft“ unbegreifliche Welt ist. Wenn man die Digitalen Nomaden sich genauer ansieht, so versuchen sie gerade mit ihrer Kreativität und Schaffenskraft neue Wege zu gehen und Wirtschaft und Gesellschaft die Impulse zu geben, welche sie am Ende im 21. Jahrhundert brauchen. Bisher werden die Teilnehmer der Digitalen Welt aber als moderne Hippies statt als Pioniere eines neuen Weges gesehen. Man ist zu sehr vom Denken und Erlebten der Babyboomers gefangen, anstatt dass die jüngere Generation sich daran setzt ihre eigenen Wege und Ideen offensiv in der gesellschaftlichen Debatte zu Gehör zu bringe und schweigt ähnlich wie die Generation X und versucht seine eigene kleine Nische der Freiheit zu entfalten und zu bewahren.

Doch die gesellschaftlichen Normen und Werte zwingen einen im Laufe der Zeit doch zu resignieren. Dabei sind sie änderbar, weil alles Gesellschaftliche auf Konsens beruht. Daher sollte man als junge Generation beginnen zu Diskutieren und zu fordern, dass man einen Wandel erreicht in dem auch unsere Ideen und Träume einen Platz finden und nicht alles am Ende auf die Bedürfnisse der Babyboomers und derer die ihren Weg weitergehen wollen ausgerichtet ist, sondern auch die Kreativen und Querdenker welche man gerade im Zeitalter des Digitalen braucht berücksichtigt werden und die Impulse der Jüngeren genutzt werden für eine bessere Zukunft zu denen sie auch gehören.

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Soziales: Wie kann man die Zukunft gestalten, wenn man doch schweigt?

Für uns jüngere Leute sollte sicher sich die Frage stellen, wie kann man gegenüber der Macht der „Baby-Boomers“ unsere gesellschaftliche und politische Zukunft gestalten?

 

Deren Werte und Normen sind das neue Maß aller Dinge und sie haben bedingt durch ihr Alter und ihren Einfluss das Leitmotiv in Medien, Politik und Gesellschaft. Ihre Ideen und Forderungen und ihr Verhalten im Netz zusammen mit deren Ängste und Sorgen, sind was welches den gesellschaftlichen Ton und die Debatten bestimmt. Nicht umsonst ist das politische Projekt ihrer Zeit die GRÜNEN immer noch für viele in Medien und Politik, trotz deren Widersprüche und enttäuschten politischen Ideen, was aus dem typischen Verhalten dieser Generation entspringt, ein medial und politisch gern gesehener Gast.

 

Diese Generation und ihr Handeln nimmt quasi allen die nach ihnen kommen die Luft und den Raum zum Atmen und Kreativen gestalten der eignen Zukunft. Neue progressive Projekte der anderen jüngeren Generationen werden erst gefeiert, doch wenn man dann sieht wie anders und teils gegen den von den Baby-Boomers“ bestimmten Mainstream geht, desto mehr werden sie mit allen ihnen zu Verfügung stehenden Mitteln verschwiegen und bekämpft. Gleichzeitig wirft man den jüngeren Generationen vor, dass sie „satt“, „faul“ und „hedonistisch“ sind. – Ein typisches Mantra welches jede neue Generation über sich ergehen lassen muss.

 

Was kann man machen um als junger Mensch seine Zukunft zu gestalten? – Die Frage ist wie weit man aktiv sein kann, in einer Welt wo man für eine unsichere Zukunft auf dem Arbeitsmarkt das Maximum an Kreativität und Einsatz und die optimierte Selbstausbeutung mitbringen soll. Daneben soll man Bitteschön auch noch eine Familie gründen und ihnen Werte vermitteln welche die Baby-Boomers als gesellschaftliche Maxime vorgeben. Dabei sind diese Werte und Fähigkeiten welche sie einem „an die Hand geben wollen“, nicht diejenigen welche wir in der Zukunft in einer Digitalisierten Welt brauchen werden, wenn man Dr. Steffi Burkhart glauben mag.

Die gesellschaftlichen Spannungen welche durch die Digitalisierung und die Fähigkeiten die man brauchen wird, werden am Ende zu neuen Herausforderungen und Debatten kommen. Dabei scheint man von Seiten der Baby-Boomers und der Politik ganz im Sinne von Helmut Kohl die Sache lieber „aussitzen wollen.“ Gesellschaftlich sieht man an der Debatte von Fake-News, Netz-DG und andere Beispiele dass man den Staat als Bollwerk gegen den durch die Digitalsierung hervorgerufenen gesellschaftlichen Wandel nutzen will. Man geht aber auch eine gesellschaftlichen Debatte wie man die Zukunft darüber gestalten will aus dem Weg. Man sieht vieles als Science-Fiction und denkt dass „Smart-Häuser“ und anderes nur eine Technikaffine Minderheit betreffen wird, dabei zeigt doch gerade die Geschichte des Smartphones, dass es eben doch viele Menschen am Ende mit den Herausforderungen auch gerade in ihrem Zuhause betreffen wird. In Sachen Automobilen sieht man auch schon einen Anfang dieser Herausforderungen, doch wie wir als Gesellschaft damit umgehen wollen wird nicht geführt.

Die Baby-Boomers und ihre Macht in Medien und Gesellschaft versuchen gerade auch jüngeren Menschen zu vermitteln, dass sie nicht sich wirklich mit solchen Themen und Fragen beschäftigen sollen um so nicht ihre eigene mangelnde Beschäftigung mit dem Thema kritisch zu hinterfragen. Wenn die jüngeren Generationen sich mit diesen Themen beschäftigen wird es gerade ihnen Möglichkeiten geben gesellschaftlichen Druck auszuüben und den Wandel welcher durch die neue Industrielle Revolution in Gestalt der Digitalisierung zu begleiten und zu gestalten. Es ist gerade unsere eigene Zukunft als Generation X und Millenial die wir selbst ohne Betreuung durch die Babyboomers in die Hand nehmen müssen und deren Versagen der Philosoph Michael Hampe harsch kritisiert.

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Politik: Wandel, welcher Wandel? Die Jagd auf den souveränen Bürger ist nun eröffnet – Ein Fazit aus dem Verschwinden der PIRATEN auf Landesebene

Wenn man die Berichte um Netz-DG und weitere Berichte über Überwachung von Seiten des Staates und von Unternehmen am Bürger liest, bleibt die öffentliche Empörung aus. Wenn man einen Blick in die sozialen Netzwerke wirft, dann haben viele Menschen auch aufgrund der Marktmacht der neuen digitalen Unternehmen wenig Wahl einen anderen Anbieter zu nutzen. Wahrscheinlich liegt es auch daran, dass man nicht merkt und weiß wie weit die Algorithmen das Verhalten des Nutzers genau bestimmen können. Die Unwissenheit der Kunden, dass gerade sie die Ware der neuen Unternehmen sind, hilft dabei enorm.

 

Vesselin Popov Business Development Director des Psychometrics Centre der Cambridge Business School, beschrieb diese Gefahr auf der „PIRATEN-Sicherheitskonfrenz“ in München im Jahr 2017 sehr genau. In seinem Vortrag unter dem Titel: „Big Data and ist Impact on Society“ warnte er vor der präzisen Vorhersage des Verhaltens des Nutzer durch diese. Dennoch wird dieses Thema nicht auf die politische Agenda gehoben und wenn der Markt dieses fundamentale Problem nicht regelt, „sollte die Politik handeln“, doch wird dieses Thema von den Wählern nicht so ernst genommen, daher fehlt der politische Druck zu handeln. Medien greifen teils diese Problematik auf, doch stecken sie genau wie die Politik in einer Zwickmühle da sie aus diesen Daten ebenso Vorteile in der Vermarktung ihrer Produkte erzielen können. Das die Politik Big Data nutzt zeigte sich erst vor kurzem, als Berichte aufkamen dass die US Republikaner Big Data in ihrem Wahlkampf nutzen. Herausgekommen ist es dadurch, dass diese die Daten ungeschützt und für alle Einsehbar ins Internet stellten. Konsequenzen brauchen sie in diesem Fall politisch gesehen nicht zu befürchten, dafür sorgt schon das US Wahlsystem, so dass Kräfte welche einen Wandel wollen es schwer haben als eigene Partei in den USA den nötigen direkten Druck auszuüben.

 

Doch wie sieht es in Deutschland und Europa aus? – Der Bundestag hat diese Woche den Staatstrojaner für alle Verbrechen erlaubt. Hier wenn es auch weniger um Big Data direkt geht, werden dem Staat weite Möglichkeiten eingeräumt Informationen über seine Bürger zu sammeln. Es zeigt sich, dass der Staat seinen Bürgern weiterhin misstraut und anstatt die Zivilgesellschaft zu stärken damit sie extremen Positionen widerstehen kann, will der Staat sich „selbst darum kümmern.“ Man kann sicher davon ausgehen, dass auch in den deutschen Parteien indirekt Big Data ein Mittel sein wird um politischen Einfluss zu erlangen und Politik zu bestimmen, wenn man schon dem Staat im Netz weitgehende Macht zuteilt.

Aktuell halten die Parteien den Einfluss von Big Data auf die Politik und Wahlen für nicht so relevant. So bezweifelte laut einem Artikel auf Heise.de SPD-Wahlkampfhelfer Mathias Richel den großen Einfluss dieses Themas und gab der Theorie des „gläsernen Wählers“ eine Absage.

Dennoch ist sicher die Verlockung gerade bei vielen Parteien da und sie wollen nur nicht die (vermeidliche) öffentliche Empörung gegen sich haben, wobei man bei den Wahlergebnissen der PIRATEN in den letzten Wahlen, überlegen kann ob es wirklich die Menschen im Moment interessiert, oder ob doch andere Themen die Oberhand haben?

Das man die PIRATEN aus der Politik haben will ist klar, man schätzt sie dennoch als Stichwortgeber für neue Ideen und Konzepte die man nun unter eigenem Label umsetzen will und den Urheber dabei ignoriert. Ein Beispiel ist der Versuch eines BGE in Schleswig-Holstein. Auch andere Parteien wie die GRÜNEN haben nun das Thema BGE für sich entdeckt, doch bleibt es wie man unter anderem am Verhalten der FDP in NRW sehen kann, fraglich ob das (vermeidliche) Eintreten für Freiheit und soziale Sicherheit wirklich von Dauer ist oder den Sachzwängen zum Opfer fällt?

 

Genauso wird es wohl in Deutschland auch im politischen Umgang mit Big Data und dem in der öffentlichen Wahrnehmung verbundenen Thema der Social Bots geben. Auch wenn damals die Parteien bis auf die AfD dies ausschlossen, ist die Frage wie weit sie bei dieser Position bleiben werden.

 

Fraglich wird sein, wenn es keine politische Chance für die PIRATEN auf kurzer Sicht gibt, wie weit die andere Parteien diese Themen nicht in ihrer eigenen Agenda und Methoden die in ihrem Interesse sind behandeln, dabei aber die „Datensouveränität des Bürgers“ dabei auf der Strecke bleibt. Dabei werfen gerade diese Parteien ein von Facebook ähnliches Verhalten als schädlich vor und wollen für sich über den Umweg durch den Staat eine Zensier und Kontrollfunktion über gewisse Inhalte. Man sieht also, der Staat will mehr Einfluss auf das Netz und deren Inhalte was sich am besten im Zitat des Innenministers widerspiegelt, dass es keine Gebiete geben darf, wo der Staat keinen Einfluss hat.

Dazu passt natürlich nun der Staatstrojaner ins Bild, welcher in der Süddeutschen massiv kritisiert wird.

Der Bruch mit dem Bürger im Netz von Seiten des Staates und der Parteien ist nun da. Der Bürger und sein Verhalten ist nun Freiwild für Unternehmen, Staat und Parteien. Die Jagd ist nun für die Akteure (endlich) eröffnet, nachdem die PIRATEN für sie (vorerst) keine politische Rolle mehr spielen. Die Nutzung von Big Data wird sich da nur logisch in diese Entwicklung einreihen.

 

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